Dämpfer für Boston - Nash mit Nasenbeinbruch

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Harter Kampf um den Ball: Für Orlando Magic war der Sieg die letzte Chance in den Play-Offs.

Boston - Die Boston Celtics haben auf dem direkten Weg in das Endspiel der NBA-Playoffs einen Dämpfer einstecken müssen. Für Orlando Magic ist der Sieg der letzte Strohhalm.

Mit dem 92:96 nach Verlängerung gegen die Orlando Magic kassierte Boston in der Nacht zum Dienstag nach drei Siegen die erste Heim-Niederlage im Finale der Eastern Conference. Dwight Howard war mit 32 Punkten und 16 Rebounds der überragende Spieler der Gäste. Jameer Nelson entschied mit zwei Dreiern nacheinander in der Verlängerung die Partie vor 18 624 Fans im TD Garden für den Vorjahresfinalisten.

“Wir wussten, dass wir nach drei Niederlagen die letzte Chance wahrnehmen mussten, um nicht schon auszuscheiden“, meinte Howard vor dem fünften Match am Donnerstag (Ortszeit) erneut in Boston. “Jameer und ich haben Führungsqualität gezeigt. Das müssen wir ab sofort immer wieder zeigen, dann könnte es noch klappen.“ Aber bisher hat es in der NBA noch kein einziges Team nach einem 0:3-Start in den Playoffs die Wende geschafft. Magic-Coach Stan Van Gundy störte das nicht. “Ich weiß das. Aber irgendwann ist immer das erste Mal.“

Ray Allen: "Keinen Grund zur Panik"

Für Ray Allen, der mit 22 Punkten und fünf Rebounds nur von Paul Pierce (32/11 und 5 Assists) im Boston-Team übertroffen wurde, war die Niederlage nur eine Marginalie. “Wir haben eine große Chance liegen lassen. Aber es gibt keinen Grund zur Panik. Wir sind immer noch voll in der Spur. Aber verdammt aufpassen müssen wir schon.“

Orlando hatte die Partie mit 31:26 eröffnet und baute den Vorsprung sogar auf zehn Punkte aus. Aber Boston kam bis zur Halbzeit auf 47:51 heran und führte 2:24 Minuten vor dem Abpfiff sogar 85:78. Doch die Gäste ließen nicht nach, machten acht der letzten neun Punkte im Spiel und erzwangen die Verlängerung, in der Nelson mit zwei Dreiern binnen 60 Sekunden für die Vorentscheidung sorgte.

“Ich weiß nicht, ob die Spieler schon an die Lakers gedacht haben. Ich hoffe, dass das nicht der Grund für die Pleite war“, schimpfte Bostons Coach Doc Rivers. Meister Los Angeles Lakers hatte am Sonntag bei den Phoenix Suns eine 109:118-Auswärtsniederlage kassiert und liegt nur noch mit 2:1 in der Serie “best of seven“ vorn. Amare Stoudemire hatte mit 42 Punkten - 29 davon für die Suns allein in der zweiten Hälfte - einen persönlichen Playoff-Rekord erzielt. Phoenix- Spielmacher Steve Nash hatte zwar einen Nasenbeinbruch erlitten, rechnet aber trotzdem mit seinem Einsatz im vierten Match.

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