DFB-Team weiter sieglos - 3:3 gegen Südkorea

Serge Gnabry (l) erkämpft sich vom Südkoreaner Changhoon Kwon den Ball. Foto: Jessica Santana
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Serge Gnabry (l) erkämpft sich vom Südkoreaner Changhoon Kwon den Ball. Foto: Jessica Santana
Hwang Heechan (l) erzielt den Treffer zum 1:0. Foto: Jessica Sanana
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Hwang Heechan (l) erzielt den Treffer zum 1:0. Foto: Jessica Sanana
Torschütze Heechan Hwang (r) und Teamkollege Heungmin Son jubeln über die südkoreanische Führung. Foto: Jessica Santana
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Torschütze Heechan Hwang (r) und Teamkollege Heungmin Son jubeln über die südkoreanische Führung. Foto: Jessica Santana
Der Südkoreaner Chang-Jin Moon (2.v.l.) wird von den deutschen Spielern gestellt. Foto: Jessica Santan
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Der Südkoreaner Chang-Jin Moon (2.v.l.) wird von den deutschen Spielern gestellt. Foto: Jessica Santan
Nach dem späten deutschen Ausgleichstreffer zum 3:3 hockt der Südkoreaner Heungmin Son auf dem Rasen. Foto: Jessica Santana
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Nach dem späten deutschen Ausgleichstreffer zum 3:3 hockt der Südkoreaner Heungmin Son auf dem Rasen. Foto: Jessica Santana

Die deutschen Fußballer bleiben im Rennen um einen Platz im olympischen Viertelfinale. Am letzten Vorrundenspieltag sind im Fernduell mit Mexiko und Südkorea vor allem Tore gefragt.

Salvador (dpa) - Mit einem Last-Minute-Treffer hat Serge Gnabry den deutschen Fußballern bei den Sommerspielen in Rio die Chance auf den Einzug ins Viertelfinale erhalten.

Der Profi vom FC Arsenal traf beim 3:3 (1:1) gegen Südkorea in der zweiten Minute der Nachspielzeit zum Ausgleich. Das DFB-Team wartet bei Olympia zwar weiter auf den ersten Sieg seit 28 Jahren, kann mit einem Kantersieg im Gruppenfinale gegen Fußball-Zwerg Fidschi aber noch aus eigener Kraft die K.o.-Runde erreichen.

Vor 18 000 Zuschauern in Salvador traf Gnabry am Sonntag gleich doppelt. In der 33. Minute hatte er bereits das zwischenzeitliche 1:1 besorgt. Den dritten Treffer steuerte Davie Selke (55.) bei. Für die Asiaten trafen Hwang Hee-Chan (25.), Son Heung-Min (57.) und Hyun Suk (87.). "Südkorea war ein starker Gegner. Wir haben Charakter gezeigt und gekämpft. Das 3:3 war verdient", sagte Gnabry im ZDF.

Vor dem Gruppenfinale am Mittwoch führen Mexiko und Südkorea mit jeweils vier Punkten die Tabelle in der Gruppe C an. Deutschland folgt mit zwei Zählern. Verliert ein Konkurrent im direkten Duell, genügt dem DFB-Team gegen Fidschi schon ein 1:0. Bei einem Remis zwischen den Rivalen müsste die Truppe von Trainer Horst Hrubesch mindestens fünf Tore schießen, um sicher weiterzukommen. "Wir wussten, dass es nicht leicht wird", sagte Hrubesch.

Dann wird wieder die Treffsicherheit von Gnabry gefragt sein, der wie erwartet für den an der Schulter verletzten Kapitän Leon Goretzka in die Startformation rückte. Ansonsten ließ Hrubesch seine Elf gegenüber dem 2:2 gegen Olympiasieger Mexiko unverändert.

Doch wie schon zum Auftakt fand die DFB-Auswahl nur schleppend in die Partie. Die erste Chance gehörte den Südkoreanern, den Schuss von Hwang konnte Torwart Timo Horn parieren. Nach 25 Minuten zielte der Stürmer von Red Bull Salzburg dann genauer: Sein Schuss aus spitzem Winkel schlug im langen Eck ein.

Erst nach dem Rückstand berappelten sich die DFB-Talente. Selke verzog zunächst knapp, dann durfte Gnabry seinen zweiten Turniertreffer bejubeln. Im Strafraum angespielt, schlenzte er den Ball gekonnt ins Eck.

Nun war die Hrubesch-Truppe am Drücker. Die Defensive stabilisierte sich, und in der Offensive wurde mit mehr Zug zum Tor agiert. Julian Brandt (37.) scheiterte mit einer Direktabnahme an Südkoreas Torwart Kim Dong-Jun, Linksverteidiger Lukas Klostermann (41.) traf nur das Außennetz.

Die zweite Hälfte begann mit einer Schrecksekunde. Horn vertändelte im eigenen Strafraum den Ball, bügelte seinen Fehler gegen Kwon Chang-Hoon aber selbst wieder aus. Ansonsten machte die DFB-Elf dort weiter, wo sie vor der Pause aufgehörte hatte. Nachdem Selke (52.) per Kopf noch die Führung vergeben hatte, machte es der Angreifer drei Minuten später besser: Mit einem gekonnten Lupfer traf der 21 Jahre alte Angreifer vom Bundesliga-Aufsteiger RB Leipzig zum 2:1.

Die Freude währte jedoch nur kurz. 120 Sekunden danach lag die deutsche Abwehr im Tiefschlaf und ermöglichte Son den schnellen Ausgleich. Der frühere Bundesligaprofi des Hamburger SV und von Bayer Leverkusen, der sein Geld mittlerweile in der Premier League bei Tottenham Hotspur verdient, hätte beinahe noch nachgelegt. Doch Horn parierte dieses Mal glänzend. In der Schlussphase überschlugen sich dann noch einmal die Ereignisse, ehe Gnabry mit einem abgefälschten Freistoß für das Happy End sorgte.

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