VfL Wildeshausen II wirft Harpstedter TB mit 4:0 aus dem Kreispokal

Christoph Haverkamp ebnet den Weg ins Viertelfinale

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VfL-Kapitän Schahuaz Amir-Juki (l.) behauptet sich gegen Marcel Otto.

Harpstedt - Von Sven Marquart. Spannender Pokalfight? Packendes Derby? Von wegen! Überraschend deutlich mit 4:0 (0:0) haben sich die Fußballer des VfL Wildeshausen II am Dienstagabend in einem emotionsarmen Kreispokal-Achtelfinale beim Kreisliga-Rivalen Harpstedter TB behauptet und die Runde der letzten Acht erreicht.

In der zweiten Halbzeit waren fünf Minuten gespielt, als die Krandel-Kicker auf die Siegerstraße einbogen: Nach einer Flanke von Kapitän Schahuaz Amir-Juki konnte Christoph Haverkamp völlig frei zum 1:0 einköpfen (50.). „Das war der Dosenöffner“, freute sich VfL-Trainer Arend Arends. „Christoph hat auch sonst ein starkes Spiel gemacht – er ist seit Wochen auf einem guten Level.“ Der Torschütze hatte auch schon die einzige Chance in der fast ereignislosen ersten Hälfte gehabt. Aus 14 Metern schoss der 24-Jährige knapp über den Kasten von HTB-Keeper Ole Grabowski.

Spätestens mit dem 2:0 durch Andreas Kari, der nach Vorarbeit von Norman Holzenkamp überlegt und platziert einnetzte (71.), war die Partie entschieden. Mit sehenswerten Treffern erhöhten Tobias Kern (75.) und Holzenkamp (80.) auf 4:0. Kari (73.) und Holzenkamp (90.) hätten sogar das halbe Dutzend voll machen können. Beide liefen jeweils allein auf das HTB-Tor zu, verzogen aber. „Dass es so deutlich wird – damit hätte ich nicht gerechnet“, bekannte Arends. Seine Crew hatte sich bereits zum Kreisliga-Auftakt mit 2:1 gegen den Ortsnachbarn durchgesetzt und feierte sich nach dem Abpfiff als „zweifacher Derbysieger“.

Marcus Metschulat erwies sich als fairer Verlierer. „Glückwunsch! Jetzt gewinnt das Ding auch“, gratulierte der HTB-Coach seinem Wildeshauser Trainerkollegen. Aus kämpferischer Sicht war Metschulat zumindest mit der ersten Halbzeit einverstanden: „Das war völlig okay.“ Nach dem unglücklichen Start in Durchgang zwei „hatten wir nicht mehr die Möglichkeiten, das Spiel zu drehen“.

Den Gastgebern fehlten nicht nur Rick Schramm, Hendrik Glück, Michael Würdemann (alle verletzt), Alexander Krogmann, Tobias Abeln (beide Studium in Magdeburg) und Hauke Glück (Urlaub). Kurzfristig musste auch noch Christian Goritz berufsbedingt absagen. Ohne seinen Torjäger brachte der Tabellenvierte nicht einen Abschluss zustande, der VfL-Keeper Florian Rohe Schwierigkeiten bereitet hätte.

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