Doppelpacks von Schröder, Eberle, Feldhus und Seidel zum Bezirkspokal-Start

Wildeshauser Dominanz beim 8:0

Kommt ein Eberle geflogen: Wildeshausens Michael Eberle (Mitte, hier gegen Ganderkesees Steffen Knese, rechts) traf gestern doppelt und bereitete zwei Tore vor. Foto: ck

Ganderkesee - Von Cord Krüger. Viel hätte nicht gefehlt, und der VfL Wildeshausen hätte gestern beim TSV Ganderkesee zweistellig gewonnen. Doch darüber sah VfL-Trainer Marcel Bragula nach dem eindrucksvollen 8:0 (4:0)-Pflichtspiel-Start seines Landesliga-Aufsteigers im Erstrundenduell des Fußball-Bezirkspokals beim TSV Ganderkesee großzügig hinweg. Denn natürlich war ihm nicht entgangen, dass sein Team überaus variabel, konditionell stark und gierig bis zum Schlusspfiff agierte: „Ich kann feststellen, dass die Mannschaft fit ist. Wir haben Ball und Gegner, immerhin einen guten Kreisligisten und Kreispokalsieger, bei dieser Hitze 90 Minuten laufen lassen“, lobte der B-Lizenz-Inhaber.

Sein Ganderkeseer Kollege Stephan Schüttel war trotz der deutlichen Schlappe nicht unzufrieden: „Unsere Personalnot zieht sich schon durch die gesamte Vorbereitung. Wir wollten heute sehen, ob die Jungs in der Lage sind, 90 Minuten diszipliniert gegenzuhalten. Das haben sie geschafft.“

Doch so richtig befreien konnten sich die Gastgeber zu keiner Zeit. Nach gerade mal 185 Sekunden hätte es 1:0 für Wildeshausen stehen müssen, doch Elias Schröder drosch die Kugel nach Kopfball-Ablage von Lennart Feldhus an den Innenpfosten. Aber schon nach dem nächsten guten Angriff jubelte Schröder, als er nach einer scharfen Linkshereingabe von Michael Eberle den Fuß nur noch hinhalten musste (13.). Kurz darauf prüfte Maximilian Seidel per Kopf TSV-Schlussmann Nils Jonasson (15.). Der VfL agierte drückend überlegen, Ganderkesee kam in den ersten 20 Minuten nur zu drei Entlastungsangriffen – allesamt keine Gefahr für Torwart-Neuzugang David Lohmann in seinem ersten Pflichtspiel für Wildeshausen.

Beim 2:0 tauschten Vorbereiter und Torschütze des 1:0 die Rollen: Schröder setzte sich stark auf der linken Seite durch, passte in die Mitte zu Eberle – und der fand im zweiten Versuch die freie Flugbahn des Balls ins lange Eck (21.). Danach ließ der VfL ein wenig abreißen, machte das Spiel nicht mehr so breit und probierte es zu oft mit langen Bällen. „Versucht, zwischen die Ketten zu kommen“, forderte Bragula seine Männer auf. Alexander Dreher hatte genau zugehört, schickte Seidel, der zog nach innen und legte quer zu Feldhus für dessen 3:0 (40.). Und auch hier revanchierte sich der Torschütze wenig später beim Vorbereiter, als Feldhus Seidel per Rechtspass von der Grundlinie das 4:0 auflegte (44.).

Im zweiten Durchgang sahen die knapp 100 Zuschauer dieselbe Dominanz: Vier Minuten nach Wiederanpfiff setzte Eberle eine Direktabnahme knapp zu hoch an, anschließend köpfte Feldhus nach Eberles Linksflanke an den Querbalken (53.) – und eine Minute später stand es 5:0: Eberle setzte sich stark auf der linken Seite durch, übersprang eine Grätsche, passte zurück zu Schröder – und der markierte aus vollem Lauf seinen zweiten Treffer. „In dieser Form ist Michael jemand, den ich gegen jede Mannschaft reinwerfen kann“, lobte Bragula seinen Offensiv-Wirbler. Und über Youngster Schröder kam er ins Grübeln: „Der Junge ist erst 18. Eigentlich wollten wir ihn behutsam aufbauen, aber nach Leistungen wie heute und in der Vorbereitung müssen wir ihn ja fast jedes Mal bringen.“

Im weiteren Verlauf der einseitigen Partie vollstreckte Feldhus einen von Noah Meißner an Dreher verschuldeten Foulelfmeter zum 6:0 (70.), und Seidel servierte nach feinem Dribbling vorbei an vier Ganderkeseern Eberle das 7:0 (75.). Am Ende durfte wieder Seidel netzen – nach Pass von Feldhus schloss er ins lange Eck ab (84.).

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