Frust bei Meisterinnen

Ludwig/Walkenhorst jubeln über EM-Bronze

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Von links: Laura Ludwig, Stefanie Schwaiger und Kira Walkenhorst

Klagenfurt - Ludwig/Walkenhorst holen bei der Beach-EM Bronze. Für ihre nationalen Kontrahenten Holtwick/Semmler ist die Niederlage im kleinen Finale die zweite große Enttäuschung der Saison.

Grenzenloser Frust und überschäumender Jubel lagen bei den deutschen Beach-Girls in Klagenfurt nur wenige Meter auseinander. Die EM-Dritten Laura Ludwig und Kira Walkenhorst umarmten sich nach der Hitzeschlacht lange und innig. Katrin Holtwick und Ilka Semmler flüchteten als Verliererinnen des kleinen Finals bei der Beachvolleyball-Europameisterschaft schnell aus der brennenden Sonne. „Solch ein Spiel will man auf keinen Fall verlieren. Ein Turnier am letzten Tag mit zwei Niederlagen zu beenden, schlimmer geht es nicht“, kommentierte Semmler die verpasste Medaille.

Die deutschen Männer blieben komplett ohne Edelmetall. Keines der drei Teams schaffte es, im Viertelfinale ein Ticket für den Finaltag zu buchen. Jonas Erdmann und Kay Matysik, Lars Flüggen und Alexander Walkenhorst sowie Sebastian Dollinger und Stefan Windscheif müssen sich mit Platz fünf begnügen - die Erwartungen waren weit höher.

Für die zweimalige Europameisterin Ludwig, die mit Sara Goller 2008 und 2010 die kontinentale Meisterschaft schon gewonnen hatte, war das 2:0 (21:17, 21:18) im deutschen Duell um Platz drei gegen das Berliner Duo Holtwick/Ilka Semmler auch ein Prestige-Erfolg um die Vorherrschaft im deutschen Lager. „Die Freude bei uns ist riesengroß, das hat man nach dem Matchball ja deutlich gesehen“, sagte die 27 Jahre alte Olympia-Fünfte von London 2012. Bei der WM vor einem Monat in Polen war das in dieser Saison neu zusammengestellte Team Ludwig/Walkenhorst mit Rang fünf noch knapp an den Medaillenrängen vorbeigeschrammt. In Klagenfurt klappte es - 10 000 Euro gab's dazu.

„Nach dem Halbfinale haben wir uns superdoll geärgert, weil wir so viel falsch gemacht haben. Nun wollten wir es besser hinkriegen, das ist uns gelungen“, berichtete Ludwig. Beim 0:2 gegen die österreichischen Schwaiger-Schwestern, die später das Endspiel gegen Spanien mit 2:1 gewannen, waren die Hamburgerinnen klar unter ihren Möglichkeiten geblieben. Die 22-jährige Walkenhorst konnte ihre erste Medaille im Erwachsenenbereich lange gar nicht fassen: „Wir haben eine coole Woche mit Höhen und Tiefen erlebt, es hat super viel Spaß gemacht.“ Für Deutschlands Beachvolleyballer ist es die 28. Medaille in der 20-jährigen EM-Geschichte.

Letztlich entschieden bei extremen Wetterbedingungen in der gesamten EM-Woche - auf dem Center Court wurden 47 Grad gemessen - die größeren Reserven. „Nach einer schweren Woche beim Grand Slam in Los Angeles und bei dieser Hitze hat es am Ende nicht gereicht“, gestand Semmler. Die deutschen Meisterinnen unterlagen im Halbfinale den Spanierinnen Liliana/Baquerizo unerwartet deutlich mit 0:2. Damit endete die EM für die topgesetzten Holtwick/Semmler, 2010 Vizeeuropameisterinnen, als Vierte wieder mit einer Enttäuschung. Bei der WM war das Duo bereits in der ersten K.o.-Runde ausgeschieden.

Als letztes deutsches Männerteam schied das vorherige Überraschungsduo Flüggen/Walkenhorst (Berlin/Kiel) mit einem klaren 0:2 gegen die Spanier Herrera/Gavira aus. Die deutschen Meister Erdmann/Matysik aus Berlin scheiterten mit 0:2 (17:21, 14:21) an den Italienern Nicolai/Lupo, nachdem sie sich zuvor noch gegen die niederländischen Weltmeister Brouwer/Meeuwsen durchgesetzt hatten. Und Dollinger/Windscheif schieden im Viertelfinale gegen die Polen Fijalek/Prudel mit 1:2 aus.

dpa

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