Jöckels Wunschkandidat wird Trainer des VfL Wildeshausen II / Brockmann zurück

Zimmermann macht’s

Bild
+
Jetzt hat es geklappt: Trainer Georg Zimmermann war frei für den VfL Wildeshausen II. Foto: Marquart

Wildeshausen – Das Interesse war groß. 27 Spieler des Kreisligisten VfL Wildeshausen II hatten sich am Mittwochabend im Krandel eingefunden, als ihnen Ottmar Jöckel ihren neuen Trainer vorstellte. „Das ist mehr als positiv“, sagt der VfL-Fußballabteilungsleiter. Überhaupt war Jöckel bester Stimmung. Hatte er in Georg Zimmermann doch seinen absoluten Wunschkandidaten für die Nachfolge von Mete Döner bekommen. Der bisherige Coach hatte den Posten Ende Mai abgegeben.

„Das passt! Ich bin überzeugt, dass wir den richtigen Trainer gefunden haben. Georg Zimmermann hat reichlich Erfahrung und hat überall, wo er gearbeitet hat, einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Und was ganz wichtig ist: Er ist in der Lage, junge Menschen weiterzubringen“, sagt Jöckel.

Der VfL-Fußballboss macht auch kein Geheimnis daraus, dass er bereits mehrfach versucht hatte, Zimmermann nach Wildeshausen zu locken. Bisher vergebens. Denn stets war der Harpstedter anderweitig gebunden. „Ich bin ein Mensch, der eine Sache gerne zu Ende bringen möchte“, erläutert Zimmermann. Nun war er frei.

Bis zu seinem Ausstieg im Dezember vergangenen Jahres hatte der B-Lizenzinhaber den TV Falkenburg trainiert. Seit Amtsantritt im Januar 2016 hatte er die Verjüngung des überalterten Kaders vorangetrieben und 2018 mit den „Falken“ den Wiederaufstieg in die Kreisliga geschafft. Auch den TV Dötlingen, wo er von 2011 bis 2015 tätig war, hatte der gebürtige Rheinländer in die Kreisliga geführt. Zudem erreichte er mit den Dötlingern zweimal in Folge das Kreispokalfinale.

Bei seinem neuen Verein wird es Zimmermanns Hauptaufgabe sein, „Zug in die U 23 zu bringen“, wie es Jöckel formuliert. Die VfL-Reserve hatte nach der Kreisliga-Rückkehr im vergangenen Jahr eine ordentliche Serie gespielt und belegte zum Zeitpunkt der Saisonunterbrechung den elften Tabellenplatz. „An erster Stelle steht, dass wir nichts mit dem Abstieg zu tun bekommen“, betont Zimmermann. Außerdem sieht er seine Crew als Bindeglied zwischen Jugend und erster Mannschaft. „Es wäre schön, wenn wir jedes Jahr ein, zwei Leute in den Landesliga-Kader bringen könnten“, wünscht sich Zimmermann.

Wie bei seinen vorherigen Stationen plant der 66-Jährige längerfristig. Er möchte etwas entwickeln. Kontinuität auf dem Trainerstuhl der Wildeshauser U 23 ist auch Jöckel sehr wichtig, nachdem Döner, Andree Höttges und Dirk Lenkeit zuletzt jeweils nur eine Saison blieben. Ein Zeitrahmen für Zimmermanns Engagement in der Kreisstadt ist nicht definiert. „Ich brauche kein Schriftstück“, sagt der Coach. So hat er es immer gehalten. „Es muss beiden Seiten Spaß machen. Wenn man sieht, dass es nicht mehr passt, redet man miteinander und trifft eine Entscheidung“, erklärt Zimmermann.

In der Hoffnung, dass die neue Saison im September beginnen kann, würde der Übungsleiter mit den Krandel-Kickern Ende Juli oder Anfang August die Vorbereitung aufnehmen. „Bis dahin haben wir vereinbart, dass wir uns regelmäßig dienstags treffen, um Sport zu treiben – Training kann man das unter den aktuellen Bedingungen ja nicht nennen“, sagt Zimmermann. Für jemanden, der sich selbst als fußballverrückt bezeichnet, dauert die nun schon fast drei Monate währende Pause „im Prinzip schon viel zu lange“. Andererseits findet er es aber auch „nicht verkehrt, Zeit zu haben, um die Mannschaft kennenzulernen, bevor es richtig losgeht“.

Zu Zimmermanns künftigem Aufgebot gehört dann auch ein Rückkehrer. „Yannis Brockmann wird wieder für uns spielen“, berichtet Jöckel. Der 26-Jährige hatte den VfL Wildeshausen im Sommer 2017 studienbedingt verlassen. Bis dahin gehörte der zweikampfstarke Mittelfeldspieler zu den Leistungsträgern der U 23 und sammelte auch Landesliga-Erfahrung im ersten VfL-Team.  mar

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Genua will wieder hoch hinaus

Genua will wieder hoch hinaus

50 Jahre Citroën SM

50 Jahre Citroën SM

Wie Sprachreisen in Corona-Zeiten ablaufen

Wie Sprachreisen in Corona-Zeiten ablaufen

Fotostrecke: Eigentor, Kampf und Jubel - Relegations-Remis rettet Werder!

Fotostrecke: Eigentor, Kampf und Jubel - Relegations-Remis rettet Werder!

Meistgelesene Artikel

Eze: Aus Chicago zum FC Hude

Eze: Aus Chicago zum FC Hude

Corona torpediert Colnrader Sause

Corona torpediert Colnrader Sause

Brinker will Landesliga splitten

Brinker will Landesliga splitten

Für Seibel schließt sich der Kreis

Für Seibel schließt sich der Kreis

Kommentare