Wildeshausens Landesliga-Frischlinge fahren selbstbewusst zum Liga-Urgestein / Feldhus fraglich

Mit Schwung zum SC Melle 03

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War was? Wildeshausens Janek Jacobs (am Ball) war die wochenlange Spielpause bei seinem Comeback gegen Bunde in keiner Weise anzumerken.

Wildeshausen - Die Fußball-Serientäter aus Wildeshausen haben noch lange nicht genug. Angestachelt durch die jüngsten Erfolge, vor allem durch den Last-Minute-Sieg gegen Bunde, fährt das Team vom Trainerduo Marcel Bragula/Marco Elia mit einem Bus voller Selbstvertrauen in den Landkreis Osnabrück. Die Landesliga-Frischlinge treffen dort auf ein Liga-Urgestein: den SC Melle 03 (morgen, 15.30 Uhr). „Wir wollen auch von dort etwas mitnehmen“, kündigt Bragula die Marschroute an.

Seit 2009 sind die Meller in der Klasse dabei, schlossen dabei die Saison nie schlechter als auf Platz sieben ab. In die Runde 2015/16 legte das Team von Trainer Roland Twyrdy (Ex-Zweitligaprofi beim VfL Osnabrück) einen Kickstart hin, blieb die ersten fünf Spieltage ungeschlagen. Melles Offensivakteur Ali Ahmet (seit zehn Jahren im Verein) sprach nach dem Super-Auftakt gar von einem möglichen Aufstieg. Zu früh gefreut? Zumindest stottert der SC-Motor derzeit. Zuletzt blieben die Meller drei Spiele in Folge sieglos, mussten am vergangenen Wochenende im Derby gegen den SV Bad Rohenfelde die erste Liga-Pleite (1:3) einstecken.

Diametral verläuft Wildeshausens Formkurve. Seit fünf Liga-Partien sind die Krandelkicker mittlerweile unbesiegt. Daher verwundert es nicht, wenn Bragula sagt: „Die Stimmung ist gut, alle sind gut drauf. Wir wollen diesen Schwung jetzt mitnehmen und weiter punkten.“

Um sich kein Gegentor zu fangen, sollten die neuntplatzierten Wildeshauser vor allem ein Meller Trio nicht aus den Augen verlieren. Ustim Schröder (sechs Tore), Ahmet (3) und Neuzugang Matthias Strehl (3) erzielten zusammen zwölf der insgesamt 14 Meller Saisontreffer. Während Ahmets Spezialgebiet die Freistöße sind, fühlt sich Schröder in der Box am wohlsten. Der bullige 1,90-Meter-Mann ist ein typischer Strafraumstürmer, der seinen Bewegungsradius ansonsten auf ein Minimum reduziert. Im defensivem Mittelfeld ist Kapitän Lukas Kleine-Kalmer die ordnende Hand, in der letzten Kette verteidigten zuletzt meistens Jannik Reineke, Manuel Stegmann, Veith Strickrock und Konstantin Strohmeyer. Und das erfolgreich: Melle hat bisher die wenigsten Tore (neun) der Liga kassiert.

Da wäre es hilfreich, wenn Wildeshausens Keilstürmer Lennart Feldhus mit an Bord wäre. Allerdings zog sich der 1,95-Meter-Hüne am Dienstag im Training eine Oberschenkel-Zerrung zu, Einsatz ungewiss. Ein Nicht-Mitwirken wäre eine Schwächung, schließlich zeigte Feldhus nicht zuletzt mit seinem Tor und einer Vorlage beim 3:2-Erfolg gegen Bunde, „dass er sich bei uns im Funkkreis angemeldet hat“. Bragula meint die Ruckzuck-Integration Feldhus‘, der vor der Saison vom Kreisligisten Munderloh kam.

Sicher nicht dabei in Melle sind Rene Tramitzke (Bänderdehnung im Knie), Jan Gusfeld-Ordemann (Sprunggelenksverletzung) und Sebastian Stuckenschmidt (Bänderriss). Und wie schaut‘s bei Flügelflitzer Janek Jacobs aus? Der 21-Jährige war maßgeblich an der erfolgreichen Aufholjagd gegen Bunde beteiligt, obwohl er zuvor fünf Wochen nicht gespielt hatte. Bragula mahnt zur Contenance: „Ein Startelfeinsatz käme zu früh.“ Nur gut, dass Jacobs bewiesen hat, keine Eingewöhnungszeit zu brauchen.

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