Nowitzki: "Blackout zur falschen Zeit"

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Dirk Nowitzki hat mit seinen Dallas Mavericks das zweite Playoff-Spiel in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA gegen die San Antonio Spurs klar verloren.

Dallas/Boston - Dirk Nowitzki hat mit seinen Dallas Mavericks das zweite Playoff-Spiel NBA gegen die San Antonio Spurs klar verloren. Der deutsche Superstar ist frustriert.

Dirk Nowitzki saß frustriert auf der Auswechselbank. Das halbe Gesicht in einem Handtuch vergraben, der Blick leer - Deutschlands Basketball-Superstar war bedient. 55 Sekunden vor dem Ende von Spiel zwei im Playoff-Viertelfinale gegen die San Antonio Spurs hatte Dallas' Coach Rick Carlisle seinen Kapitän vom Feld beordert und damit die Niederlage gegen den texanischen Erzrivalen endgültig eingestanden. Mit 88:102 gingen die Mavericks am Mittwoch (Ortszeit) im heimischen American Airlines Center unter. Sie mussten in der Best-of-Seven-Serie der nordamerikanischen Basketball-Profiliga den 1:1-Ausgleich hinnehmen.

Die Topverdiener im Sport 2009: Wo stehen Nowitzki und die Bayern-Profis?

Die Topverdiener im Sport
Tiger Woods (Foto) ist der erste Sport-Milliardär, NBA-Basketballer LeBron James ist ihm dicht auf den Fersen. Golf-Star Woods ist nach Angaben des Magazins "Forbes" mit umgerechnet 67 Millionen Euro auch eindeutig der Topverdiener 2009. Das sind die internationalen und deutschen Top Ten: © Getty
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Platz 2: David Beckham, (England/Fußball): 43 Mio. Euro © Getty
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Platz 3: Phil Mickelson (USA/Golf): 35 Mio. Euro © Getty
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Platz 4: Valentino Rossi (Italien/Motorrad): 32 Mio. Euro © Getty
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Platz 5: LeBron James (USA/Basketball): 28 Mio. Euro © Getty
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Platz 6: Roger Federer (Schweiz/Tennis): 27 Mio. Euro © Getty
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Platz 7: Alex Rodriguez (USA/Baseball): 26 Mio. Euro © Getty
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Platz 8: Lewis Hamilton (England/Formel 1): 25 Mio. Euro © Getty
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Platz 9: Kimi Räikkönen (Finnland/Formel 1): 24 Mio. Euro © Getty
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Platz 10: Shaquille O'Neal (USA/Basketball): 23,5 Mio. Euro © Getty
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Die deutschen Top Ten: Platz 1: Dirk Nowitzki (Basketball): 14,5 Mio. Euro © Getty
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Platz 2: Michael Ballack (Fußball): 10 Mio. Euro © Getty
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Platz 3: Nick Heidfeld (Formel 1): 8 Mio. Euro © Getty
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Platz 4: Nico Rosberg (Formel 1): 7,5 Mio. Euro © Getty
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Platz 5: Mario Gomez (Fußball): 4,5 Mio. Euro © Getty
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Platz 6: Martin Kaymer (Golf): 4 Mio. Euro © Getty
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Platz 6: Miroslav Klose (Fußball): 4 Mio. Euro © Getty
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Platz 6: Philipp Lahm (Fußball): 4 Mio. Euro © Getty
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Platz 9: Arthur Abraham (Boxen): 3,8 Mio. Euro © Getty
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Platz 10: Sebastian Vettel (Formel 1): 3,5 Mio. Euro © Getty
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Platz 10: Timo Glock (Formel 1): 3,5 Mio. Euro © dpa

“Wir hatten einen Blackout zur falschen Zeit“, haderte Nowitzki nach der Partie. “Jeder wollte es dann alleine umbiegen, anstatt weiter als Team zusammenzuspielen“, sagte der 31-Jährige, der drei Tage nach seiner Galavorstellung in Spiel eins (36 Punkte) ebenfalls einen rabenschwarzen Abend erwischt hatte. Zwar kam Nowitzki immerhin auf 24 Zähler, traf aber nur neun von 24 Versuchen aus dem Feld. Zudem riss eine beeindruckende Serie des Würzburgers: Mitte des zweiten Viertels verwarf der 2,13-Meter-Riese erstmals seit dem 29. März wieder einen Freiwurf - zuvor hatte er 88 Freiwürfe nacheinander verwandelt.

Gleich Nowitzkis ersten beiden Würfe aus dem Feld gingen daneben, zudem handelte sich der Blondschopf zwei schnelle Fouls ein und musste so weite Teile des ersten Viertels von der Bank aus zuschauen. Doch auch der Rest der Mavericks kam nicht in Schwung. Die Spurs, angetrieben von den “Big Three“ Tim Duncan (25 Punkte, 17 Rebounds) Manu Ginobili (23) und Tony Parker (16 Punkte, 8 Assists), zogen schnell auf 9:0 davon. “Die Spurs sind einfach heiß gelaufen und wir konnten sie nicht stoppen“, gab Carlisle zu. “Sie waren in den entscheidenden Momenten einfach wacher und haben den Sieg mehr gewollt als wir“, bemängelte der Coach. “Das darf einem in den Playoffs nicht passieren.“ Neben Duncan, Ginobili und Parker zog vor allem Richard Jefferson den Mavericks mit 19 Punkten (17 im ersten Viertel) den Zahn.

Zur Pause lag Dallas bereits mit 46:58 zurück, nach dem Seitenwechsel bauten die Gäste den Vorsprung auf 20 Punkte aus (80:60). Doch wie aus dem Nichts kamen Nowitzki und Co. noch einmal zurück, fühlten sich scheinbar an ihrer Ehre gepackt. Mit zwölf Punkten nacheinander verkürzte Dallas auf 72:80 und brachte den American Airlines Center erstmals an diesem Abend zum Kochen. Das Duell der beiden Dauer-Rivalen war nun wieder offen, 6:56 Minuten vor dem Ende brachte Jason Terry sein Team mit einem erfolgreichen Dreier auf 84:89 heran. Die Halle stand Kopf, das Spiel schien sich endgültig zu drehen - aber dann kam Tim Duncan. Mit neun Punkten in Serie brachte der überragende Spurs-Center die Zuschauer zum Schweigen und besiegelte die Heimpleite für Dallas.

“Das war ein großer Sieg“, jubelte Popovich, mahnte aber zur Bescheidenheit. “Menschen kommen nach Niederlagen immer zurück und das werden auch die Mavericks tun“, meinte der Spurs-Coach mit Blick auf das dritte Duell am Freitag (Ortszeit) in San Antonio. Der Heimvorteil liegt nun beim viermaligen Champion, doch Nowitzki hatte diesem Faktor bereits vor Beginn der Serie nicht all zu viel Bedeutung beigemessen. “Wir haben die ganze Saison über bewiesen, dass wir auch auswärts große Spiele machen können.“

dpa

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