Keine Titelverteidigung im eigenen Land

Basketball-EM: Spanien zerstört Frankreichs Traum

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Pau Gasol (M.) erzielte 40 Punkte gegen Frankreich.

Lille - Dank Pau Gasol darf Spanien vom EM-Triumph träumen. Frankreichs Basketballer verpassten dagegen die Titelverteidigung und den ersehnten Heimsieg.

Angeführt von einem überragenden Pau Gasol hat Spanien bei der Basketball-Europameisterschaft als erstes Team das Endspiel erreicht. In einem dramatischen Halbfinale setzten sich die Spanier am Donnerstagabend gegen Titelverteidiger Frankreich mit 80:75 (66:66, 32:33) nach Verlängerung durch und zerstörten die Träume der Gastgeber vom ersehnten Heim-Triumph.

Gasol führte die Spanier, die sich in der Vorrunde in Berlin nur knapp gegen Deutschland durchgesetzt hatten, mit 40 Punkten fast im Alleingang zum Sieg. Damit qualifizierte sich Spanien auch für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro im kommenden Jahr. Die am Boden zerstörten Franzosen, die in Nando de Colo und Nicolas Batum mit je 14 Zählern ihre besten Schützen hatten, müssen dagegen in eines von drei olympischen Qualifikationsturniere.

Spanien trifft im Finale am Sonntag (19.00 Uhr) auf den Gewinner des zweiten Halbfinals zwischen Serbien und Litauen. Beide Teams stehen sich an diesem Freitag (21.00 Uhr) in Lille gegenüber.

Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit setzten sich die Franzosen nach der Pause scheinbar vorentscheidend ab. Im Schlussviertel lagen Tony Parker und Co. bereits mit neun Punkten vorne (61:52). Doch die Spanier steckten nicht auf und drehten die Partie noch einmal herum. In der Verlängerung vollendete Gasol seine Galavorstellung, während Batum an der Freiwurflinie die Nerven versagten.

Zuvor hatten sich Griechenland und Italien jeweils einen Platz in einem von drei olympischen Qualifikationsturnieren gesichert. Die Griechen gewannen in der Platzierungsrunde gegen Lettland mit 97:90. Italien setzte sich gegen Tschechien mit 85:70 durch. Bei den drei Ausscheidungsturnieren Anfang Juli des kommenden Jahres wird jeweils ein Olympia-Ticket vergeben.

Lettland und Tschechien spielen nun an diesem Freitag den letzten europäischen Platz bei den drei Veranstaltungen aus. Die beiden EM-Finalisten sind direkt für Rio qualifiziert, die Teams auf den Rängen drei bis sieben bei den Qualifikationsturnieren dabei.

Deutschland war bereits in der EM-Vorrunde gescheitert. Der Deutsche Basketball Bund will sich aber um die Ausrichtung eines Quali-Turnieres bewerben und hätte dann ebenfalls noch eine Olympiachance.

dpa

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