TV Brettorf fertigt MTV Hammah gestern Abend überraschend deutlich mit 5:0 ab

Willensstark: Tabke-Team nähert sich DM-Form

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Tobias Kläner (r.) schlug immer wieder auf Marco Isernhagen, die MTV-Schwachstelle. ·

Brettorf - Von Sven MarquartDie Erstliga-Faustballer des TV Brettorf haben im Kampf um die DM-Qualifikation gestern Abend ein ganz dickes Ausrufezeichen gesetzt: Die Mannschaft von Trainer Klaus Tabke fertigte den Mitkonkurrenten MTV Hammah vor heimischer Kulisse mit 5:0 (11:8, 11:8, 11:8, 11:9, 13:11) ab. Das Ergebnis mag in dieser Deutlichkeit überraschen, ist wegen der konzentrierten Brettorfer Vorstellung aber verdient.

Vor der Partie hatte Klaus Tabke betont, wie wichtig ein guter Start sei. Tobias Kläner begann jedoch erst einmal mit einer Fehlangabe. Trotzdem ließen die Gastgeber das Team von MTV-Coach Hans-Peter Gooßen überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Hammahs Angreifer Jan Heitmann und Björn Hoff hatten zwar vereinzelt gute Szenen, aber das waren nur Momentaufnahmen.

Die Brettorfer gewannen die ersten drei Sätze jeweils mit 11:8 und demonstrierten dabei wilde Entschlossenheit. „Wir wollten mit einer guten Mischung aus Biss und Lockerheit ins Spiel gehen, und das haben wir von der ersten bis zur letzten Minute rübergebracht“, erläuterte Tabke.

Nach der Pause schien sich das Blatt zu wenden, denn Hammah führte im vierten Satz schon mit 7:2. Bereits beim Stand von 2:5 überlegte Klaus Tabke, Jens von Seggern für Tobias Kläner einzuwechseln. Doch er entschied sich anders und hielt bis zum Schluss an seiner Startformation fest – der Erfolg sollte ihm Recht geben. Der TV Brettorf bog den Durchgang noch mit 11:9 um und machte nach Abwehr von drei Satzbällen den Sack mit 13:11 zu.

„Ein richtig geiles Spiel! Uns allen war bewusst, worum es geht“, freute sich Klaus Tabke. Seine Crew kommt langsam, aber sicher in DM-Form.

„Ich hätte nicht gedacht, dass es so deutlich ausgeht“, staunte Bundestrainer Olaf Neuenfeld, der dem „faustballverrücktesten Dorf Deutschlands“ gestern Abend mal wieder einen Besuch abstattete. „Die Sätze vier und fünf waren für Hammah eigentlich schon gewonnen – wer weiß, was dann noch möglich gewesen wäre?“ Doch auch dem 43-Jährigen war nicht verborgen geblieben, dass der TV Brettorf „vom Willen her deutlich stärker“ war.

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