Gemeinsame Bewerbung

Deutschland und Dänemark wollen Handball-WM 2019

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Bundestrainer Martin Heuberger

Basel - 2007 erlebten die deutschen Handballer mit dem Sieg bei der Heim-WM ihr Wintermärchen. Jetzt will Deutschland erneut eine Männer-WM ausrichten - gemeinsam mit Dänemark

Deutschland und Dänemark träumen von einem gemeinsamen Wintermärchen. Der Deutsche Handballbund (DHB) und der Dänische Handballverband (DHF) bewerben sich zusammen um die Ausrichtung der Männer-Weltmeisterschaft 2019. „Wir haben etwas wirklich Cooles vor“, sagte DHB-Präsident Bernhard Bauer, der am Freitag gemeinsam mit seinem dänischen Kollegen Per Bertelsen das Konzept beim Weltverband IHF vorstellte.

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Dies sieht vor, dass Endspiel und President's Cup in Dänemark stattfinden sollen. Deutschland wäre Schauplatz des Eröffnungsspiels und der Halbfinals. „Der deutsch-dänische Schulterschluss in Basel ist für uns der Start gewesen. Jetzt hoffen wir, dass wir mit unserem gemeinsamen Projekt auch die internationale Handballfamilie in Doha überzeugen können“, fügte Bauer an. Über die Vergabe des Turniers entscheidet der Rat der Internationalen Handball Föderation am 28. Oktober bei seiner Sitzung in Katar.

Bauer und Bertelsen sind sich sicher, dass das Konzept mit den Konkurrenz-Bewerbungen aus Polen, Schweden, Norwegen sowie Ungarn/Slowakei mithalten kann. „Wenn es die Möglichkeit gibt, dass zwei große Handball-Nationen wie Deutschland und Dänemark bei einer Männer-Weltmeisterschaft zusammenarbeiten können, dann müssen wir diese Chance einfach nutzen“, sagte Bertelsen.

„Der DHB möchte am Haus des internationalen Handballs mitbauen, und dabei reichen wir allen als Partner die Hand. Gemeinsam mit Dänemark wollen wir unseren Beitrag zur Entwicklung des Handballs leisten“, ergänzte Bauer, der ob der Einhaltung der Frist erleichtert durchgeatmet haben dürfte.

Denn um die Bewerbung hatte es im Vorfeld Ärger mit der ehemaligen DHB-Führung um Ulrich Strombach gegeben. Strombach fühlte sich von seinem designierten Nachfolger und dessen angehendem Vizepräsidenten Leistungssport, Bob Hanning, übergangen, die vor ihrer Wahl am 21. September bereits erste Schritte zur Bewerbung unternommen hatten. Daraufhin hatte Strombach zunächst medienwirksam angekündigt, die Bewerbung zurückzuziehen, später aber eingelenkt.

So lebt der Traum von einem erneuten Handballfest wie im Jahr 2007, als die deutsche Mannschaft von Trainer Heiner Brand vor eigenem Publikum triumphierte und damit den bislang letzten großen Titel holte. In der Quali zur Europameisterschaft im Januar 2014, bei der sich Dänemark als Ausrichter profilieren möchte, war die DHB-Auswahl um Trainer Martin Heuberger kläglich gescheitert.

Deutschlands nördliche Nachbarn hatten 1978 schon einmal eine Weltmeisterschaft ausgerichtet, damals gewann Deutschland mit Trainer Vlado Stenzel sensationell das Finale gegen die UdSSR. Nun lebt der Traum von der Wiederholung in sechs Jahren. Es wäre die siebte Männer-WM auf deutschem Parkett.

sid

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