VfL Wildeshausen verpasst gegen Titelaspirant BV Essen nur knapp den Sieg

„Das vielleicht beste Punktspiel seit Jahren“

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Hatte gegen Essen Pech im Entscheidungssatz: VfL-Kapitän Martin Hakemann.

Wildeshausen - Ertragreicher Doppelpack für die Herren des VfL Wildeshausen in der Tischtennis-Bezirksliga: Erst bekam die TSG Hatten-Sandkrug im Nachbarschaftsduell eine 9:0-Packung verpasst, und nur zwei Tage später erkämpften die Wittekindstädter gegen den Titelaspirant BV Essen ein 8:8.

VfL Wildeshausen – TSG Hatten-Sandkrug 9:0: Noch im Vorfeld hatte Wildeshausens Nummer drei, Michael Rüdebusch, das Derby zum Schlüsselspiel für den weiteren Saisonverlauf ausgerufen: „Mit einem Sieg können wir um die Plätze drei bis sechs mitmischen. Bei einer Niederlage würde es allerdings wieder eng werden. Dann würde uns Sandkrug bedrohlich nahe kommen.“

Doch diese Gefahr bestand gegen den Tabellenachten zu keiner Zeit. Spätestens als Rüdebusch/Beecken ihr Match gegen Lipski/Brengelmann hauchdünn ins Ziel gerettet hatten, befanden sich die Hausherren auf der sicheren Seite. Da zuvor bereits Rang/Scherf und Grützmacher/Gediga erfolgreich gewesen waren, konnte beim 3:0-Zwischenstand eigentlich nichts mehr anbrennen. Tat es auch nicht. Obwohl die Wildeshauser noch vier Mal in den Entscheidungssatz mussten, sprang für die TSG noch nicht mal der Ehrenpunkt heraus. „Das haben wir super konzentriert runtergespielt“, strahlte Rüdebusch.

VfL Wildeshausen – BV Essen 8:8: Die Pflicht war erfüllt, gegen den Tabellenzweiten folgte die Kür. Immerhin tummelten sich in Reihen der Essener etliche ehemalige Regional-, Verbands- und Landesliga-Spieler. Für die Hausherren aber kein Grund, um in Ehrfurcht zu erstarren. Im Gegenteil: Zwei gewonnenen Doppeln ließ Spitzenspieler Guido Grützmacher einen Vier-Satz-Triumph über Martin Hackmann folgen, so dass der VfL schnell mit 3:1 in Front lag. Essens Konter ließ allerdings nicht lange auf sich warten: Postwendend drehte der Meisterschaftskandidat mit drei Siegen in Folge den Spieß wieder um. Aber selbst diese kleine Durststrecke warf die Gastgeber nicht aus der Bahn. Kai Beecken und Martin Hakemann eroberten die Führung zurück.

Zwar mussten Grützmacher und Helmut Rang im oberen Paarkreuz gegen das bärenstarke BV-Duo Manfred Garweis/Martin Hackmann passen, doch mit glänzenden Leistungen erkämpften Michael Rüdebusch, Carsten Scherf und Beecken einen mehr als vielversprechenden 8:6-Vorsprung.

Nur noch ein Pünktchen fehlte, um die Überraschung perfekt zu machen, aber dieser eine Zähler wollte partout nicht auf die Habenseite wandern. Erst zog Hakemann haarscharf mit 8:11 im Entscheidungssatz gegen Ulrich van Deest den Kürzeren, dann scheiterten Rang/Scherf ähnlich knapp im Abschlussdoppel an Garweis/Garweis.

Das 8:8 bot eigentlich immer noch Anlass zur Freude, doch VfL-Kapitän Hakemann fand einen kleinen Wermutstropfen im Freudenbecher: „Im Vorfeld hätten wir das Unentschieden gerne angenommen, aber dem Spielverlauf nach ist das Remis etwas unglücklich.“ Zufriedener zeigte sich hingegen Abteilungsleiter Rang: „Dies war vielleicht das beste Punktspiel, was wir hier seit Jahren gesehen haben. Das hat wirklich Spaß gemacht.“

drö

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