Bezirksliga-Spitzenreiter kommt gegen ESV Wilhelsmhaven nicht über 1:1 hinaus

Wildeshauser Offensivspiel lahmt

Kein Durchkommen: Die VfL-Offensivabteilung um Michael Eberle (r.) enwickelte kaum Durchschlagskraft. Foto: Marquart

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Das war noch nicht meisterlich! Durch das magere 1:1 (0:0) gegen den Abstiegskandidaten ESV Wilhelmshaven ist das Polster von Spitzenreiter VfL Wildeshausen in der Fußball-Bezirksliga bei noch sechs ausstehenden Spielen auf acht Zähler geschrumpft. Verfolger TuS Obenstrohe hatte bereits am Freitag mit dem 2:1 beim SV Eintracht Wiefelstede seine Pflicht erfüllt.

„Das Ergebnis ist natürlich enttäuschend“, bekannte Marcel Bragula. „Aber man muss auch den Gegner loben, der nicht gespielt hat wie ein Drittletzter“, meinte der VfL-Coach. Es wurmte ihn jedoch zweifelsohne, dass seine Crew nach dem 1:1 gegen den TSV Abbehausen nun schon zum zweiten Mal in der Rückrunde zuhause zwei Punkte abgegeben hatte.

Vor allem offensiv ließen die Krandel-Kicker einige Wünsche offen. VfL-Sturmtank René Tramitzke, der beim 4:0 im Hinspiel drei Treffer erzielt hatte, blieb diesmal völlig wirkungslos und musste nach 67 Minuten für Lennart Feldhus Platz machen. Aber auch Michael Eberle und Robin Ramke waren weit von ihrer Bestform entfernt. Dagegen erledigte die Viererkette mit Jannik Wallner, Marius Krumland, Thorben Schütte und Lukas Schneider, der diesmal die Kapitänsbinde trug, die anfallenden Aufgaben souverän. Auch auf seine Doppelsechs mit Alexander Kupka und Christoph Stolle wollte Bragula nichts kommen lassen.

Gegen die wie erwartet sehr tief stehenden „Eisenbahner“ entwickelte sich von Beginn an eine überaus zähe Partie. Lediglich viermal wurde es im ersten Durchgang vor dem Kasten von ESV-Keeper Germain Boeke gefährlich. Zunächst zielte Kevin Kari knapp vorbei (4.). Dann wurde Ramke im Strafraum beim Schussversuch geblockt (25.). Einen Stolle-Freistoß verlängerte Schütte mit dem Kopf knapp über den Querbalken (34.). Und schließlich klärte Kevin Rohlfs bei einem Schneider-Eckball auf der Torlinie (36.). Auf der Gegenseite touchierte ein Freistoß von Lucas Janßen den Außenpfosten (40.).

Zu Beginn des zweiten Abschnitts häuften sich die Chancen auf Wildeshauser Seite. Doch Stolle (58.), Schütte (59./61.), Ramke und Seidel im Nachschuss (66.) schafften es nicht, den Ball im Tor unterzubringen. Ein schöner Spielzug brachte dann aber doch die verdiente Führung: Seidel schickte Ramke auf dem rechten Flügel. Dieser legte zurück auf Seidel, der eiskalt zum 1:0 vollstreckte (68.). Damit schien die Partie den erwarteten Ausgang zu nehmen.

Ramke hätte für die Entscheidung sorgen können. Doch er beförderte die Hereingabe von Eberle genau in die Arme des schon am Boden liegenden Boeke (80.). Stattdessen fing sich der Tabellenführer tatsächlich noch den Ausgleich. Mohammed Hammoud zog aus etwa 18 Metern ab und traf rechts unten zum 1:1 (84.). Der Ball war zwar etwas seltsam aufgesprungen, trotzdem hätte ihn Felix Dittrich halten müssen. Der VfL-Keeper wurde im Dauerregen kaum beschäftigt und hatte es somit schwer auf Betriebstemperatur zu kommen. So schoss er kurz nach Wiederbeginn Tim Janßen an und hatte mächtig Glück, dass der Abpraller knapp über sein Gehäuse strich (48.). Allerdings klärte er auch stark per Fußabwehr gegen ESV-Torjäger Nayil Nalbant (70.).

„Wir haben jetzt einen Tag Zeit zum Regenerieren“, sagte Bragula mit Blick auf das anstehende Derby gegen den SV Tur Abdin Delmenhorst (Dienstag, 30. April, 19 Uhr). „Da müssen wir offensiv dann wieder eine Schippe drauflegen.“

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