VfL Wildeshausen vergibt zwei Matchbälle

Gunther WiekingTrainer des VfL Wildeshausen

Wildeshausen – Leichtfertig haben die Landesliga-Volleyballerinnen des VfL Wildeshausen in der Auswärtspartie bei Bremen 1860 III zwei Punkte aus der Hand gegeben. Der Verbandsliga-Absteiger sah bereits wie der sichere Sieger aus. Lediglich ein Zähler fehlte den Huntestädterinnen im vierten Satz beim Stand von 24:22 noch zum Matchgewinn. Stattdessen hatten sie noch mit 2:3 (21:25, 25:17, 25:13, 25:27, 10:15) das Nachsehen. „Das ist mehr als ärgerlich! Eigentlich darf man so ein Spiel nicht mehr verlieren“, meinte VfL-Coach Gunther Wieking.

Bei den Wildeshauserinnen gab Lea Gebken auf der Mittelposition ihr Landesliga-Debüt. „Lea hat das total gut gemacht und für einige Blockpunkte gesorgt“, lobte Wieking die 17-jährige Nachwuchsakteurin. Allerdings benötigte der VfL einen Satz, um in die Partie zu finden. Anfangs schlugen die Gäste schlecht auf und machten etliche Fehler.

Ab dem zweiten Durchgang servierten die Wildeshauserinnen dann wesentlich besser und spielten äußerst variabel. Wieking hatte „überhaupt nichts zu meckern“. So wurden die Sätze zwei und drei eine sichere Beute seiner Crew. Auch im vierten Abschnitt marschierte der VfL gleich vorneweg. Mit einigen schönen Punkten von der Diagonalposition trug Klara Schütte zur 12:8-Führung bei. Bremen nahm eine Auszeit. Wieking ermahnte seine Mannschaft, aufmerksam zu bleiben. Zwar musste sie das 13:13 hinnehmen, erarbeitete sich dann aber doch zwei Matchbälle. „Plötzlich haben wir ängstlich und hektisch gespielt“, monierte Wieking. So ging der Satz in der Verlängerung tatsächlich noch verloren – ein echter Stimmungskiller.

Im Tiebreak gerieten die Wildeshauserinnen über 2:5 mit 3:9 in Rückstand, kämpften sich aber nochmal auf 7:10 heran. Während des folgenden Punktes rollte spielenden Kindern ein Ball aufs Feld. Bei der Wiederholung schlug 1860 ein Ass – statt 8:10 hieß es 7:11. „Sonst wäre es vielleicht nochmal spannend geworden“, bedauerte Wieking. Trotz einer über weite Strecken ansprechenden Leistung überwogen für ihn am Ende die negativen Aspekte, „weil viel mehr drin gewesen wäre“.  mar

VfL Wildeshausen: Angela Bleyle, Monika Blömer, Lea Gebken, Klara Schütte, Roxy Hillmann, Lea Vosteen, Ina Diephaus, Lea Schwuchow, Zornitsa Kostadinova, Sina Meyer, Florentina Schweinefuß.

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