VfL Wildeshausen verliert trotz starker Leistung mit 3:5 beim SC Türkgücü

Marcel Bragula wähnt sich bei „Vorsicht Kamera“

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Lennart Feldhus (am Ball) erzielte ein tolles Tor.

Wildeshausen - Sie hatten gekämpft bis zum Umfallen und doch saßen die Landesliga-Fußballer des VfL Wildeshausen nach ihrer Auswärtspremiere beim SC Türkgücü Osnabrück als Verlierer im Bus. „Wir sind geknickt, dass wir für diesen leidenschaftlichen und aufopferungsvollen Auftritt nicht belohnt worden sind“, haderte VfL-Trainer Marcel Bragula nach dem 3:5 (0:3).

Im strömenden Regen ließ Jan Lehmkuhl die Chance zum Führungstreffer aus. Auf der Gegenseite war die VfL-Abwehr unaufmerksam, und Harun Ucar nickte unbedrängt zum 1:0 ein (10.). „Da haben wir kollektiv gepennt!“, schimpfte Bragula. Wie schon beim 0:4 gegen Vorwärts Nordhorn hatte Ole Lehmkuhl den Ausgleich auf dem Fuß (12.). „So’n Ding muss man auch mal erzwingen und einfach reinnageln“, ärgerte sich Bragula.

Es kam noch dicker: Nach einem vermeintlichen Vergehen von Alexander Kupka zeigte Schiedsrichter Stefan Zielsdorf (SpVgg Hülsen-Westerloh) auf den Elfmeterpunkt. „Für mich sah das eher aus wie ein Zusammenprall“, zweifelte Bragula an der Entscheidung. Furkan Güraslan verwandelte zum 2:0 (16.). Die Krandel-Kicker drängten auf den Anschlusstreffer, doch Lukas Schneider, Jan Lehmkuhl, Maximilian Seidel und Sascha Görke konnten den Ball nicht im SC-Tor unterbringen. Gökhan Selvi zeigte ihnen, wie es gemacht wird: Aus 25 Metern hämmerte er einen Dropkick zum 3:0 in die Maschen (45.). „Ein Traumtor!“, zollte Bragula dem Schützen Respekt. Inzwischen wähnte sich der VfL-Coach bei „Vorsicht Kamera“: „Wir machen ein starkes Spiel und liegen 0:3 hinten.“

Im zweiten Abschnitt blieb die Wittekind-Crew zunächst vom Pech verfolgt, als Jan Lehmkuhl kurz nach Wiederbeginn den Pfosten traf. Doch im Anschluss an einen Versuch von Maximilian Seidel war der erste Wildeshauser Landesliga-Treffer endlich fällig: Ole Lehmkuhl verkürzte im Nachschuss auf 1:3 (55.). Aber postwendend stellte Yannick Persson nach einem eklatanten Abstimmungsproblem in der VfL-Abwehr den alten Abstand wieder her – 4:1 (59.).

Die Gäste zeigten Moral und wurden für ihren Einsatz mit dem 2:4 belohnt: Mit dem Rücken zum Tor nahm der eingewechselte Lennart Feldhus den Ball mit der Brust an. „Dann dreht er sich und drischt das Ding mit hundert Klamotten rein“, schwärmte Bragula. Lennart Feldhus, der vom Kreisligisten TV Munderloh zum VfL gewechselt war, hatte sich bis jetzt nicht so recht in Szene setzen können. „Heute hat er ein sehr gutes Spiel gemacht“, lobte Bragula den 22-jährigen Angreifer.

Als Maximilian Seidel nur drei Minuten später das 3:4 gelang (68.), war sich Bragula „sicher, dass wir das Feld nicht als Verlierer verlassen“. Dass es anders kommen sollte, kreidete er nach der hart geführten Partie „zu einem Teil“ auch dem Referee an. Zwei Mal wurde Lukas Schneider Opfer von Tätlichkeiten. Doch Zielsdorf ahndete sowohl Backpfeife als auch Tritt lediglich mit Gelb. „Das kann ich nicht nachvollziehen – da fehlte ihm wohl der Mut“, mutmaßte Bragula. „Mit elf gegen neun beim Stand von 3:4 kippt das Ding.“

Mit einem direkt verwandelten Freistoß genau in den Knick zerstörte Sahin Günana alle Hoffnungen auf den ersten Wildeshauser Punktgewinn – 5:3 (84.). „Die Jungs tun mir einfach nur leid. Jetzt müssen wir sie ganz schnell wieder aufrichten“, meinte Bragula mit Blick auf das Heimspiel gegen Tabellenführer TSV Oldenburg (Sonntag, 15 Uhr).

mar

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