Wildeshausens Mitaufsteiger hat hohe Ansprüche / Janek Jacobs fällt aus

Bragulas Brake-Bezwingern ist vor Bersenbrück nicht bange

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Janek Jacobs (r.) fällt mit einer Oberschenkelzerrung aus.

Wildeshausen - Genüsslich nippte Sebastian Pundsack auf dem Weg in die Kabine an einem Pappbecher mit Glühwein. „Darauf hatte ich jetzt richtig Bock“, sagte der Torhüter des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen. Das Heißgetränk direkt nach dem Abpfiff hatte durchaus seine Berechtigung. Denn an dem nasskalten Novemberabend bekam der VfL-Keeper beim 5:0 im Nachholspiel gegen den SV Brake kaum etwas zu tun. Pundsack war lediglich im ersten Durchgang zwei Mal ernsthaft gefordert. Ansonsten wurden die Braker allenfalls bei Standards in Ansätzen gefährlich. Das wird am Sonntag ab 14 Uhr wahrscheinlich ganz anders aussehen. Im Auswärtsspiel beim TuS Bersenbrück dürften Pundsacks Handschuhe glühen.

Während es für die Krandel-Kicker einzig und allein um den Klassenerhalt geht, hat Mitaufsteiger Bersenbrück wesentlich höhere Ansprüche. Die Mannschaft von Trainer Farhat Dahech spazierte in der vergangenen Saison überlegen durch die Bezirksliga V. Satte 24 Zähler betrug der Vorsprung des Meisters auf Verfolger VfR Voxtrup. Und die Landesliga könnte nur eine Durchgangsstation werden, denn auch in der sechsthöchsten Spielklasse führt der TuS Bersenbrück schon wieder die Tabelle an.

Nach dem Aufstieg haben die finanzkräftigen Gastgeber personell noch einmal nachgelegt und sich unter anderem mit den Ex-Profis Emil Jula (Energie Cottbus, MSV Duisburg) und Henning Grieneisen (VfL Osnabrück, Werder Bremen II) verstärkt. „Die pumpen da ganz schön was rein. Das ist legitim, aber unsere Philosophie ist eine andere“, sagt VfL-Coach Marcel Bragula, der auch nach dem Aufstieg vorwiegend auf Eigengewächse setzt. Bersenbrück sei enorm spielstark und habe „überhaupt keine Schwachstelle“, berichtet Bragula. Zentrale Figur sei der 35-jährige Jula. Der Rumäne hat wie sein Teamkollege Max Tolischus bereits sieben Saisontreffer erzielt.

Doch Bangemachen, gilt nicht. Als Vollblutfußballer wird Bragula „wahnsinnig, wenn Bundesligisten nach München fahren und schon vorher nur über die Höhe der Niederlage faseln“. Seine Mannschaft sei am Hastruper Weg krasser Außenseiter, keine Frage. „Aber wenn wir so spielen wie in der guten zweiten Halbzeit gegen Brake, Kampf und Leidenschaft in die Waagschale werfen, wollen wir doch mal gucken, ob wir was mitnehmen können. Vorher zu kapitulieren, entspricht überhaupt nicht unserer Mentalität.“

Bedingt durch die englischen Wochen mit den beiden Nachholspielen gegen Brake und den SV Wilhelmshaven (Mittwoch, 18. November, 20 Uhr), müssen Bragula und sein Trainerpartner Marco Elia die Belastung ihrer Spieler vorsichtig dosieren. Das Abschlusstraining kam deshalb lediglich einem „lockeren Aufgalopp“ gleich. Spielzüge, Standards, ein paar Passformen – mehr ist da nicht drin. „Aber die Mannschaft ist fit. Gegenüber Brake hatten wir einen deutlichen Konditionsvorteil und konnten in der zweiten Halbzeit sogar noch zulegen“, freut sich Bragula.

Muskuläre Probleme bleiben trotzdem nicht aus. So musste Flügelstürmer Janek Jacobs am Donnerstag bereits nach 16 Minuten mit einer Oberschenkelzerrung passen und dürfte ein bis zwei Wochen ausfallen. „Das ist ärgerlich“, findet Bragula. In etwa genauso lange wird Jannik Wallner fehlen. Glücklicherweise entpuppte sich die Bänderverletzung des Außenverteidigers als nicht so schwerwiegend. Mittelfeldspieler Jan Lehmkuhl kann in Bersenbrück nach abgesessener Gelbsperre wieder mitmischen.

mar

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