VfL Wildeshausen versucht Titelkampf zu genießen / Absteiger Sande kommt

Bragulas Appell: „Brauchen Unterstützung schon jetzt!“

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Wildeshausens Mittelfeldspieler Jan Lehmkuhl (r.) konnte wegen Schmerzen im Sprunggelenk am Donnerstag und Freitag nicht trainieren.

Wildeshausen - Der Wirbel um ein mögliches Meisterschaftsfinale gegen den SV Atlas Delmenhorst ist in diesen Tagen das Thema beim Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen. „Momentan ist richtig viel los! Wir freuen uns, dass wir eine gewisse Fußballbegeisterung und Euphorie losgetreten haben“, sagt Marcel Bragula. Doch bis zum potenziellen Endspiel in drei Wochen fließt noch viel Wasser die Hunte hinunter. Deshalb appelliert der VfL-Coach an die Wildeshauser Fans: „Wir brauchen die Unterstützung schon jetzt!“ Gegen den FC RW Sande ist ein Sieg Pflicht (Sonntag, 15 Uhr).

Auch an den Spielern des Tabellenführers ist der Hype nicht spurlos vorbei gegangen. Deshalb sei die Vorbereitung auf die Partie gegen den Tabellenvorletzten eine echte Herausforderung, meint Bragula. Er wünscht sich, dass seine Crew die besondere Situation nicht als Belastung, sondern als Motivation empfindet: „Man muss auch mal genießen und Spaß am Fußball haben.“

Diesen Spaß hatten die Sander den Krandel-Kickern im Hinspiel gründlich verdorben. „Wenn ich daran denke, bekomme ich Bauchschmerzen“, ächzt Marcel Bragula. Mit einer Fünfer-Abwehrkette, einer Vierer-Mittelfeldreihe direkt davor und einem pfeilschnellen Konterstürmer an vorderster Front hatte FC-Coach Lars Poedtke den Wildeshausern eine knackige Aufgabe serviert. „Daran haben wir uns die Zähne ausgebissen“, sagt Bragula. Nur dank eines Last-Minute-Treffers von Majues Gebhardt-Bauer feierte der Spitzenreiter einen glücklichen 1:0-Erfolg.

„Unter dem Aspekt, dass Sande schon abgestiegen ist, hoffe ich, dass sie diesmal Interesse daran haben mitzuspielen und sich nicht wieder mit neun Mann am eigenen Strafraum einigeln“, sagt Marcel Bragula. Und selbst wenn nicht: „Wir haben uns weiterentwickelt, Laufwege und Systeme einstudiert, wie man einen tiefstehenden Gegner besiegen kann.“

Nach einem Foul des Ahlhorners Sören Schröder konnte Derby-Dreifachtorschütze Jan Lehmkuhl wegen Schmerzen im Sprunggelenk am Donnerstag und Freitag nicht trainieren. Sein Einsatz ist äußerst fraglich. Auch Lennart Flege steht auf der Kippe: Der Verteidiger hat sich eine Grippe eingefangen. Auf jeden Fall fehlen werden die langzeitverletzten Majues Gebhardt-Bauer, Matthias Ruhle und Tim Albus. Dafür steht Storven Bockhorn wieder zur Verfügung, der beim 8:0-Erfolg über den Ahlhorner SV gelbgesperrt war.

mar

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