Wildeshauserin siegt im O45-Doppel und wird Zweite im Mixed

„Punktspielverweigerin“ Grünewald holt DM-Titel

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Hatte Spaß und Erfolg bei der DM in Berlin: Sonja Grünewald.

Wildeshausen - Punktspiele bestreitet Sonja Grünewald schon seit einigen Jahren nicht mehr. „Dazu fehlt mir die Lust“, sagt das Badminton-Ass des SC Wildeshausen und lacht.

Der Spaßfaktor bei Meisterschaften ist um einiges höher – besonders, wenn man so erfolgreich ist wie die 46-Jährige: Am vergangenen Wochenende wurde Sonja Grünewald mit ihrer Partnerin Meike Mählhop vom TV Metjendorf in Berlin deutsche Meisterin im O45-Doppel. Zudem verpasste sie an der Seite von Ronald Glaschke (BG Neukölln) nur knapp den Titel im O45-Mixed.

Mit der Hundsmühlerin Meike Mählhop bildet Sonja Grünewald seit etwa sechs Jahren ein Doppel – inzwischen ist das Duo eingespielt. 2009 wurden sie sogar Vizeweltmeister im O40-Doppel. Bei den nationalen Titelkämpfen in der Hauptstadt waren Grünewald/Mählhop an Position zwei gesetzt. Nach einem Freilos in der ersten Runde trafen sie auf Tanja Eberl und Brigitte Menacher (TSV Neubiberg-Ottobrunn/1. BC Pfaffenhofen/Scheyern). Den ersten Satz gewannen Grünewald/Mählhop mit 21:9 und führten im zweiten Durchgang mit 9:1, als sich Brigitte Menacher verletzte und aufgeben musste. „Sie hat einen falschen Schritt gemacht und hatte anschließend Kniebeschwerden“, berichtete Sonja Grünewald.

Im Viertelfinale setzten sich Grünewald/Mählhop mit 21:5, 21:13 gegen Sigrid Bleymehl-Schley und Manuela Ritter (TuS Wiebelskirchen/1. Erfurter BV) durch. „Das war recht deutlich“, meinte die Wildeshauserin. Auch vor dem Halbfinale gegen Susanne Flür und Heike Voigt (BV RW Wesel/BC Remagen) hatte sie sich Siegchancen ausgerechnet. „Aber dass es so glatt läuft, habe ich nicht erwartet“, sagte sie nach dem 21:14, 21:13. Und auch im Endspiel gegen die topgesetzten Elke Cramer und Christine Skropke (TV Dillingen/SC Bayer Uerdingen) blieben Grünewald/Mählhop beim 21:15, 21:8 ohne Satzverlust und qualifizierten sich für die EM in Portugal. „Ob wir teilnehmen, ist aber noch offen“, sagte Sonja Grünewald.

Ihre „Ehe“ mit Mixed-Partner Ronald Glaschke hält ebenfalls schon seit sechs Jahren. „In den vergangenen fünf Jahren standen wir immer im Finale – zwei Mal haben wir gewonnen“, erzählte die Wildeshauserin. An Position zwei gesetzt, besiegten Grünewald/Glaschke zum Auftakt die Kombination Gerald Graap/Elke Bothe (SV Fun-Ball Dortelweil/SKV Büdesheim) mit 21:12, 21:18.

Im Viertelfinale wartete mit Grünewalds ehemaligem Vereinskollegen Sven Landwehr (1. Bremer BC) und dessen Partnerin Susanne Flür (BC RW Wesel) „eine echte Hürde“. Doch auch die übersprangen Grünewald/Glaschke – wenn auch knapp – mit 21:11, 9:21, 21:7. Durch ein ungefährdetes 21:11, 21:15 über Thomas Knaack/Ute Böttcher (BC „Smash“ Betzdorf/SG Dornheim) zogen sie ins Endspiel ein.

Im hart umkämpften Finale mussten sich Grünewald/Glaschke mit 17:21, 21:18, 19:21 Frank Schröder/Petra Mews (NTSV Strand 08/Ratzeburger SV) geschlagen geben. „Es war einfach eng – wir hätten genauso gut gewinnen können“, sagte Sonja Grünewald.mar

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