Biathlet Peiffer: Überraschungssieg

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Arnd Peiffer lief auf Platz 1

Antholz - Arnd Peiffer hat den deutschen Biathleten den ersten Saison-Erfolg beschert.

Der 22 Jahre alte Harzer aus Clausthal-Zellerfeld nutzte am Samstag das Kaiserwetter beim Weltcup im Südtiroler Antholz zum zweiten Sprintsieg seiner Laufbahn. Mit fehlerfreiem Schießen und einer extrem schnellen Schlussrunde verwies er den Österreicher Dominik Landertinger mit sechs Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz. Das beste Saisonresultat für die deutschen Männer komplettierte auch ohne “Leitwolf“ Michael Greis der Oberhofer Christoph Stephan mit 15,1 Sekunden Rückstand auf Rang drei und Andreas Birnbacher (Schleching) auf Platz zehn.

“Das war ein perfektes Rennen. Heute hat alles zusammen gepasst“, sagte der wie immer sehr beherrscht wirkende Harzer aus der Oberhofer Trainingsgruppe von Mark Kirchner. Er hatte sich nach den vier “Fahrkarten“ im Einzelrennen am Donnerstag besonders aufs Schießen konzentriert. “Am Donnerstag war ich nicht hundertprozentig bei der Sache - und dann gibt's Fehler. Daraus habe ich gelernt“, erklärte Peiffer. “Ich habe mir das Rennen richtig eingeteilt, mir ein paar Körner für die Schlussrunde aufgehoben. Dazu kam der gute Ski und die nach oben zeigende Formkurve. Dann gelingt einem auch so eine prima letzte Runde“, beschrieb er sein Rennen. “Speziell für Olympia war es gut, dass wir zeigen konnten, was wir drauf haben. Das gibt weiteres Selbstvertrauen“, betonte Peiffer.

Dagegen war Christoph Stephan trotz seines besten Saison-Resultats nicht ganz zufrieden. “Natürlich ist das ein prima Ergebnis, doch es wäre mehr drin gewesen. Ich weiß jetzt aber, dass ich körperlich dazu in der Lage bin, auch wieder ganz vorn mitzumischen“, schätzte der Oberhofer ein, der bei der Skiauswahl nicht das glücklichste Händchen hatte.

“Unglaublich was speziell Arnd und Christoph heute geleistet haben. Ich hatte gehofft, dass wir die Top-Ten-Ränge angreifen könnten, doch nicht mit dem Superergebnis gerechnet. Die Burschen haben auch mich überrascht“, sagte Bundestrainer Frank Ullrich. Das zeige, dass der Formaufbau in die richtige Richtung gehe.

Während das bereits für Vancouver qualifizierte Trio sich eindrucksvoll in der Weltelite zurückmeldete, zeigten die drei anderen Olympia-Kandidaten Nerven. Michael Rösch (Altenberg) belegte mit drei Strafrunden Platz 27, der Oberhofer Alexander Wolf verfehlte zwei Scheiben und landete einen Platz dahinter. Für Junioren- Weltmeister Simon Schempp (Uhingen) reichte es mit zwei Fehlschüssen sogar nur zum 89. Platz. “Schade, doch morgen beim Verfolger haben 'Ebs' Rösch und 'Ali' Wolf die letzte Chance zur Normerfüllung. Da müssen sie locker bleiben und voll angreifen“, sagte Ullrich nach dem Sprint am Samstag. Schempp hat sich für das Rennen mit den besten 60 aus dem Sprint nicht qualifiziert.

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