VfL Wildeshausen

VfL-Coach Bragula macht ernst - und verlängert bis 2020

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Bleiben dem Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen erhalten: Chefcoach Marcel Bragula (v.l.), Co-Trainer Patrick Meyer und Torwarttrainer Eike Bothe.

Wildeshausen - Es ist nur logisch: Nachdem Marcel Bragula Ende November ein Angebot des Fußball-Oberligisten SV Atlas Delmenhorst abgelehnt hatte, hat er nun seinen Vertrag beim VfL Wildeshausen verlängert. Der B-Lizenzinhaber wird die erste Mannschaft der Krandel-Kicker also auch in der Spielzeit 2019/2020 trainieren. Co-Trainer Patrick Meyer, Torwarttrainer Eike Bothe und Betreuer Thomas Kupka bleiben dem Bezirksliga-Spitzenreiter ebenfalls über das Saisonende hinaus erhalten.

Entsprechend glücklich zeigte sich VfL-Fußballabteilungsleiter Ottmar Jöckel. „Ich mag die Art und Weise wie Marcel arbeitet. Ich habe selten jemanden erlebt, der so akribisch ist. Auch Patrick Meyer macht das ganz, ganz toll und ist in der Mannschaft hoch anerkannt. Wir sind rundum zufrieden“, freute sich Jöckel nach der Übereinkunft.

Das Atlas-Angebot sei sportlich interessant und lukrativ gewesen, für ihn jedoch zum falschen Zeitpunkt gekommen, sagt Bragula. Mit seiner Zusage für eine fünfte Spielzeit beim VfL ging es ihm auch darum, „deutlich zu machen, dass ich es ernst meine“, betont der Übungsleiter. Denn obwohl er die Delmenhorster Offerte abgelehnt hatte, wurde immer wieder spekuliert, dass er sein Engagement im Sommer beenden und sich einer anderen Aufgabe zuwenden könnte. Diese Stimmen sollten nun verstummen. „Ich bin in Wildeshausen sehr zufrieden“, unterstreicht der 44-Jährige.

Da Bragula „nicht nur Trainer, sondern auch VfLer“ ist, richtet sich sein Blick auch auf die Gesamtsituation des Vereins. „Und da sind wir auf einem guten Weg“, findet er. Die U 23 ist in der 1. Kreisklasse ebenfalls Tabellenführer. Sollte Andree Höttges die Reserve zurück in die Kreisliga führen, wäre das optimal.

Auch in der Jugendarbeit sieht Bragula „Licht am Ende des Tunnels“. Vor allem die B- und die C-Junioren bereiten ihm Freude. „Da gibt es viele Talente, die Hoffnung machen. Aber auch auf die A-Junioren sollte man nicht eindreschen“, fordert er. Zwar rangiert der ältestete VfL-Nachwuchs in der Bezirksliga punktlos auf dem letzten Platz. „Trotz der sportlichen Situation verdienen Trainer Maximilian Iken und seine Jungs Respekt, wie sie das unter diesen Umständen durchziehen“, meint Bragula.

Als Sportler strebt der ehrgeizige VfL-Coach immer nach dem maximalen Erfolg. „Dafür arbeiten wir“, bestätigt er. Deshalb hätte Bragula nichts dagegen, wenn er mit seiner Crew nach 2015/2016 und 2016/2017 in der kommenden Saison zum dritten Mal in der Landesliga antreten würde. „Aber wir wissen ganz genau, dass es mit unserer Philosophie schwierig ist, die Landesliga mittelfristig zu halten. Deshalb müssen wir hervorragend ausbilden“, erläutert Bragula. Von den 23 Akteuren seines aktuellen Kaders stammen 15 aus Wildeshausen. Und nicht nur das: „Die Mannschaft hat eine hohe Identifikation mit dem Verein“, schwärmt der Berufssoldat von der Kombination aus Leistungsfußball und Spaß beim VfL.

Diese „besondere Atmosphäre im Krandel“ weiß auch Patrick Meyer zu schätzen, obwohl er erst seit wenigen Monaten dabei ist. „Ich habe mich superschnell eingelebt und fühle mich total wohl in Wildeshausen. Auch die Zusammenarbeit mit der Mannschaft ist tipptopp“, sagt der 29-Jährige. Meyer hatte im vergangenen Sommer den Kreisligisten TSV Ganderkesee verlassen und beim VfL den Co-Trainer-Posten von Sven Apostel übernommen, der zum Regionalligisten BSV Rehden abgewandert war.  mar

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