Als erster Deutscher seit Boris Becker

Tennis-Sensation! Zverev gewinnt ATP-WM in London - Boris Becker adelt ihn mit diesen Worten

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Alexander Zverev hat sensationell die ATP-WM der Tennisprofis gewonnen.

Alexander Zverev hat sensationell die ATP-WM der Tennisprofis gewonnen. Im Finale von London zauberte er sich zum Sieg gegen Novak Djokovic.

Boris Becker adelt Zverev mit diesen Worten

Update vom 19. November, 8.00 Uhr: Deutschlands Tennis-Idol Boris Becker war nach dem Titel von Alexander Zverev (Alexander Zverev: Ist das die Freundin von Deutschlands heißestem Tennisprofi?, wie extratipp.com* berichtet) beim ATP-Saisonfinale in London tief beeindruckt. "Auf diesen Moment hat die ganze Tenniswelt gewartet", sagte Becker bei der BBC: "Jahrelang haben wir gesagt, das Tennis braucht neue Gesichter und starke neue Spieler. Er hat bewiesen, dass er der Beste der neuen Generation ist."

Zverevs Sieg über seinen früheren Schützling Novak Djokovic (6:4, 6:3) bezeichnete Becker als "große Überraschung". Zwar habe der 21-Jährige schon zuvor Djokovic und Federer in Masters-Endspielen geschlagen, aber "Novak und Roger nacheinander in einem der größten Turniere der Welt zu bezwingen, beweist ihm und der ganzen Welt, dass er der nächste Superstar wird."

Becker schwärmte auch von den Fähigkeiten seines Nachfolgers neben dem Platz. "Ein Deutscher mit Humor, der reden und über sich selbst lachen kann - ein Star ist angekommen", sagte der dreimalige Wimbledon-Sieger, auch mit Blick auf die launige Rede seines Landsmannes während der Siegerehrung in der o2-Arena.

Becker, der als Kommentator der BBC das Spiel verfolgte, hatte das ATP-Finale dreimal gewonnen - 1995 als letzter Deutscher, bis Zverev am Sonntagabend in London nachzog.

Ursprungs-Meldung: Zverev gewinnt ATP-Finale von London

London - Der 21-Jährige setzte sich am Sonntag im Finale in London gegen den serbischen Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic mit 6:4, 6:3 durch und holte damit beim Saisonabschluss der acht besten Spieler als erster Deutscher seit Boris Becker 1995 den Titel. Für Zverev ist es der größte Erfolg seiner noch jungen Karriere.

Im Halbfinale hatte Zverev bereits mit dem Sieg gegen Roger Federer für eine Überraschung gesorgt. Gegen Djokovic knüpfte er an diese starke Leistung an und gewann am Ende völlig verdient. Er ist erst der dritte Deutsche überhaupt, der das prestigeträchtige Turnier gewinnen konnte. Neben Becker war dies auch Michael Stich gelungen.

Alexander Zverev fällt nach Sieg im ATP-Finale von London zu Boden

Als er seinen zweiten Matchball nach 80 Minuten verwandelt hatte, ließ sich Zverev auf den blauen Untergrund fallen und schlug ungläubig die Hände vor sein Gesicht. Danach ging er in seine Box und fiel seinem Vater und seinem Coach Ivan Lendl um den Hals. Nachdem er bislang bei den Grand-Slam-Turnieren nicht hatte überzeugen konnte, zeigte Zverev es diesmal mit seinem Triumph allen Kritikern.

Alexander Zverev hat sensationell die ATP-WM der Tennisprofis gewonnen.

Nach den Pfiffen im Anschluss an das Spiel gegen Roger Federer wurde Zverev vor dem Finale mit freundlichem Applaus von den Zuschauern empfangen. Am Tag zuvor hatten zahlreiche Federer-Fans ihrem Unmut über das Aus des 37 Jahre alten Publikumslieblings freien Lauf gelassen. Zverev hatte im Tiebreak des zweiten Satzes einen Ballwechsel wiederholen lassen, weil ein Balljunge eine Ball fallengelassen hatte. Dass der deutsche Top-Spieler regelkonform gehandelt hatte, räumte später aber selbst Federer ein. „Pfiffe haben beim Tennis absolut nichts zu suchen“, sagte der Schweizer.

Beim Thema Sexappeal ist Alexander Zverev ganz vorne mit dabei

Zverev hatten die Vorfälle am Samstag deutlich mitgenommen, doch gegen Djokovic war die deutsche Nummer eins wieder voll da. Er spielte von Beginn an druckvoll und beeindruckte den Serben mit überragendem Grundlinien-Tennis. Da der 21-Jährige zudem wieder sehr gut aufschlug, konnte Djokovic nicht an seine starken Leistungen aus den bisherigen Partien in London anknüpfen. Zum 5:4 nahm Zverev dem fünfmaligen ATP-Finals-Champion das Service ab, nach 39 Minuten nutzte er seinen zweiten Satzball zum 6:4. Es war der erste Satzverlust für Djokovic im gesamten Turnierverlauf.

Auch im zweiten Abschnitt startete Zverev furios. Der Nummer fünf der Welt gelang sofort wieder ein Break, ein Raunen ging durch die O2-Arena. Doch dann wurde Zverev ein bisschen hektisch und musste ebenfalls sein Service abgeben. Allerdings dauerte die Schwächephase nicht lange. Zverev fing sich sofort wieder und schaffte ein weiteres Break. Damit war der Weg für den gebürtigen Hamburger frei. Djokovic verzweifelte am konstanten Spiel des Deutschen, der sich auf dem Weg zum größten Erfolg seiner Karriere nicht mehr aufhalten ließ.

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