Wildeshauser Landesliga-Fußballer verlieren mit 1:3 beim SC Melle 03

„Selbst ein Loch geschaufelt“

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Eine erste Halbzeit, die Fragen aufwirft. „Vielleicht müssen wir in unserer Spielvorbereitung bei Auswärtsbegegnungen etwas verändern“, sagte Wildeshausens Trainer Marcel Bragula nach der 1:3-Niederlage beim SC Melle 03.

Wildeshausen - Es war gar nicht mal das nackte Ergebnis, das Marcel Bragula sauer aufstieß. Rückschläge in Form von Niederlagen werde es für seinen Landesliga-Aufsteiger schließlich immer mal wieder geben, meinte der Fußball-Trainer des VfL Wildeshausen.

Viel mehr ärgerte sich Bragula über die Herangehensweise beim 1:3 (0:1) beim SC Melle 03: „Unsere Führungsspieler müssen eine gewisse Konstanz reinkriegen“, kritisierte der VfL-Trainer: „Es bringt uns nichts, wenn der eine oder andere alle zwei, drei Wochen ein Feuerwerk abbrennt. Wir brauchen Kontinuität.“ In Melle habe sich sein Team „selbst ein Loch geschaufelt“.

Vor allem die ersten 45 Minuten waren Bragula ein Dorn im Auge. „Wir wirkten nicht frisch“, sagte der Trainer, der in der Anfangsphase einige Unzulänglichkeiten im Wildeshauser Spiel ausmachte: „Die Arbeit gegen den Ball war nicht gut, wir waren nicht kompakt. Die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen war zu groß. Außerdem haben wir die nötige Aggressivität vermissen lassen“ Rundum sei es „die schlechteste Halbzeit“ in dieser Saison gewesen.

Bei dieser Gemengelage war das Pausenergebnis von 0:1 noch das Positivste für die Gäste. Und auch diesen Rückstand hatten sich die Wildeshauser selbst zuzuschreiben. Nach einem Meller Eckball klärte Storven Bockhorn nicht energisch genug – Melles aufgerückter Verteidiger Manuel Stegmann war der Nutznießer und erzielte sein erstes Saisontor.

Ob in der Gäste-Kabine die Wände während der Halbzeitansprache wackelten, ist nicht überliefert. Jedenfalls stand im zweiten Durchgang ein „anderes Wildeshauser Team“ (Bragula) auf dem Platz. Auch wenn sich das zunächst nicht im Ergebnis widerspiegelte. Per stark ausgespieltem Konter über Matthias Strehl erhöhte David Liegmann auf 2:0 (51.). Doch die Wildeshauser Köpfe blieben oben, sie suchten ihr Heil in der Offensive und wurden dafür in der 59. Minuten belohnt: Über Alexander Kupka und Janek Jacobs landete der Ball bei Maximilian Seidel. Und der 20-Jährige blieb cool, verkürzte auf 1:2. „Danach waren wir am Drücker“, berichtete Bragula. Doch Melles Keeper Florian Munz parierte zunächst einen Kopfball von Jan Lehmkuhl, dann klärte er einen Schuss von Ole Lehmkuhl. Auch Melle hatte Kontermöglichkeiten gegen die nun hoch stehenden Gäste. Letztlich dauerte es aber bis zur Nachspielzeit, als SC-Goalgetter Ustim Schröder mit dem 3:1 alles klar machte.

„Gegen so eine Mannschaft wie Melle reicht eben nicht eine gute Halbzeit“, sagte Bragula: „In den ersten 45 Minuten war ich von meinem Team enttäuscht.“

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