Ole Lehmkuhl und Nils Schlüter vertreten VfL in der eFootball-Landesliga

„Willkommene Abwechslung“

Aus der Übung: Die amtierenden Kreismeister Ole Lehmkuhl (l.) und Nils Schlüter vom VfL Wildeshausen starteten mit einer Niederlage in die eFootball-Landesliga. Foto: Pasker

Wildeshausen – Normalerweise hält Nils Schlüter beim VfL Wildeshausen IV in der 4. Kreisklasse den Laden dicht. Gelegentlich half der Defensivmann auch schon mal in der zweiten Mannschaft aus. Am Mittwochabend kam der 25-Jährige nun wie aus dem Nichts zu seinem Landesliga-Debüt. Wenn auch nicht auf dem grünen Rasen, sondern lediglich virtuell.

Denn aufgrund der Coronapandemie ruht der Spielbetrieb auch in der höchsten Klasse des Fußballbezirks Weser-Ems. Um die verhinderten Kicker bei Laune zu halten, organisierten der Bezirksvorsitzende Dieter Ohls und Staffelleiter Stefan Brinker kurzerhand eine eFootball-Serie, wie sie der Niedersächsische Fußballverband (NFV) bereits seit dem 4. April in der Oberliga Niedersachsen austragen lässt. „Das ist eine willkommene Abwechslung, auch wenn ich lieber selbst wieder auf dem Platz stehen würde. Aber zu einer Runde Fifa 20 sagt man nicht Nein“, freut sich Schlüter.

Während mit Ausnahme der FT Braunschweig sämtliche Oberligisten an der Konsole um Tore und Punkte zocken, beteiligen sich in der Landesliga lediglich sieben von 17 Teams an dem Wettbewerb. Die geringe Resonanz dürfte unter anderem auch auf die sehr kurz bemessene Anmeldefrist zurückzuführen sein.

Jede Partie besteht aus zwei Einzelspielen, in denen die Akteure im Eins-gegen-eins-Modus in einem Match von zweimal sechs Minuten Spieldauer gegeneinander antreten. Die Summe der beiden Begegnungen ergibt das Endergebnis.

Der VfL Wildeshausen schickte am ersten Spieltag neben Schlüter Ole Lehmkuhl ins Rennen. Die amtierenden eFootball-Kreismeister bekamen es zum Auftakt mit dem VfR Voxtrup zu tun. Schlüter ging als FC Barcelona im Duell mit Niklas Budde zweimal in Führung. Doch die vom VfR-Mittelfeldspieler gelenkten Portugiesen konterten jeweils, so dass es am Ende 2:2 hieß. Budde hatte während des Matches mit seiner extrem schlechten Internetverbindung zu kämpfen, was immer wieder zu Verzögerungen führte und auch seinen Gegner nervte. „Es hat aber trotzdem Spaß gemacht“, bilanzierte Schlüter.

Sein Partner Lehmkuhl (Frankreich) zog gegen Sami Harikou (Portugal) mit 2:4 den Kürzeren. Dabei hatte der Wildeshauser schnell mit 2:0 geführt, musste aber kurz vor der Pause den Anschlusstreffer hinnehmen. „Das war glücklich für ihn. Ich hätte deutlicher führen können“, meinte Lehmkuhl. Nach Wiederbeginn fand er dann nicht mehr ins Spiel und kassierte eine verdiente Niederlage, während sich die beiden 19-jährigen Voxtruper über ihren 6:4-Gesamtsieg freuen durften.

„Wir werden daraus lernen und beim nächsten Mal unser wahres Gesicht zeigen“, kündigte Lehmkuhl an. Am Sonnabend, 21. April, hat der VfL Wildeshausen spielfrei. Am Dienstag, 21. April, geht es dann gegen den SC Melle 03, der zum Auftakt aussetzen musste. „Auf jeden Fall werden wir besser vorbereitet sein – dann gewinnen wir auch“, versprach Schlüter. Denn seit dem NFV-eFootball-Cup im Januar hatten die beiden Wildeshauser nicht mehr gemeinsam an der Playstation trainiert.  mar

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