„Wir müssen nochmal die letzten Kräfte mobilisieren“

VfL Wildeshausen will mit einem positiven Erlebnis in die Winterpause gehen

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Im Hinspiel gegen den SV Wihelmshaven der überragende Mann: Sascha Görke (M.) erzielte beim 3:1-Erfolg im Krandelstadion alle drei Treffer für den VfL Wildeshausen. 

Wildeshausen - Das Werben des Fußball-Oberligisten SV Atlas Delmenhorst um Trainer Marcel Bragula hatte beim Bezirksliga-Tabellenführer VfL Wildeshausen zu Wochenbeginn für Wirbel gesorgt. Mit einem Treuebekenntnis zu seinem Heimatverein machte der VfL-Coach am Mittwoch schließlich reinen Tisch. „Der Vorgang ist von allen Seiten recht sauber über die Bühne gebracht worden“, findet Bragula. Allerdings hätte es für seinen Geschmack ruhig ein wenig geräuschloser vonstatten gehen dürfen. „Aber jetzt ist auch genug geredet“, beendet der 44-Jährige das Thema. Seine volle Konzentration gilt dem letzten Pflichtspiel des Jahres beim SV Wilhelmshaven (Sonntag, 14 Uhr).

Außer dem Atlas-Angebot für ihren Übungsleiter war in dieser Trainingswoche der verpatzte Rückrundenauftakt beim TuS Eversten ein großes Thema bei den Krandel-Kickern. Beim 1:3 erreichten lediglich Innenverteidiger Thorben Schütte und Torschütze Maximilian Seidel Normalform. „Wir müssen uns allen Gegebenheiten stellen – auch wenn mal irgendwas nicht nach unserem Gusto ist“, fordert Bragula. Der Platz am Tegelkamp in Eversten habe ihn zwar eher an eine „Motocrossbahn“ als an ein Fußballfeld erinnert. „Aber wenn es spielerisch nicht zu lösen ist, muss man über die Basics kommen – und dazu gehören im Fußball nun mal Zweikämpfe“, betont Bragula. Dieses Manko habe er klar angesprochen. Nun hofft er, dass seine Crew im Jadestadion ihre „Tugenden auf den Platz bekommt“.

Das wird auch nötig sein, denn angeschlagene Gegner sind bekanntlich besonders gefährlich. Mit lediglich 24 Punkten und Tabellenplatz acht verlief die Saison für den SV Wilhelmshaven bislang enttäuschend. In der Heimtabelle belegt der SVW mit mageren neun Zählern sogar nur Rang 13. Allerdings haben die Rot-Gelben auch erst sechs Partien vor eigenem Anhang bestritten. Nach der 3:5-Pleite beim FC Hude am 18. November zogen die SVW-Verantwortlichen die Konsequenzen aus dem schwachen Abschneiden und trennten sich von Trainer Maik Stolzenberger. „Ich kann und will gar nicht beurteilen, was beim SV Wilhelmshaven nicht alles rund gelaufen ist. Fakt ist: Die Mannschaft hat starke Einzelspieler und besitzt Qualität“, sagt Bragula.

Im ersten Spiel unter der Regie von Defensivallrounder Henning Röbke (Bragula: „Ein pfiffiges Kerlchen!“) mühten sich die Jadekicker zu einem 1:0 gegen Schlusslicht SV Eintracht Wiefelstede. „Der VfL Wildeshausen ist ein ganz anderer Gegner. Deren Spielweise kommt uns entgegen“, sagte Röbke der Stadionzeitung „Jadeblitz“. Allerdings muss er auf den gelbgesperrten Verteidiger Michael Nagra, den verletzten Mittelfeldspieler Gerard Gräßner und Angreifer Luc Mbogne verzichten. Ob Torjäger Christopher Nickel wieder mitwirken kann, ist offen.

Aber auch den VfL Wildeshausen plagen einige Personalsorgen. „Unser Kader wird immer schmaler. Wir werden noch dezimierter sein als in Eversten“, berichtet Bragula. Doch er will nicht klagen und fordert stattdessen: „Wir müssen nochmal die letzten Kräfte mobilisieren. Es hat für mich absolute Priorität, dass wir mit einem positiven Erlebnis in die Winterpause gehen“, unterstreicht der VfL-Coach die Wichtigkeit der Partie. Das Hinspiel hatte der Spitzenreiter mit 3:1 (1:1) gewonnen – alle drei Wildeshauser Treffer erzielte der überragende Sascha Görke.

„Ich hoffe, dass es nicht wieder so läuft wie in der vergangenen Saison und wir uns diesmal in der Rückrunde stabiler präsentieren“, meint Bragula. Auch in der Spielzeit 2017/2018 hatte sein Team eine bärenstarke erste Halbserie mit nur einer Niederlage hingelegt. Nach verpatztem Rückrundenauftakt (0:1 beim TSV Abbehausen) spielte der von einer Verletzungsmisere heimgesuchte Herbstmeister dann nur eine mäßige zweite Saisonhälfte und musste sich am Ende mit Platz zwei hinter dem SV Brake begnügen. - mar

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