Handball: TV Neerstedt zieht trotz klarer Testspielniederlage gegen Varel positive Erkenntnisse

Youngster nutzen ihre Chance

Jan Lehmkuhl hat das Vertrauen von Trainer Dag Rieken gerechtfertigt und erzielte im Testspiel gegen Varel drei Tore, eins davon per Siebenmeter.

Wildeshausen - NEERSTEDT (him) · „Die A-Jugendlichen haben ihre Sache auf alle Fälle gut gemacht!“ So lautete eine Erkenntnis, die Dag Rieken, Trainer des Handball-Oberligisten TV Neerstedt, am Donnerstagabend nach dem Testspiel gegen den Zweitligisten HSG Varel gewonnen hatte. Die Neerstedter verloren zwar in eigener Halle vor etwa 120 Zuschauern erwartet deutlich mit 26:38 (11:19), dennoch konnten sie gestärkt aus diesem Vergleich herausgehen.

„Für unsere Verhältnisse war das in Ordnung“, nickte auch TVN-Torhüter Maik Haverkamp. Seinem Trainer hatte dieses Spiel vor allem gezeigt, „dass wir für die Rückrunde einige Alternativen haben“. So kamen besonders die Youngster Hendrik Sander, Jan Lehmkuhl, Philipp Freese und Torge Stilke zu größeren Spielanteilen auf dem Feld, während A-Jugendkeeper Jaren Stilke in der letzten Viertelstunde einige Bälle hielt. Dieses Quintett wird Rieken während der Rückrunde verstärkt im Auge behalten. „Wir werden versuchen, die jungen Leute weiter einzubauen und im Hinblick auf die neue Saison alle zu halten“, blick Rieken voraus.

Gegen den Zweitligisten verkaufte sich der Tabellenvierte der Oberliga vor allem in den ersten zwölf Minuten sowie über weite Strecken der zweiten Halbzeit beachtlich. Dabei war beiden Mannschaften aufgrund der längeren Punktspielpause der „Sand im Getriebe“ deutlich anzumerken. Neerstedt ging durch Malte Kasper mit 1:0 in Führung und sollte auch bis zum 6:5 von Jan Lehmkuhl (8.) immer knapp vorne liegen. Dieses sollte jedoch auch schon das letzte Mal sein, dass sich der TVN über eine Führung freute. Lukas Kalafut sowie Stefan Czysz (2) trafen zum 6:8. In der 13. Minute langte dann auch der Ex-Neerstedter Tim Coors zum 7:9 erstmals zu und ließ im weiteren Verlauf noch fünf Tore folgen. Erfolgreichster Werfer der HSG war aber Jan Molsen. Mit bislang 97 Treffern auch in der Zweitligastatistik Varels erfolgreichster Spieler, kam der Rechtshänder am Donnerstag zu 11/3 Treffern.

Die Entscheidung zu Gunsten der Gäste bahnte sich an, als sie ihren Vorsprung auf 15:9 (24.) und 19:10 kurz vor der Pause ausbauten. In dieser Phase leisteten sich die Neerstedter zu viele vermeidbare Fehler im Abschluss. Außerdem stand mit Andre Seefeldt auf Vareler Seite mehrmals ein exzellenter Keeper im Weg.

Der zweite Abschnitt war dann lange Zeit ein offener Schlagabtausch, wobei Gäste-Trainer Peter Kalafut über weite Strecken überhaupt nicht zufrieden mit dem Auftritt seiner Truppe und häufig nur kopfschüttelnd auf der Bank zu sehen war. Seinen Unmut bekam zunächst Ersatztorhüter Nils Busch-mann zu spüren, der nach nur elfminütigem Kurzeinsatz das Feld wieder verlassen durfte, dann holte Kalafut nach noch kürzerer Spielzeit Renke Bitter, Bruder des Nationaltorwarts Johannes Bitter, zurück auf die Bank.

Hendrik Sander sorgte mit seinem dritten Treffer dafür, dass Neerstedt den Rückstand im Rahmen hielt (17:25/40.). Erst in den letzten acht Minuten erhöhte Varel noch einmal das Tempo und zog bis auf 38:25 davon. Mit Jahn Lehmkuhl war es einem der A-Jugendlichen vergönnt, den letzten Treffer des Spiels zu erzielen.

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