Bolt läuft Jahresbestzeit und hat noch nicht genug

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Usain Bolt (Mitte) gab mächtig Gas

Daegu/Hamburg - Olympiasieger Usain Bolt ist im WM-Stadion von 2011 so schnell wie noch nie über 100 Meter in die Saison gestartet. Fürs nächste Jahr hat er etwas ganz Besonderes geplant.

Der 23 Jahre alte Jamaikaner sprintete am Mittwoch beim World-Challenge-Meeting der Leichtathleten in Daegu/Südkorea in der Weltjahresbestzeit von 9,86 Sekunden zum Sieg. Damit blieb der Weltrekordler 9/100 Sekunden unter der bisherigen Saisonbestmarke des Amerikaners Ivory Williams. Bolts Landsmann Michael Frater war als Zweiter (10,15) chancenlos.

Spätestens bei seinem “Comeback“ 2011 im Daegu Stadium will Superstar Bolt seinen 100-Meter-Weltrekord (9,58 Sekunden) verbessern. “Mit großer Wahrscheinlichkeit werde ich im nächsten Jahr einen neuen Weltrekord aufstellen“, sagte der Jamaikaner nach seinem Sieg. “Das Rennen war wirklich wunderbar“, meinte Bolt nach seinem perfekten Saisonstart über die 100 Meter. “Das hat mir großen Spaß gemacht, und ich freue mich schon auf nächstes Jahr“, meinte der Olympiasieger und Weltmeister.

Für eine weitere Weltbestmarke hatte zuvor der Amerikaner David Oliver in 13,11 Sekunden über 110 Meter Hürden gesorgt. Als einzige Deutsche trug sich Hammerwerferin Betty Heidler in die Siegerlisten ein. Die WM-Zweite aus Frankfurt/Main gewann mit 75,28 Metern souverän vor der Russin Tatjana Lysenko (72,36). Dritte wurde Heidlers Vereinskollegin Katrin Klaas (72,12). Weltmeisterin Anita Wlodarczyk aus Polen musste sich als Vierte mit 71,86 wie schon beim Werfer- Meeting in Halle/Saale geschlagen geben. In Daegu finden im nächsten Jahr die Leichtathletik-Weltmeisterschaften statt.

In seinem 19. Finale über 100 Meter stahl “Blitz-Bolt“ wieder einmal allen die Schau. Praktisch bei Windstille (+ 0,1 m/Sek.) hatte der Weltrekordler zwar die zweitschlechteste Reaktionszeit, zündete dann aber den Turbo: Gleich 29/100 Sekunden nahm der schnellste Mann der Welt seinem Landsmann Frater ab. Seit 2007 rennt Bolt die kürzeste Sprintstrecke - noch nie ist er schneller als in 9,86 in die Saison gestartet. Am Pfingstsonntag läuft der Superstar von der Karibik-Insel beim Diamond-League-Meeting in Shanghai die 200 Meter.

In Doha hatte Stabhochspringerin Silke Spiegelburg zum Auftakt der Diamond League einen überraschenden Sieg (4,70 Meter) gefeiert, diesmal blieb die 24-Jährige aus Leverkusen gleich 20 Zentimeter unter ihrer Weltjahresbestmarke. Spiegelburg musste sich Platz drei mit der Amerikanerin Lacy Janson (beide 4,50) teilen. Die Russin Julia Golubtschikowa gewann mit 4,65 Metern vor der Olympia-Sechsten Carolin Hingst aus Mainz (4,50). Dritter wurde auch der Rostocker Speerwerfer Mark Frank (78,76).

dpa

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