Zoff zwischen Wildeshauser U23 und SV Baris

Arends nach 2:1 erleichtert, Caki wittert „Racheakt“

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Matchwinner: Timo Höfken.

Wildeshausen - So richtig freuen konnte sich Arend Arends über den achten Saisonsieg des Fußball-Kreisligisten VfL Wildeshausen II nicht. Zu sehr hatten den VfL-Coach die Begleiterscheinungen beim 2:1 (0:0) über den SV Baris mitgenommen.

Nach der Partie fertigte Schiedsrichter Burhanettin Akyol (TSV Ganderkesee) einen Sonderbericht an. „Ich hoffe, es passiert was – die Sache darf nicht im Sande verlaufen“, bekräftigte Arends, der den Gästen unterstellte, „kein Interesse an einem fairen Spiel“ gehabt zu haben: „Es darf nicht sein, dass meine Spieler Angst haben. Nach dem Abpfiff waren wir regelrecht erleichtert, dass es vorbei war.“ Dass es – wie bei den beiden Begegnungen in der Vorsaison auch – erneut hitzig zugehen würde, hatte Arends bereits vor dem Anstoß befürchtet.

Unterdessen witterte Baris-Trainer Önder Caki „einen Racheakt, dass sie uns schlecht darstellen“. Denn zwischen beiden Vereinen gebe es auch im Jugendbereich Probleme. „Das ist ein Unding! Deshalb werden wir künftig nicht mehr in Wildeshausen antreten, wenn das so weitergeht!“, schimpfte Caki und sprach von einer „Hetzkampagne“.

Sein Ärger galt jedoch vor allem Referee Akyol. „Er hat uns von Anfang an benachteiligt. Es ist doch klar, dass dann irgendwann Frust aufkommt“, ereiferte sich Caki. Unter anderem habe der Unparteiische seinem Team in der ersten Halbzeit zwei klare Foulelfmeter verwehrt. Außerdem hätte Carsten Niester wegen einer Notbremse die Rote Karte sehen müssen. Wie Arends bestätigte, hatte sein Keeper in der fraglichen Szene Glück gehabt, dass es Akyol bei einer Verwarnung beließ. Insgesamt zog der erfahrene Schiedsrichter neun Mal Gelb – vier Mal für Wildeshausen, fünf Mal für Baris – und ein Mal Rot für den Delmenhorster Serkan Mangal wegen Nachtretens gegen Bastian Flege (90.+2). „Total berechtigt“, wie selbst Önder Caki fand.

Zu der aufgeheizten Atmosphäre habe im Übrigen auch der VfL-Anhang beigetragen. „Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch wieder raus. Wenn die draußen den Mund halten, passiert gar nichts“, verteidigte Caki seine Crew. Dass Akyol anschließend einen Sonderbericht verfasste, sei „nur eine Ausrede für seine eigene miserable Leistung“.

Ach ja: Fußball gespielt wurde auch noch. In den ersten 45 Minuten boten die Krandel-Kicker „die schlechteste erste Halbzeit“ unter der Regie von Arends. „Wir sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen – das war sehr enttäuschend.“ Zudem scheiterte Norman Holzenkamp mit einem Foulelfmeter an Baris-Keeper Cevat Agri (38.).

Wesentlich verbessert kamen die Gastgeber aus der Pause und gingen durch Timo Höfken mit 1:0 in Führung (52.). Ein Missverständnis zwischen Torhüter Carsten Niester und Innenverteidiger Peter Schlüter nutzte Spejtim Mujaj zum 1:1 (80.). Kurz vor Schluss war es erneut Timo Höfken, der eine Flanke von Yannis Brockmann mit der Brust annahm und zum 2:1 traf (88.). „Das freut mich ungemein für den Jungen“, sagte Arends. Per Whatsapp hatte er dem Doppeltorschützen vor der Partie einen Treffer annonciert. „Dass es dann gleich zwei werden, ist natürlich klasse!“

mar

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