„Wollen vernünftigen Sport anbieten“

Deutsche Faustball-Liga verschiebt Saisonstart vorerst auf 12./13. Juni

Klaus Tabke, Faustballtrainer des Männer-Erstligisten TV Brettorf, verfolgt den Spielverlauf.
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Kann derzeit nur abwarten: Klaus Tabke, Faustballtrainer des Männer-Erstligisten TV Brettorf.

Brettorf/Ahlhorn – Es hatte sich abgezeichnet, nun gibt es Gewissheit: Das nach wie vor zu hohe Infektionsgeschehen lässt einen Saisonstart Ende Mai nicht zu. Deshalb konnte das Präsidium der Deutschen Faustball-Liga (DFBL) gar nicht anders, als den Bundesliga-Auftakt vorerst auf das Wochenende 12./13. Juni zu verschieben. „Das war nach der jetzigen Lage eigentlich auch abzusehen“, meint Klaus Tabke, der Trainer des Männer-Erstligisten TV Brettorf.

Um zeitnah auf mögliche Entwicklungen reagieren zu können, will die DFBL-Spitze künftig alle zwei Wochen zusammenkommen, das nächste Mal am 12. Mai. „Wir wollen damit dem Wunsch der Bundesligisten entsprechen, allen Teams mindestens vier Wochen Vorbereitungszeit vor dem ersten Spieltag einzuräumen“, erklärt DFBL-Präsident Ulrich Meiners. Das ist ganz in Tabkes Sinne. „Schließlich wollen wir vernünftigen Sport anbieten, wenn es wieder losgeht – und keinen Rumpelfaustball“, unterstreicht der 55-Jährige.

Während einige Bundesligisten das Training bereits wieder aufnehmen konnten, befinden sich andere weiterhin in der Warteschleife. „Die meisten Mannschaften haben gar nicht die Möglichkeit, geschlossen zu trainieren“, bestätigt Tabke. Dazu gehört auch seine Crew. Maximal zu zweit dürfen sich die Brettorfer derzeit in der Halle oder auf dem Sportplatz fit halten. Faustballspezifisches Training ist unter diesen Bedingungen nur eingeschränkt möglich.

Trotzdem nutzt der DM-Gastgeber jede sich bietende Gelegenheit. „Der Körper muss sich wieder an die Belastung und die Bewegungen mit Ball gewöhnen“, erläutert Tabke. Denn mittlerweile ist es fast ein Dreivierteljahr her, dass sein Team zuletzt unter Wettkampfbedingungen Faustball gespielt hat. Als warnendes Beispiel nennt er die österreichische Hallenserie: „Da sind ungewöhnlich viele Muskel- und Bänderverletzungen aufgetreten.“ Während die deutsche Hallenserie komplett abgesagt worden war, wurde in der Alpenrepublik gespielt.

Ob es hierzulande tatsächlich Mitte Juni losgehen kann – daran hat auch Tabke seine Zweifel. „Das ist schwer zu sagen. Wir müssen abwarten, wie sich die Situation entwickelt. So lange die Inzidenzzahlen über 100 liegen, werden die Maßnahmen nicht gelockert“, weiß der TVB-Coach. Aber natürlich wartet auch er sehnsüchtig darauf, „dass wir möglichst bald wieder unserer Leidenschaft nachgehen können“.

Selbst bei einer weiteren Verschiebung in den Juli hält die DFBL in allen Bundesligen zumindest noch eine einfache Spielrunde für möglich. „Daran wollen wir vorerst festhalten“, betont Präsident Meiners. Um Luft im Terminplan zu schaffen, hatte der Dachverband die diesjährigen Titelkämpfe der Frauen und Männer bereits um zwei Wochen nach hinten auf den 28. und 29. August verschoben.  ssp/mar

Neue DM-Chance für TSV Ötisheim

Für mehrere DM-Endrunden hat die Deutsche Faustball-Liga (DFBL) nun Ausrichter gefunden. Für die Feld-DM der weiblichen U 14 erhielt der TSV Essel den Zuschlag. Die DM der Männer 55 und Männer 60 übernimmt der TV Segnitz, wobei die Endrunde der Männer 60 um zwei Wochen auf das Wochenende 14./15. August verschoben worden ist. Die Frauen-DM in der Hallensaison 2023 wurde einstimmig an den TSV Ötisheim vergeben. Der Verein aus Baden-Württemberg wäre eigentlich Gastgeber der Titelkämpfe 2021 gewesen. Doch die für März geplante DM fiel Corona zum Opfer. ssp

Schrumpfkur für 2. Frauen-Bundesliga

Die Deutsche Faustball-Liga (DFBL) erwägt eine Neustrukturierung der 2. Bundesligen der Frauen. Ein entsprechendes Konzept hatte der Hauptausschuss Mitte April in Auftrag gegeben. In jeder der vier Zweitliga-Staffeln scheint eine Reduzierung auf sechs Mannschaften möglich zu sein. Nun sollen die Landesfachwarte und Vereine in die Beratungen einbezogen werden. ssp

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