DFB-Frauen jubeln über Olympiasieg gegen Schweden

Silvia Neid genießt die Siegerehrung zum Abschluss ihrer Karriere als Bundestrainerin. Foto: Soeren Stache
1 von 7
Silvia Neid genießt die Siegerehrung zum Abschluss ihrer Karriere als Bundestrainerin. Foto: Soeren Stache
Direkt nach dem Schlusspfiff fiel sie über ihre Olympiasiegerinnen her. Foto: Soeren Stache
2 von 7
Direkt nach dem Schlusspfiff fiel sie über ihre Olympiasiegerinnen her. Foto: Soeren Stache
Die Spielerinnen um Dzsenifer Marozsan (l) besiegen Schweden mit 2:1. Foto: Mario Ruiz
3 von 7
Die Spielerinnen um Dzsenifer Marozsan (l) besiegen Schweden mit 2:1. Foto: Mario Ruiz
Marozsan macht auch das 1:0 für Deutschland und liefert eine starke Partie ab. Foto: Soeren Stache
4 von 7
Marozsan macht auch das 1:0 für Deutschland und liefert eine starke Partie ab. Foto: Soeren Stache
In der ersten Halbzeit bleibt den Frauen ein Tor versagt. Anja Mittag platziert sich gut, kann aber nicht erfolgreich abschließen. Foto: Soeren Stache
5 von 7
In der ersten Halbzeit bleibt den Frauen ein Tor versagt. Anja Mittag platziert sich gut, kann aber nicht erfolgreich abschließen. Foto: Soeren Stache
Saskia Bartusiak setzt sich gegen Olivia Schough durch. Foto: Alejandro Ernesto
6 von 7
Saskia Bartusiak setzt sich gegen Olivia Schough durch. Foto: Alejandro Ernesto
Almuth Schult (M) pariert einen Kopfball von Nilla Fischer . Foto: Soeren Stache
7 von 7
Almuth Schult (M) pariert einen Kopfball von Nilla Fischer . Foto: Soeren Stache

Es war ein perfekter Abschied für Bundestrainerin Silvia Neid: Die deutschen Fußball-Frauen gewannen erstmals Olympia-Gold. Lob gab es von allen Seiten.

Rio de Janeiro (dpa) - Für das Siegerfoto nahm Bundestrainerin Silvia Neid mitten zwischen ihren Fußball-Frauen Platz. Das erste Olympia-Gold bei ihrem letzten Auftritt bescherte der 52-Jährigen den perfekten Abschluss ihrer imposanten Trainer-Laufbahn.

Mit 2:1 (0;0) gewannen die deutschen Fußball-Frauen gegen Schweden - dann ging der Jubel los. "Das war das i-Tüpfelchen. Ich bin einfach total happy", sagte Neid im ZDF. "Das war wirklich etwas Besonderes."

Überglücklich war die 52-Jährige nach dem Schlusspfiff und bangen Momenten in der Endphase auf die Jubeltraube, liebevoll und strahlend hatte sie ihre Spielerinnen umarmt. "Das Kribbeln war auf jeden Fall da", sagte Neid. "Das werde ich vermissen. Mal gucken, wo ich mir das jetzt herhole."

Der Olympiasieg in der Kultstätte Maracanã ist das krönende Karriere-Ende für Neid, die als Spielerin, Assistentin und Bundestrainerin an allen bisherigen Erfolgen der DFB-Fußballerinnen beteiligt war: zweimal Weltmeister, achtmal Europameister, dreimal Olympia-Bronze - und nun Gold!

"Das ist die Krönung ihrer Trainerkarriere und der größte Erfolg in meinen Augen. Ein ganz großer Abschluss für eine Frau, die den deutschen Frauenfußball am meisten geprägt hat", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel.

Als Matchwinnerin Dzsenifer Marozsán und Co. um 20.00 Uhr brasilianischer Zeit die goldenen Plaketten umgehängt bekamen, stand Neid stolz mit einigem Abstand daneben. Ihren goldenen Abschied hatte sie vor allem Marozsán zu verdanken. Die Mittelfeldspielerin hatte mit einem Traumtor aus 16 Metern in den Winkel in der 48. Minute zum 1:0 getroffen und mit einem Pfostenschuss das Eigentor von Linda Sembrant (61.) eingeleitet.

"Das ist ein wunderschöner Moment", sagte Marozsán. "Ich genieße es jetzt einfach. Ich kann es nicht in Worte fassen, wie stolz ich auf die Mannschaft bin." Stina Blackstenius (67.) konnte mit ihrem Treffer die erneute Sternstunde für den Deutschen Fußball-Bund im legendären Maracanã-Stadion nicht verhindern. An gleicher Stätte hatten die deutschen Männer vor zwei Jahren ihren WM-Triumph gefeiert.

"Das ist unglaublich", sagte Saskia Bartusiak. "Wir sind überglücklich, dass wir das geschafft haben. Das hat noch nie eine Frauen-Mannschaft vor uns geschafft und jetzt haben wir alle eine Gold-Medaille um den Hals." Am Samstag wollen die deutschen Nachwuchsfußballer im olympischen Endspiel gegen Brasilien nachlegen.

Gegen die Schwedinnen haben die deutschen Fußballerinnen noch nie ein Finale verloren. "Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat ein überragendes Turnier gespielt und verdient Gold gewonnen", erklärte Ligapräsident Reinhard Rauball.

"Gold Gold Gold Gold. Glückwunsch @DFB_Frauen das ist so GEIL. Schwarz, Rot, Gold. Und jetzt nehmt das Deutsche Haus ein und feiert", schrieb die frühere Nationaltorhüterin Nadine Angerer auf Twitter. "Mädels ihr seid einfach die BESTEN.ich bin sooooo stolz auf euch und jetz lass es krachen", richtete die verletzte Simone Laudehr aus, für die Offensivspielerin Anja Mittag bei der Siegerehrung ein rotes Trikot hochhielt.

DFB-Kader

Das könnte Sie auch interessieren

„Bremen Tattoo 2018“ in der ÖVB-Arena

„Tattoo“ ist die neue Musikschau Bremen. Bei der Premiere in der ÖVB-Arena zeigten 700 Künstler aus zehn Nationen ihr musikalisches Können. Der …
„Bremen Tattoo 2018“ in der ÖVB-Arena

Die 50 besten Abi-Mottos aller Zeiten

Manchmal macht es zack und das Abi-Motto steht sofort. Für manche ist aber auch Gehirnschmalz gefragt. Hier eine Auswahl der besten Sprüche zum …
Die 50 besten Abi-Mottos aller Zeiten

Karneval: Bothel außer Rand und Band

Eine Ortschaft außer Rand und Band. Hier tobten am Sonnabend kleine und große, junge und jung gebliebene Narren umher. Was war geschehen? Ganz …
Karneval: Bothel außer Rand und Band

Dschungelcamp 2018: Das passierte am Montag

Am vierten Tag im Dschungelcamp 2018 will Matthias Mangiapane seine ersten Sterne gewinnen. Und am Lagerfeuer gibt es wieder intime Geständnisse.
Dschungelcamp 2018: Das passierte am Montag

Meistgelesene Artikel

Becker über Kerber in Melbourne: „Mich erinnert das sehr an 2016“

Becker über Kerber in Melbourne: „Mich erinnert das sehr an 2016“

Medien: Shorttrack-Olympiasieger Ahn darf nicht in Pyeongchang starten

Medien: Shorttrack-Olympiasieger Ahn darf nicht in Pyeongchang starten

Zweite Pleite in Folge: Nowitzki verliert mit Dallas gegen Denver

Zweite Pleite in Folge: Nowitzki verliert mit Dallas gegen Denver

Peinliche Niederlage verhindert - Wozniacki quält sich in Runde drei

Peinliche Niederlage verhindert - Wozniacki quält sich in Runde drei