Wildeshauser ist beim VfL Oythe inzwischen eine feste Größe

Marcel Hesselmann beweist Landesliga-Format

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Mit 18 Saisontreffern ist Dennis Brode (l.) aktuell die Nummer zwei der Landesliga-Torjägerliste. Doch beim 4:0-Erfolg des VfL Oythe bekam der Angreifer von Tabellenführer TuS Lingen gegen den Ex-Wildeshauser Marcel Hesselmann (r.) keinen Stich.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Den Namen seines Informanten möchte Josef Vornhagen nicht verraten. „Aber für den Tipp kann ich mich nur bedanken“, sagt der Trainer des Fußball-Landesligisten VfL Oythe. Auf Empfehlung des Ungenannten beobachtete er Marcel Hesselmann und lud den Abwehrspieler des Bezirksligisten VfL Wildeshausen zum Probetraining ein. „Da hat Marcel einen tollen Eindruck hinterlassen“, schwärmt Vornhagen, und nun, ein gutes halbes Jahr später, ist klar: „Er hat auf alle Fälle Landesliga-Format.“

„Das Niveau ist ein ganzes Stück höher, aber ich bin besser reingekommen als erwartet“, berichtet Marcel Hesselmann. Bereits zum Saisonauftakt gegen Aufsteiger Kickers Wahnbek (4:0) gehörte er zur Startformation. Von den bisherigen 18 Saisonpartien bestritt er 17; 15 davon über die volle Spielzeit, zwei Mal wurde er eingewechselt.

Lediglich beim 0:4 in Bad Rothenfelde schmorte Hesselmann 90 Minuten auf der Ersatzbank. Coach Vornhagen war mit seiner Leistung beim vorangegangen 1:3 gegen den FC Schüttorf 09 nicht zufrieden. Doch inzwischen zählt der 21-Jährige beim Tabellenvierten zum Stammpersonal, stand in 1432 von 1620 möglichen Spielminuten auf dem Platz – nur vier Teamkollegen kommen auf mehr Einsatzzeit.

Anfangs experimentierte Josef Vornhagen mit Marcel Hesselmann als Rechtsverteidiger und im defensiven Mittelfeld. „Aber als Innenverteidiger ist er am stärksten“, hat er Übungsleiter erkannt und beorderte Marcel Hesselmann neben Kapitän Fabian Meyer in die Abwehrzentrale. „Mittlerweile harmonieren wir ganz gut“, findet der Wildeshauser, der in Bremen Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Bester Beleg: Der VfL Oythe hat erst 15 Gegentreffer kassiert – Ligabestwert.

„Man kann sich 100-prozentig auf Marcel verlassen“, erklärt Josef Vornhagen. „Er ist kopfballstark, gut am Mann und sehr wachsam.“ Und sogar torgefährlich. Beim 6:0 gegen den SC Türkgücü Osnabrück traf Hesselmann mit einem Sonntagsschuss zum 2:0. „Da habe ich einfach mal draufgehalten“, erzählt der Defensivspezialist. Außerdem schob er beim SV Holthausen-Biene nach einer Brustablage von Fabian Meyer zum 3:1-Schlusspunkt ein.

„Ich hätte ihn gern weiter im Team gehabt, schließlich ist er bei uns groß geworden. Jetzt verfolge ich interessiert, wie er in der Landesliga Fuß gefasst hat“, sagt Marcel Bragula, der Trainer des VfL Wildeshausen.

Die alten Mitspieler, zu denen Hesselmann immer noch engen Kontakt hält, versuchen immer wieder im Spaß, ihn zur Rückkehr zu bewegen. „Aber sie wissen, dass ich mich in Oythe wohl fühle – ich bin jedenfalls froh, dass ich diesen Schritt gemacht habe“, betont Marcel Hesselmann.

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