Wildeshausens Aushilfstorhüter Uwe Vossel patzt beim 2:4 gegen TV Dötlingen

„Die drei Dinger haben uns das Genick gebrochen“

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Schiedsrichter Jörn Peters zeigt Dötlingens Torhüter Hendrik Schulz die Rote Karte.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Der Notfall kam schneller als erwartet. Weil dem Fußball-Kreisligisten VfL Wildeshausen II in Florian Rohe (Urlaub), Nikolai Koch (verletzt) und Harm-Aike Hollmann (Rotsperre) gleich drei Torhüter fehlten, stellte sich spontan Uwe Vossel zur Verfügung. Der 30-Jährige hatte erst vor wenigen Wochen das Traineramt bei den Wildeshauser Bezirksliga-Fußballerinnen übernommen und auch seinen Spielerpass mitgebracht.

Doch so hätte sich Vossel seinen Einstand ganz sicher nicht vorgestellt. Die Krandel-Kicker verloren das Derby gegen Aufsteiger TV Dötlingen mit 2:4 (1:3). Bei drei Gegentreffern sah der VfL-Keeper nicht gut aus. Den dicksten Schnitzer leistete er sich beim 0:1, als Sebastian Bröcker einen völlig verunglückten Abwurf zur Führung der Gäste nutzte (13.). „Das ist mir im ganzen Leben noch nicht passiert!“, ärgerte sich Vossel. Er habe seinem Mitspieler den Ball in den Lauf werfen wollen. „Aber der Stand auf dem falschen Fuß.“

Beim 0:3 spekulierte Vossel einige Meter vor seinem Kasten auf den Querpass. Doch der kam nicht. Stattdessen schaute Dötlingens Torjäger Niklas Hiegemann ein Mal kurz hoch, nahm ganz genau Maß und traf supergefühlvoll in die Maschen. „Ein Traumtor!“, meinte Vossel.

Hendrik Sandkuhls Schuss zum 2:4 (90.+1) schien ebenfalls nicht unhaltbar. „Der Ball dreht sich von mir weg, ich bin zwar noch mit den Fingerspitzen dran, aber es hat nicht gereicht“, sagte Vossel.

„Die drei Dinger haben uns das Genick gebrochen, aber ich bin froh, dass Uwe überhaupt eingesprungen ist“, sagte VfL-Trainer Arend Arends. Nur beim 0:2 durch Joole Bredehöft, der einen zu kurz abgewehrten Eckball von der Strafraumgrenze ins Netz beförderte, war sein Schlussmann absolut machtlos (18.).

Die Dötlinger hatten – nicht erst mit dem 3:0 im Rücken – in der ersten Halbzeit die Kontrolle. „Aber dann haben wir es uns selbst schwer gemacht“, monierte Trainer Georg Zimmermann. Noch vor der Pause kassierte seine Crew das 1:3 durch Majues Gebhardt-Bauer (39.). Und die Leihgabe aus der Wildeshauser Bezirksliga-Mannschaft war auch am Anschlusstreffer beteiligt: Nach einem schönen Pass des eingewechselten Schahuaz Amir-Juki wollte Gebhardt-Bauer Dötlingens Torhüter Hendrik Schulz umkurven – allerdings holte ihn der Keeper von den Beinen. Schiedsrichter Jörn Peters (Delmenhorster TB) blieb keine andere Wahl: Strafstoß für den VfL und Rot für Schulz (51.).

VfL-Kapitän Norman Holzenkamp ließ Dötlingens Ersatztorwart Maxi Welz vom Punkt keine Chance – 2:3 (52.). Anschließend drängten die Gastgeber mit Macht auf den Ausgleich und hatten durch Majues Gebhardt-Bauer (58.) und Norman Holzenkamp (62./Latte) auch zwei gute Gelegenheiten. Auf der anderen Seite hätten allerdings auch Roman Seibel (72.), Rene Post (81.) und Hendrik Sandkuhl (85.) die Entscheidung herbeiführen können, ehe Jonas Krumland einen tollen Schuss von Dennis Schröder über das Tor lenkte (90.).

„Über die 90 Minuten geshen, ist der Sieg verdient. Es gehört schon eine große Portion Moral dazu, wenn man eine halbe Stunde in Unterzahl spielt“, freute sich Georg Zimmermann über die ersten Kreisliga-Punkte.

Derweil schlich Uwe Vossel in der Hoffnung unter die Dusche, „vielleicht auch noch mal zu einem Sieg beitragen zu können“.

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