Kläner und Johannes bei der Faustball-EM dabei / „Eine Ehre, Kapitän zu sein“

„Wir sind der Gejagte“

Der Countdown läuft: Am Freitag beginnt für Christian Kläner die Faustball-EM. ·
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Der Countdown läuft: Am Freitag beginnt für Christian Kläner die Faustball-EM. ·

Wildeshausen - Von Dennis SchottBRETTORF/SCHWEINFURT · Heute Abend wird es ernst. Dann nämlich kommt die Deutsche Faustball-Nationalmannschaft in Frammersbach zusammen, um sich den Feinschliff für die am Freitag beginnende Europameisterschaft in Schweinfurt zu holen. Zwei heimische Bundesligaspieler sind mittendrin: Christian Kläner vom TV Brettorf und Christoph Johannes vom Ahlhorner SV.

Als amtierender Weltmeister gehen die Gastgeber als klarer Favorit in das Turnier. „Wir sind der Gejagte“, weiß Kläner um die klare Ausgangsposition. Zumindest ist sie dies auf dem Papier. Denn in der Praxis stellte sich der Gewinn der EM für die Deutschen als besonderes Hindernis heraus. Der letzte Titel datiert aus dem Jahr 2000, seitdem sprangen zwei zweite und drei dritte Plätze heraus. Zum Vergleich: Von 1965 bis 1998, also über 30 Jahre, holten die Deutschen mit einer Ausnahme immer den EM-Titel. Eine besondere Motivation? „Ich bin genauso motiviert wie vor jeder anderen EM oder WM. Aber klar, es wäre mal wieder an der Zeit, die EM zu gewinnen“, sagt Christian Kläner, der zum ersten Mal die Kapitänsbinde tragen wird. „Es ist für mich eine große Ehre, die Mannschaft aufs Feld führen zu dürfen, ganz eindeutig“, sagt der Brettorfer. Ein Amt, das ihm nun mehr Verantwortung zuträgt, wobei er diese als Routinier auch in den vergangenen Jahren übernommen hat. „Es ist für mich keine besonders große Umstellung“, meint Kläner, der 2001 mit der U 18 die EM gewinnen konnte.

Damit dies auch mit der A-Mannschaft klappt, bittet Bundestrainer Olaf Neuenfeld morgen zum Testspiel gegen die Schweiz. „Wir wollen das Spiel nutzen, um noch einiges auszuprobieren und damit die Automatismen greifen“, erklärt der Zuspieler. Übrigens: Die Schweiz zählt neben Österreich zu den ärgsten Konkurrenten Deutschlands. Allerdings haben die Schweizer nach der WM einen Umbruch in der Defensivformation eingeleitet, und bei den Österreichern sind im Vergleich zur vergangenen WM zwei Angreifer nicht dabei. Die Deutschen treten jedoch annähernd mit der erfolgreichen WM-Formation auf. „Ich denke, dass der Titel zwischen der Schweiz, Österreich und uns entschieden wird“, sagt Kläner, der zum Auftakt gegen Italien ein klares 3:0 tippt.

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