Wildeshausens Vielspieler ist studiumsbedingt eingeschränkt – Lösung ist in Sicht

„Flex-Modell“ für Schneider

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Lukas Schneider (rechts) harmonierte gegen den TV Bunde prächtig mit Janek Jacobs (Mitte). „Ich kenne seine Laufwege, kann mich deshalb noch mehr offensiv einschalten“, erklärt Schneider.

Wildeshausen - Lukas Schneider ist so etwas wie der VW Käfer unter den Landesliga-Fußballern beim VfL Wildeshausen. Er läuft und läuft und läuft. Der Linksverteidiger hat in dieser Saison noch keine Minute verpasst. Aufgrund seines athletischen Spiels ist der Käfer-Vergleich jedoch kaum haltbar. Wie er die Außenbahn nach vorne und hinten beackert, scheint er mindestens mit einem Porsche-Aggregat motorisiert zu sein. Umso bitterer, wenn er aufgrund seines Studiums bald nicht mehr mitwirken könnte. „Es sieht aber ganz gut aus, dass wir ihn nicht verlieren“, beruhigt VfL-Trainer Marcel Bragula.

Darum geht es: Schneider hat gerade seinen Master-Studiengang (Wirtschaftsingenieurwesen) an der Fachhochschule Steinfurt, einem Ableger der Universität Münster, begonnen. Unter der Woche kann er deshalb nicht in Wildeshausen trainieren. Dabei sind regelmäßige Team-Einheiten selbstverständlich unabdingbar auf diesem Niveau – meint auch Bragula: „Du kannst nicht von montags bis freitags studieren und dann am Wochenende Landesliga spielen. Da kannst du noch so stark sein, das kannst du knicken. Wir müssen da eine Lösung finden.“

Heißt konkret: Schneider soll sich einen Verein (mindestens Bezirksliga) in der Nähe seines Studienortes suchen, bei dem er sich unter der Woche fithält. Freitags zum Wildeshauser Abschlusstraining wird es für Schneider höchstwahrscheinlich eh meistens reichen. „Ich habe mich schon einmal schlau gemacht“, sagt der 24-Jährige bezüglich einer Vereinssuche: „Noch habe ich nichts fix gemacht. Aber ich werde mich darum kümmern.“

Denn der Verteidiger möchte weiterhin mit an der Wildeshauser Erfolgsstory schreiben. Elf Punkte nach sieben Spielen können sich schließlich für einen Aufsteiger sehen lassen. Auch wenn Schneider zugibt, dass sein Team in den ersten spielen eine „Eingewöhnungszeit“ gebraucht habe. Seit fünf Liga-Partien ist der VfL nun aber ungeschlagen, fing sich in diesem Zeitraum lediglich vier Gegentore.

Auch ein Verdienst von Schneider, der aber ebenfalls Dampf nach vorne macht. Vor allem beim jüngsten 3:2-Erfolg gegen Bunde war er Bestandteil eines extrem gefährlichen Linksaußen-Tandems mit Janek Jacobs. Es war nichts davon zu merken, dass Jacobs erst zum zweiten Mal in dieser Landesliga-Saison auf dem Platz stand. „Ich bin es halt gewohnt, mit Janek zu spielen“, sagt Schneider: „Ich kenne seine Laufwege, kann mich deshalb noch mehr offensiv einschalten.“ Allerdings funktioniere auch die Abstimmung mit Ole Lehmkuhl oder Sebastian Bröcker (Schneider: „Ich kenne Sebi schon seit der Jugend“) bestens.

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