Melanie Abel und Sabrina Rohling gehören zum erweiterten U 18-Nationalkader

Zwei neue „Sternchen“ am Brettorfer Faustball-Himmel

Melanie Abel (l.) und Sabrina Rohling spielten sich in den Fokus der Nationaltrainer. ·

Brettorf - Von Michael HillerWaren es in der jüngsten Vergangenheit eher die männlichen Mannschaften des TV Brettorf, die für die ganz großen Schlagzeilen sorgten, so scheint sich das Blatt mittlerweile ein wenig gewendet zu haben. Schon in der vergangenen Hallensaison war es die weibliche U18, die sich als einzige Mannschaft des TVB für eine Deutsche Meisterschaft qualifizierte. Und schon bald könnten auch die Nationalspielerinnen in Brettorf in der Überzahl sein...

Mit Melanie Abel und Sabrina Rohling zählen zwei Spielerinnen aus der weiblichen A-Jugend des TV Brettorf zum erweiterten Kreis des U 18-Nationalteams. Der Einstand der beiden Brettorferinnen in der Mannschaft des Trainerduos Dorothee Schröder und Frank Laux hätte kaum besser sein können, denn sie gewannen das Turnier in Hannover gegen die etablierte Konkurrenz einiger Bundesligisten. „Damit hatten wir nie gerechnet“, sind die beiden 17-Jährigen rückblickend immer noch sehr überrascht.

Die neuen „Sternchen“ am Brettorfer Faustballhimmel sind sich nicht nur einig, wenn es um das Turnierfazit geht. Auch im „normalen“ Leben werden Sabrina Rohling und Melanie Abel, die sich als Nachbarn schon „aus dem Sandkasten“ kennen, von vielen Gemeinsamkeiten geprägt: Die Brettorferinnen sind gleich alt, absolvieren derzeit die gymnasiale Oberstufe, „büffeln“ nebenbei kräftig für den Führerschein und spielen seit ihrem fünften Lebensjahr Faustball. Was auch sonst? „Wenn man in Brettorf wohnt, spielt man eben Faustball“, lachen die beiden sympathischen Spielerinnen.

Unterschiede gibt es dann aber doch – und die sind auf dem Spielfeld relativ eindeutig zu erkennen: Während Sabrina Rohling als Angreiferin und Angabenschlägerin in erster Linie dafür da ist, um für Punkte zu sorgen, wird Melanie Abel als Abwehrspielerin gebraucht, damit der Gegner nicht zu Punkten kommt. Eine Kombination, die ihrem TV Brettorf in den vergangenen Jahren zu einer tollen Erfolgsgeschichte verhalf. In der C-Jugend gewannen sie mit den Brettorferinnen die Bronzemedaille auf der Deutschen Meisterschaft. „Das ist immer noch unser größter Erfolg“, erinnern sich die beiden Schülerinnen, zumal es für ihren Verein die erste Medaille im Mädchenbereich nach 17 Jahren war. In der zurückliegenden Hallensaison spielten sich die Brettorferinnen – mittlerweile als weibliche Jugend 18 – erneut ins Rampenlicht, als sie auf der DM-Endrunde den hervorragenden vierten Platz belegten.

Kein Wunder, dass unter diesen Umständen die Nationaltrainerin auf das Brettorfer Duo aufmerksam wurde und zur ersten Vorbereitungsmaßnahme für die Europameisterschaft (8. bis 10. Juli in Jona/Schweiz) nach Hannover einlud. „Wir wollen natürlich zum endgültigen Kader gehören und bei der EM dabei sein“, sagen Melanie Abel und Sabrina Rohling, sind sich andererseits aber – mal wieder – einig, „dass es sehr schwer wird“. Nur zehn Spielerinnen werden zum endgültigen Kader gehören, eine Entscheidung fällt nach einem weiteren Lehrgang in Käfertal am Himmelfahrtswochenende. Bis dahin wollen die TVB-Talente noch einige Extraeinheiten im Training schieben. Sollte es mit der Nominierung nicht klappen, wären die Brettorferinnen zwar enttäuscht, aber nicht am Boden zerstört. Denn mit ihrer Mannschaft haben sie noch genügend Ziele: „Eine weitere DM-Medaille mit Brettorf wäre für uns wertvoller als die Nationalmannschaft.“

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