Nach zwei Vizemeisterschaften plant Kreisligist Ahlhorner SV den großen Wurf

Zeyrek nimmt die Bezirksliga ins Visier

Schnell, ehrgeizig, bissig: Der Ex-Dötlinger Kevin Strumpski soll beim Ahlhorner SV die rechte Abwehrseite schließen. 
Foto: Marquart
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Schnell, ehrgeizig, bissig: Der Ex-Dötlinger Kevin Strumpski soll beim Ahlhorner SV die rechte Abwehrseite schließen. Foto: Marquart

Ahlhorn – Sein Abschied vom Ahlhorner SV war schon beschlossene Sache und öffentlich verkündet. „Ich wollte eigentlich aufhören, weil ich höherklassig trainieren möchte“, erzählt Servet Zeyrek. Nach eigenem Bekunden bekam der C-Lizenzinhaber tatsächlich einige Angebote, unter anderem aus Nordrhein-Westfalen und von einem Landesligisten. „Aber auch da hätte ich 80 Kilometer fahren müssen. Das ist im Moment nicht möglich, weil ich meinen Sohn unterstützen will, der seine zweite Gastronomie eröffnet hat“, erläutert der 46-Jährige. Stattdessen hängt er nun doch noch eine weitere, seine insgesamt dritte Saison beim Kreisligisten aus der Gemeinde Großenkneten dran. „Der Erfolg ist da, der Spaß am Fußball ist da – jetzt wollen wir den ASV noch ein Stück weiter nach vorne bringen und die Bezirksliga in Angriff nehmen“, begründet Zeyrek seinen Sinneswandel.

In der Spielzeit 2017/2018 wäre der Ahlhorner SV als Vorletzter eigentlich aus der Kreisliga abgestiegen, profitierte dann aber vom Rückzug des TSV Ippener. Zeyrek übernahm und führte den Club prompt zur Vizemeisterschaft. Auch in der aktuell unterbrochenen Saison rangiert seine Crew hinter den Überfliegern des SV Atlas II wieder auf Platz zwei. In der neuen Serie soll es dann mit dem ganz großen Wurf klappen.

Dazu hat sich der ASV personell etwas anders aufgestellt. Zeyreks bisheriger Co-Trainer Engin Akcay wird sich künftig um seine Vorstandsposten als Fußballobmann und Sportwart sowie das Marketing und Management kümmern. Die Aufgabe als Co-Trainer übernimmt Liridon Stublla. Der 27-jährige Mittelfeldspieler hatte vor rund zehn Monaten einen Totalschaden im Knie erlitten. „Liridon musste letzte Woche Donnerstag nochmal operiert werden – wir werden ihn langsam wieder aufbauen“, berichtet Zeyrek. Sobald er richtig fit ist, soll Stublla auch wieder spielen. „Das wird super harmonieren“, ist der ASV-Coach überzeugt.

Außerdem freut sich Zeyrek, dass sein Kapitän und Torjäger Stefan Rupprecht (33) noch eine weitere Saison dranhängt. „,Ruppi‘ ist ganz wichtig. Er ist mein verlängerter Arm auf dem Spielfeld, so etwas wie ein Co-Co-Trainer“, erläutert Zeyrek. Dagegen verabschiedet sich Mittelfeldspieler Andre Reimann (26) und kehrt nach nur einem Jahr zum Liga- und Gemeinde-Rivalen TSV Großenkneten zurück. Verteidiger Pierre Ritter (29), Angreifer Engin Arslan (25) sowie die Mittelfeldspieler Volkan Cabuk (26) und Dennis Reiter (26) wollen kürzertreten und spielen künftig für die ASV-Reserve in der 1. Kreisklasse.

Die Torwartroutiniers Frank Gerdes (40) und Alexander Lohrey (34) ziehen sich ebenfalls zurück. „Sie wollen aber beide im Notfall einspringen. Außerdem werden sie Dirk Graebner unterstützen“, erklärt Zeyrek. Torwarttrainer Graebner arbeitet künftig mit zwei blutjungen Keepern zusammen. Niklas Riecken (18) stammt aus dem eigenen Nachwuchs und absolvierte bereits drei Kreisliga-Einsätze. „Er hat Potenzial“, findet Zeyrek. Gleiches gilt für Phil Schütte. Der 18-Jährige stand zuletzt für die U 19 des BV Cloppenburg in der A-Junioren-Niedersachsenliga zwischen den Pfosten. „Phil war zweimal beim Training, und ich war sehr angetan. Er wird sich entwickeln“, ist Zeyrek sicher.

Neben Schlussmann Schütte ist sich der ASV noch mit zwei weiteren neuen Spielern einig geworden. Vom Kreisliga-Konkurrenten TV Dötlingen wechselt Kevin Strumpski (21) ins Hans-Jürgen-Beil-Stadion. „Kevin hat sehr viel Tempo, Ehrgeiz und Biss – jetzt wollen wir ihn auch fußballerisch noch weiter nach vorne bringen“, kündigt Zeyrek an. Er plant mit Strumpski auf der rechten Abwehrseite. Auf der linken Defensivposition soll zunächst einer spielen, der normalerweise ganz woanders zuhause ist: Allah Aid-Hamid (17). „Er ist eigentlich der geborene Zehner und hat einen guten linken Fuß“, sagt Zeyrek über das talentierte Ahlhorner Eigengewächs, das zuletzt für die A-Junioren der SG Großenkneten/Huntlosen am Ball war.

Während Zeyrek seinen Kader in der Offensive „brutal gut aufgestellt“ sieht, wünscht sich der Wildeshauser für die Defensive „noch einen Mega-Innenverteidiger, der dirigieren kann und ein gutes Stellungsspiel hat“. Denn auch der etatmäßige ASV-Abwehrchef Mirsad Stublla (32) fällt wegen einer Sprunggelenksverletzung noch länger aus. „Ansonsten haben wir eine tolle junge Mannschaft, mit der wir viel Spaß haben werden“, meint Zeyrek.  mar

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