Wildeshauser „Vollblut-Fußballer“ scharren mit den Hufen – Obacht vor Schmidt

„Schnell Schalter umlegen“

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Ob im Mittelfeld oder in der Viererkette – Storven Bockhorn (links) gehörte in den vergangenen Wochen immer zu den besten Wildeshausern. Umso wichtiger für sein Team, dass der 29-Jährige nach seinem grippalen Infekt wieder fit ist.

Wildeshausen - Das letzte Landesliga-Spiel des VfL Wildeshausen liegt drei Wochen zurück – eine unerträglich lange Zeitspanne für Trainer Marcel Bragula. Wie ein Rennpferd vor dem Start in der Box scharrt er mit den Hufen. „Wir sind alle Vollblut-Fußballer. Daher war es schon eine Leidenszeit. Wir wollen auf dem Platz stehen, wollen dort weiter punkten.“ Das Ende der Durststrecke ist in Sicht: Am Sonntag um 15 Uhr können die Wildeshauser ihre Serie (seit vier Partien unbesiegt) gegen den TV Bunde ausbauen.

Dass die Gäste Landesliga spielen, hat zwei Hauptgründe. Erstens: Sie stiegen im Sommer als Dritter der Bezirksliga auf, weil Meister SV Concordia Ihrhove und Vizemeister SV BW Borssum verzichtet hatten. Der zweite Grund hat einen Namen: Eike-Tjark Schmidt. Der 20-Jährige schoss Bunde mit seinen aberwitzigen 45 Saisontoren fast im Alleingang auf den dritten Platz. Und Schmidt scheint auch Gefallen an der Landesliga gefunden zu haben. Am vergangenen Wochenende erzielte er das Siegtor beim 1:0 gegen den SV Bad Rothenfelde. Ein Resultat, das Bragula gemeinsam mit dem 2:2 gegen Lohne aufhorchen ließ. „Das waren Ergebnisse, die mich schon überrascht haben“, sagt der VfL-Coach: „Sie scheinen mächtig Aufwind zu haben.“

Bunde ist kein Team, das bisher die feine Klinge spielt. Vielmehr kommen die Ostfriesen über den Kampf ins Spiel, agieren körperlich robust. In der Offensive suchen sie bevorzugt den Weg über ihre schnellen Außenspieler.

Nur gut, dass Bragula und sein Trainer-Partner Marco Elia auf den Außenverteidiger-Positionen wieder mehrere Optionen haben: Jannik Wallner und Lukas Schneider sind aus dem Urlaub zurückkehrt. Auch Niklas Heinrich ist wieder dabei, genauso wie Storven Bockhorn (zuletzt Grippe). Dann hört es aber auf mit den guten VfL-Neuigkeiten. Kupkas Einsatz wackelt aufgrund einer Grippe, Sebastian Stuckenschmidt zog sich am Dienstag im Training einen Bänderriss zu, fällt damit sechs Wochen aus. Noch bitterer ist es bei Jan Gusfeld-Ordemann: Die Sprunggelenksverletzung beim Innenverteidiger-Hünen ist komplizierter als gedacht, „er wird uns über Monate fehlen“, sagt Bragula. Auch für Rene Tramitzke (Bänderdehnung im Knie) und Janek Jacobs (Aufbautraining nach Sprunggelenksverletzung) kommt das Bunde-Spiel zu früh.

Und dann gibt es ja auch noch den bereits angesprochenen dreiwöchigen Pflichtspiel-Entzug: „Man hat das im Training schon gemerkt“, gibt Bragula zu: „Der ein oder andere hat doch schneller gekeucht als normalerweise. Aber wir müssen jetzt einfach wieder den Schalter umlegen.“ Damit aus seinem Traum Realität wird: „Ich hoffe, dass es für uns ein goldener Oktober wird.“

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