Wildeshauser Marcel Hesselmann trifft mit dem VfL Oythe auf seinen Ex-Verein

„Ich freue mich darauf, mal wieder im Krandel zu spielen“

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Der Wildeshauser Marcel Hesselmann kommt mit dem VfL Oythe in den Krandel.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Seine fußballerische Laufbahn begann Marcel Hesselmann einst beim SV Grün-Weiß Kleinenkneten. Doch schon bald darauf wechselte der Verteidiger zum Nachbarn VfL Wildeshausen, dessen Trikot der 22-Jährige dann bis zum Ende der Saison 2014/2015 ununterbrochen trug.

Im Sommer vergangenen Jahres wechselte der Student des Wirtschaftsingenieurwesens vom damaligen Bezirksligisten zum VfL Oythe in die Landesliga. Am Sonntag, 14 Uhr, kehrt der Wildeshauser als Spieler des Vizemeisters in den Krandel zurück, wo er auf viele alte Bekannte treffen wird – so es die Platzverhältnisse zulassen.

Herr Hesselmann, Sie waren am vergangenen Donnerstag Augenzeuge beim Wildeshauser 5:0 gegen den SV Brake. Hatte Sie Ihr Trainer Josef Vornhagen mit einem Spionageauftrag entsandt?

Marcel Hesselmann: Nein, wir trainieren dienstags, mittwochs und freitags. Deshalb hat es mit dem Zugucken ganz gut gepasst. Unser Trainer hat Wildeshausen in der laufenden Saison auch schon ein paar Mal gesehen – da muss ich nicht groß was sagen. Aber sicher wird er mich vor dem Spiel nochmal fragen, wer dabei ist und wer nicht.

Was ist Ihnen während des Brake-Spiels aufgefallen?

Marcel Bragula und Marco Elia stellen die Jungs taktisch sehr gut ein.

Sie haben mit einem Großteil der jetzigen Wildeshauser Mannschaft noch zusammengespielt, bis Sie vor anderthalb Jahren zum VfL Oythe gewechselt sind. Was hat sich seitdem verändert?

Vom Hörensagen habe ich mitbekommen, dass sich ganz viel verändert hat. Unter Marcel Bragula und Marco Elia soll das Training viel intensiver sein. Sie sind sehr gut ausgebildet und investieren viel Zeit, mit Gegner- und Videoanalyse.

Nach Ihrem Wechsel waren Sie häufig als Zuschauer im Krandel. Am Sonntag kehren Sie erstmals als Spieler zurück, und zwar als Gegner des VfL Wildeshausen. Ein komisches Gefühl?

Komisch würde ich nicht sagen. Ich freue mich darauf, mal wieder im Krandel spielen zu können.

Was erwarten Sie für ein Spiel?

Ein sehr ausgeglichenes. Es wird auf jeden Fall eng. Wildeshausen ist durch das 5:0 gegen Brake wieder in der Spur, und wir finden auch langsam zu unserer Form zurück. Details könnten entscheiden.

Haben Sie noch Kontakt zu den alten Mitspielern?

Ja, sehr guten sogar. Mit Jannik Wallner, Tobi Düser, Lukas Schneider, Sascha Görke und Rene Tramitzke bin ich im Pfingstclub „La Schickeria“. Aber auch mit vielen anderen bin ich sehr gut befreundet.

Laufen Wetten für das Spiel am Sonntag?

Da ist noch nichts gekommen. Ansonsten habe ich mit Janek Jacobs noch eine Saisonwette, wer von uns beiden mehr Tore schießt (aktuell warten beide noch auf ihren ersten Treffer, Anm. d. Redaktion).

Was trauen Sie dem VfL Wildeshausen in dieser Saison zu?

Schwer zu sagen. Ich hoffe, dass der Klassenerhalt drin ist. Die Liga ist sehr ausgeglichen und wird bis zum Ende sehr eng bleiben.

Sie sind mit dem VfL Oythe als Vizemeister gestartet und hatten sicher ambitionierte Ziele. Aber dann setzte es zum Auftakt vier Niederlagen in Folge, und Sie fanden sich auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Was waren die Ursachen?

Die Vorbereitung verlief vielleicht schon zu gut. Und dann haben wir gleich das erste Spiel in Bersenbrück mit 0:5 verloren. Dann kamen die ersten Verletzten, und irgendwann verliert man das Selbstvertrauen…

Inzwischen läuft es etwas besser. Oythe ist Elfter. Kommt jetzt die große Aufholjagd?

Dazu müssten wir eine Serie starten. Aber bisher haben wir noch keine zwei, drei Spiele am Stück gewonnen.

Neun Punkte Rückstand auf Tabellenführer TuS Bersenbrück sind nicht so viel. Kann Ihre Mannschaft noch mal oben angreifen?

Wenn wir gut aus der Winterpause kommen, ist noch einiges drin. Vor der Saison hatten wir uns ziemlich aus dem Fenster gelehnt. Deshalb bin ich vorsichtig mit der Einschätzung. Wir dürfen den Anschluss nicht verlieren, sollten aber erstmal genügend Punkte zwischen uns und die Abstiegsränge bringen.

Nach dem Karriereende von Abwehrchef Daniel Pasker und dem verletzungsbedingten Ausfall von Jan Gusfeld-Ordemann haben beim VfL Wildeshausen zuletzt die Mittelfeldspieler Storven Bockhorn und Alexander Kupka in der Innenverteidigung ausgeholfen. Marcel Bragula und Marco Elia würden Sie sicher mit offenen Armen empfangen...

Das kann sein. Aber ich habe immer deutlich gesagt, dass ich mich in Oythe sehr wohl fühle. Da sind super Leute, und das Klima ist vergleichbar mit dem in Wildeshausen. Ich sehe da keinen Handlungsbedarf.

Aber könnten Sie sich denn grundsätzlich eine Rückkehr zum VfL Wildeshausen vorstellen?

Ich würde niemals nie sagen. Irgendwann würde ich sicher gerne mal wieder in Wildeshausen spielen. Allerdings hängt auch viel von meiner beruflichen Perspektive ab.

Ihr Tipp für Sonntag?

Ich hoffe auf den besseren Ausgang für uns und werde alles dafür geben. Ich hoffe, dass wir hinten die Null verteidigen können und wir vorne eins schießen.

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