Froome gewinnt erste Pyrenäen-Etappe

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Chris Froome hat die erste Pyrenäen-Etappe der Tour de France für sich entschieden

Ax-3-Domaines - Der Brite Chris Froome hat die erste Pyrenäen-Etappe der 100. Tour de France gewonnen und ist ins Gelbe Trikot gefahren.

Top-Favorit Christopher Froome hat seinen Konkurrenten auf den Gesamtsieg bei der 100. Tour de France bereits auf der ersten schweren Bergetappe eine vernichtende Niederlage zugefügt. Der Kapitän des Sky-Teams gewann am Samstag souverän die 8. Etappe in den Pyrenäen und übernahm erstmals das Gelbe Trikot. Die Mitfavoriten um Alberto Contador und Cadel Evans brachen dagegen am Schlussanstieg nach Ax-3-Domaines reihenweise ein und mussten schwere Rückschläge einstecken.

„Meine Teamkollegen waren absolut fantastisch. Sie haben so hart gearbeitet, das wollte ich ihnen mit den Etappensieg zurückzahlen“, sagte der gebürtige Kenianer Froome, der im Ziel jubelnd beide Hände in die Höhe riss: „Jetzt müssen wir dieses Trikot verteidigen, wir haben noch zwei Wochen zu fahren.“

Die Entscheidung auf der 195 km langen Etappe mit Start in Castres fiel auf den finalen Kilometern. Nachdem Froomes Team Sky um Edelhelfer Richie Porte (Australien) das Tempo verschärft und die Gegner zermürbt hatte, zog der britische Vorjahreszweite an und nahm allen Konkurrenten erschreckend viel Zeit ab.

Contador verlor 1:45 Minuten und kam damit noch glimpflich davon, Evans kam gar mit einem Rückstand von 4:13 Minuten ins Ziel. Froome sorgte damit bereits früh für klare Verhältnisse, ihm dürfte sein erster Tour-Triumph in dieser Form kaum zu nehmen sein. „Es sieht gut aus für uns, aber es ist noch nicht vorbei“, sagte Porte.

Vom Geheimtipp zu einem ernsthaften Podestkandidaten entwickelte sich am Samstag der Kolumbianer Nairo Quintana. Der 23-Jährige vom Team Movistar attackierte auf dem schweren Anstieg zum 2001 m hohen Col de Pailheres, dem Dach der Tour, und war auf dem finalen Pass der letzte Fahrer, der Froome Paroli bieten konnte.

Der Sieger der Baskenland-Rundfahrt, der in seiner Heimat als legimiter Nachfolger der großen kolumbianischen Kletterer wie Lucho Herrera oder Fabio Parra gehandelt wird, belohnte sich für sein Engagement mit dem mit 5000 Euro dotierten Souvenir Henri Desgrange und übernahm zudem das Weiße Trikot des besten Jungprofis.

Den Großteil der Etappe hatte eine vierköpfige Ausreißergruppe bestimmt, zu der auch der bis dato letzte Etappensieger in Ax-3-Domaines, Christophe Riblon aus Frankreich (AG2R/2010), gehörte. Zwischenzeitlich fuhr das Quartett einen Vorsprung von rund neun Minuten heraus, Riblon wurde als letzter Flüchtling 31 km vor dem Ziel gestellt.

Die deutschen Profis spielten am Samstag nur eine Nebenrolle. Andre Greipel (Rostock/Lotto) gewann den Zwischensprint des Hauptfeldes vor Peter Sagan (Slowakei/Cannondale), verkürzte seinen Rückstand im Kampf um das Grüne Trikot aber nur marginal. Bester Deutscher im Ziel war Routinier Andreas Klöden (Mittweida/Radio Shack) als 28. mit exakt fünf Minuten Rückstand.

Am Sonntag steht bei der 9. Etappe die nächste Kletterpartie auf dem Programm. Ganze fünf Bergpässe sind auf den 168,5 km von Saint-Girons nach Bagneres-de-Bigorre zu überwinden, darunter vier der 1. Kategorie. Ein langes Einfahren wird es beim zweiten und letzten Pyrenäen-Teilstück wohl nicht geben.

dpa/SID

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