25:30 gegen Schwanewede/Neuenkirchen

Wolken-Crew verliert Verfolgerduell

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Freie Wurfbahn: Neerstedts Rechtsaußen Marcel Reuter (l.) hat sich gegen HSG-Kreisläufer Fabian Hartwich durchgesetzt und erzielt den Treffer zum 7:11.

Neerstedt - Die sofortige Rückkehr in die Oberliga ist für den TV Neerstedt in weite Ferne gerückt. Die Grün-Weißen zogen im Verfolgerduell der Handball-Verbandsliga bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen mit 25:30 (13:15) den Kürzeren.

Das letzte Spiel des Jahres 2018 hatte Verbandsligist TV Neerstedt bekanntlich vor eigenem Anhang in den Sand gesetzt. Durch das 29:32 gegen den TuS Haren waren die von Björn Wolken trainierten Handballer aus der Gemeinde Dötlingen mit einem Drei-Punkte-Rückstand auf den Tabellenzweiten HSG Schwanewede/Neuenkirchen in die Weihnachtspause gegangen.

In der ersten Partie nach dem Jahreswechsel stand der direkte Vergleich mit dem Dauerrivalen an. Das Ziel der Neerstedter: Mit einem Sieg in der „Heidehölle“ wollte die Wolken-Crew verlorenen Boden gutmachen und in der Tabelle bis auf einen Zähler zum Team von HSG-Coach Andreas Szwalkiewicz aufschließen. Doch es kam anders. Durch das 25:30 (13:15) ist die sofortige Rückkehr in die Oberliga für die Grün-Weißen zunächst in weite Ferne gerückt. Nach 13 Spielen beträgt ihr Rückstand auf die Aufstiegsplätze fünf Punkte.

„Unsere Chancenauswertung war das Problem. Wir haben zu viel liegen gelassen - für ein Topspiel reicht es noch nicht ganz“, bilanzierte Björn Wolken. Gegen Schwanewedes Rückraumlinken Marc Blum habe die Absprache nicht gestimmt, nannte Wolken ein weiteres Manko.

Vor gut 500 Zuschauern gehörte die ersten Viertelstunde den Gastgebern. 11:6 hieß es nach 17 Minuten für die HSG. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten Blum und Mittelmann Niels Huckschlag insgesamt bereits siebenmal für die „Schwäne“ getroffen. Nach etwa 20 Minuten nahmen Mario Reiser und Andrej Kunz das Duo in kurze Deckung. Außerdem löste Kevin Pecht den bis dahin glücklosen Niklas Planck zwischen den Pfosten ab und hatte mit einigen Paraden seinen Anteil daran, dass die Gäste den Rückstand verringern konnten.

Spätestens nach dem Treffer zum 12:14 (26.) durch Linksaußen Florian Honschopp war die Hoffnung auf etwas Zählbares zurück bei den Gästen. Sogar der Anschlusstreffer war möglich. Doch Mario Reiser verfehlte mit seinem Versuch aus der eigenen Hälfte den verwaisten HSG-Kasten (27.). So ging es mit einer Zwei-Tore-Führung für die Hausherren in die Halbzeit. Den letzten Treffer in Durchgang eins verbuchte Julian Hoffmann. Neerstedts Kreisläufer hatte den starken HSG-Keeper Rene Steffens mit einem sehenswerten Dreher überlistet (30.).

Nach Wiederanpfiff war die HSG Schwanewede/Neuenkirchen wieder am Drücker. Sieben Tore betrug der Vorsprung der Gastgeber, als Tim Paltinat zum 23:16 (44.) eingenetzt hatte. 15 Sekunden vor der Schlusssirene zeichnete Mario Reiser mit seinem zehnten Treffer für den 25:30-Endstand verantwortlich.

Am kommenden Wochenende hat der TV Neerstedt spielfrei. Am Sonnabend, 26. Januar, 19.15 Uhr, steht für die Grün-Weißen beim Tabellenachten HSG Barnstorf/Diepholz II dann das nächste schwere Auswärtsspiel an. Ihre bisherigen zwölf Zähler hat die Barnstorfer Oberliga-Reserve allesamt vor eigenem Anhang geholt. Nur Spitzenreiter Elsflether TB konnte beim knappen 34:33 die Punkte aus der Mühlenkamphalle entführen. „Wir müssen jetzt unsere Hausaufgaben machen“, blickt Björn Wolken voraus: „Die Saison ist noch lang. Vielleicht bekommen wir am letzten Spieltag zuhause im Rückspiel gegen die HSG Schwanewede/Neuenkirchen ja doch noch unser Endspiel.“  

prü

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