Vor dem schweren Auswärtsspiel in Nordhorn steckt der VfL in einem Loch

„Wir kommen nicht aus Weicheihausen!“

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Maximilian Seidel (M.) hatte im Hinspiel gegen Nordhorns Niklas Fraatz (l.) einen schweren Stand.

Wildeshausen - Die Ausbeute kann sich für einen Aufsteiger sehen lassen: 35 Zähler haben die Landesliga-Fußballer des VfL Wildeshausen in den bisherigen 22 Saisonspielen gesammelt. „Wir können von Glück sagen, dass wir diese Punkte auf dem Konto haben. Aber das wird nicht reichen – wir müssen schon noch was holen“, meint VfL-Coach Marcel Bragula. Allerdings hat seine Crew in den nächsten Wochen „ein paar sportliche Aufgaben vor der Brust“. Die erste am Sonntag, 15 Uhr, bei Vorwärts Nordhorn.

Der Aufsteiger aus der Grafschaft Bentheim hatte die Krandel-Kicker zum Saisonauftakt mit 4:0 abgefertigt. Auch mit mehr als einem halben Jahr Abstand ist Bragula immer noch nachhaltig beeindruckt. „Das war der bislang stärkste Gegner. In der zweiten Halbzeit waren wir chancenlos“, erinnert er sich. Sollte die Mannschaft von Henning Schmidt ihr noch ausstehendes Nachholspiel gegen den SV Wilhelmshaven gewinnen, steigt sie womöglich sogar zur besten Hinrundenmannschaft auf. „Nordhorn hat die Chance oben anzugreifen und hat zurecht die Oberliga-Lizenz beantragt“, findet Bragula. Allerdings sei der Tabellensechste durchaus verwundbar. So wie beim 1:4 gegen Kickers Emden am vergangenen Mittwoch.

Nach ihrem Höhenflug befinden sich die Wildeshauser laut Bragula aktuell „in einem Loch“. Das kommt für ihn jedoch nicht überraschend: „Mal abgesehen von Sebastian Pundsack und Storven Bockhorn ist dieses Niveau für alle anderen Neuland.“ Trotzdem seien Spieler wie Alexander Kupka, Lukas Schneider, Lennart Flege sowie Jan und Ole Lehmkuhl stark beansprucht gewesen. „Da fehlen dann die Frische und die Handlungsschnelligkeit“, erläutert der Übungsleiter. Das jüngste 0:3 gegen Spitzenreiter SV Bad Rothenfelde untermauert seine These.

Es passt ins Bild, dass Bragula am Dienstag dieser Woche erstmals eine Übungseinheit absagen musste. „Es wären nur neun Mann dagewesen – die durchschnittliche Trainingsbeteiligung liegt bei 18 Leuten“, berichtet er. Alexander Kupka (Schulterverletzung), Janek Jacobs (Oberschenkelprobleme) und Jan Gusfeld-Ordemann (Sprunggelenksblessur) werden das Nordhorn-Spiel definitiv verpassen. Außerdem sorgt sich Bragula um die angeschlagenen Kai Meyer (Schienbein), Sascha Görke, Kevin Kari (beide Knie) und Maximilian Seidel (Oberschenkel).

Um aus dem Tief herauszukommen, versuchen Bragula und sein Trainerpartner Marco Elia die richtige Mischung aus Belastung und Regeneration zu finden. „Außerdem muss man sich etwas kleinere Ziele stecken und sagen: Wir fahren nach Nordhorn und wollen einen Punkt mitnehmen.“

Die positive Grundeinstellung und der Angriffswille des 41-Jährigen sind jedoch ungebrochen. „So lange Marco und ich Trainer sind, wird immer eine Mannschaft auf dem Platz stehen, die alles gibt“, verspricht Marcel Bragula. Und: „Es wird nicht geklagt, es wird gekämpft! Wir sind schließlich keine Lutscher. Wir kommen aus Wildeshausen und nicht aus Weicheihausen!“

mar

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