TV Brettorf will in Berlin aus eigener Kraft die DM-Qualifikation schaffen

„Wir gucken nur auf uns“

Wieder fit: Brettorfs Malte Hollmann hat seine Rückenprobleme überwunden. Foto: Mar

Brettorf/Ahlhorn - Vier von sechs Startplätzen bei der deutschen Faustball-Meisterschaft der Männer am 16. und 17. März in Mannheim sind vergeben. Während mit dem TSV Pfungstadt, dem TV Vaihingen/Enz und Ausrichter TV 1880 Käfertal die drei Teilnehmer aus der 1. Bundesliga Süd feststehen, hat in der Nordstaffel lediglich Spitzenreiter Ahlhorner SV das DM-Ticket sicher in der Tasche. Somit kommt es am letzten Spieltag zwischen den punktgleichen Mannschaften vom TV Brettorf, VfK 01 Berlin und VfL Kellinghusen zu einem Dreikampf um die beiden noch freien Plätze. Dabei treffen der Tabellendritte Berlin und die zweitplatzierten Brettorfer sogar im direkten Duell aufeinander. Für Spannung ist also gesorgt.

Die Ausgangslage ist klar: Der Sieger der Partie zwischen Berlin und Brettorf ist für die DM qualifiziert. Der Verlierer muss abwarten, wie die Begegnung zwischen dem TSV Hagen 1860 und dem VfL Kellinghusen ausgeht. Sollte der Tabellenvierte aus Schleswig-Holstein in Westfalen triumphieren, könnte er für die DM planen. Bei einer Niederlage wäre Kellinghusen aufgrund des schlechteren Satzverhältnisses draußen, und der Verlierer der Berlin-Begegnung in Mannheim dabei.

VfK 01 Berlin - TV Brettorf (Sonnabend, 16 Uhr/Hinspiel: 0:5): „Dass wir die Chance haben, uns mit unserer jungen Truppe für die DM zu qualifizieren, ist für mich schon fast eine Sensation. Vier von den Jungs haben in der letzten Hallensaison noch mit der A-Jugend das DM-Finale gespielt“, sagt Brettorfs Trainer Klaus Tabke. Er ist gespannt, wie seine Crew in der Hauptstadt mit dem selbstgemachten Druck umgeht. Denn so kurz vor dem Ziel wollen die Gäste natürlich auch den letzten Schritt machen. Dass sie den amtierenden deutschen Hallenmeister bezwingen können, haben sie eindrucksvoll beim 5:0 im Hinspiel unter Beweis gestellt. Allerdings fehlte damals aufseiten des VfK auch Weltmeister Lukas Schubert. „Wenn er mit aufläuft, wird es für uns natürlich schwerer“, meint Tabke. Die beengten Verhältnisse und der harte Boden in der Sporthalle am Steinplatz könnten ebenfalls zum Faktor werden. Hinzu kommt ein schmerzhafter Ausfall: Für Brettorfs Angreifer Vincent Neu ist die Hallensaison wegen eines Mittelhandbruchs gelaufen. „Dadurch fehlen unserem Spiel die verrückten Sachen“, bedauert Tabke. Neus Platz im Kader nimmt nun Erik Hollmann aus dem Zweitliga-Team ein. Nur gut also, dass Kapitän Malte Hollmann seine Rückenprobleme überwunden hat. „Die Bewegungen passen wieder viel besser“, atmet Tabke auf. Was zeitgleich in Hagen passiert, interessiert ihn erst einmal nicht. „Wir gucken nur auf uns. Damit sind wir bisher gut gefahren. Wir wollen die Quali aus eigener Kraft schaffen und nicht von der Schützenhilfe anderer profitieren. Wenn uns das gelingt, haben wir es auch verdient“, betont der TVB-Coach.

Ahlhorner SV - SV Armstorf (Sonnabend, 16 Uhr/Hinspiel: 5:3): Mit Blick auf den Saisonhöhepunkt in vier Wochen wollen die Ahlhorner kein Risiko eingehen und nach Möglichkeit auf die verletzten Christoph Johannes (Wade) und Tim Albrecht (Sprunggelenk) verzichten. Das Angriffsduo werden stattdessen Rafael Drenske und der A-Jugendliche Jan Hermes bilden. Die Mittelposition übernimmt wieder Paul Barklage. „Das lief zuletzt ganz gut“, sagt Spielertrainer Tim Albrecht. In der Abwehr bieten sich ihm „verschiedene Möglichkeiten“. Abschenken wird der Klassenprimus die Partie auf keinen Fall. „Unser letztes Heimspiel wollen wir natürlich gewinnen, um dann mit einem positiven Erlebnis nach Mannheim zu fahren“, unterstreicht Tim Albrecht. Auch Armstorf wird sich reinhängen, denn für die Mannen aus dem Landkreis Cuxhaven geht es um den Klassenerhalt. Schon beim knappen 3:5 im Hinspiel machte der Tabellenvorletzte dem Spitzenreiter das Leben schwer. „Deshalb wundert es mich, dass sie so weit unten stehen“, staunt Tim Albrecht.  mar

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