Box-K.o. beim ZDF

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Sebastian Zbik (r.) gegen Domenico Spada bei der Universum Champions Night in Magdeburg. Das ZDF wird zukünftig keine Kämpfe des Boxstalls mehr zeigen

Hamburg - Von August an gibt es im ZDF kein Profi-Boxen mehr zu sehen. Das stellt das größte deutsche Box-Unternehmen vor Probleme.

Der öffentlich-rechtliche Fernsehsender beendet die Zusammenarbeit mit der Hamburger Universum Box-Promotion zum 31. Juli dieses Jahres und will sich auch keinen anderen Faustkampf-Partner suchen. “Auf absehbare Zeit wird es kein Boxen mehr im ZDF geben“, sagte Chefredakteur Peter Frey am Donnerstag in Hamburg am Rande eines Pressetermins zur Übertragung der Fußball-Weltmeisterschaft.

Universum hatte auf eine Verlängerung des seit 2002 bestehenden TV-Vertrages gehofft. Zwar war das Ende der Zusammenarbeit bereits im vorigen Jahr angekündigt worden, doch der Hamburger Boxstall sah im Wechsel des Chefredakteurs beim Mainzer Sender von Nikolaus Brender zu Frey eine neue Verhandlungsposition. Die Hoffnung erfüllte sich jedoch nicht. Frey begründete den Rückzug mit begrenzten finanziellen Möglichkeiten.

Das ZDF soll dem größten deutschen Box-Unternehmen für jährlich 12 bis 15 Veranstaltungen bis zu 20 Millionen Euro gezahlt haben. Ohne Fernsehvertrag kann der Boxstall von Promoter Klaus-Peter Kohl seine Aktivitäten nicht in gewohntem Umfang fortsetzen. Angeblich soll der Privatsender RTL, der bereits die Kämpfe der Klitschko-Brüder zeigt, Interesse an Übertragungen mit ausgewählten Universum-Boxern haben. Kohl will künftig auf ein Netzwerk von Übertragungsmöglichkeiten zu setzen und schloss darin das Internet ein. “Wir werden andere Pakete zusammenstellen müssen“, sagte der 65 Jahre alte Hamburger Kaufmann.

Im Gegensatz zum ZDF hat die ARD ihren Fernsehvertrag mit dem Berliner Sauerland-Stall erst kürzlich bis 2015 verlängert. Das Unternehmen von Promoter Wilfried Sauerland soll jedoch erheblich weniger Geld erhalten, als es Universum vom ZDF bekam. “Wir brauchen ein bestimmtes Volumen, wenn wir Qualität liefern wollen. Darunter geht es nicht“, so Kohl. Er beteuerte, “nicht zu jeden Bedingungen“ einen TV-Vertrag abschließen zu wollen.

dpa

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