VfL Wildeshausen verabschiedet Trainer Jörg Peuker mit 7:1 über VfL Oldenburg II

Lehmkuhl völlig losgelöst

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Jan Lehmkuhl war im letzten Saisonspiel der überragende Mann auf dem Feld.

Wildeshausen - Einen schöneren Abschied vom VfL Wildeshausen hätte sich Jörg Peuker kaum wünschen können. In seinem letzten Spiel als Trainer des Fußball-Bezirksligisten „schenkte“ ihm die Mannschaft einen 7:1 (4:0)-Erfolg über den VfL Oldenburg II und den dritten Platz in der Abschlusstabelle.

Anschließend verspürte der scheidende Coach „Freude und Trauer zugleich“: Freude über den grandiosen Sieg und Trauer, weil seine Zeit im Krandel nach nur einer Spielzeit abgelaufen ist. „Ich bin sehr dankbar für dieses eine Jahr“, sagte Jörg Peuker. „Ich habe die Mannschaft sofort schätzen und lieben gelernt. Die Jungs sind fantastisch – so macht Fußball Spaß“, schwärmte der 40-Jährige mit einer ordentlichen Portion Wehmut. Während er seinen Posten an Marcel Bragula abgeben muss, wird Peuker – „so wie es aussieht“ – erstmal eine Pause einlegen: „Ich glaube nicht, dass noch ein Angebot kommt.“

Im letzten Spiel unter seiner Regie boten die Wildeshauser noch ein Mal eine Galavorstellung. Besonders der dreifache Torschütze Jan Lehmkuhl spielte laut Peuker „wie losgelöst“. Darüber hinaus absolvierte der Mittelfeldspieler, der heute seinen 22. Geburtstag feiert, ein riesiges Laufpensum. „Es war unglaublich, was er abgeliefert hat“, lobte Peuker.

Jan Lehmkuhl eröffnete auch den Torreigen. Seinen Schuss lenkte Alexander Geisler zum 1:0 ins eigene Netz (5.). Beim 2:0 steckte Lehmkuhl den Ball auf Maximilian Seidel durch, der eiskalt abschloss (29.). André Hesselmann per Abstauber (33.) und Jan Lehmkuhl, der einen Traumpass von Daniel Pasker veredelte (42.), erhöhten zum 4:0-Pausenstand.

Zehn Minuten nach Wiederbeginn machte Jan Lehmkuhl da weiter, wo er vor dem Seitenwechsel aufgehört hatte, und hämmerte einen 25-Meter-Direktabnahme aus halbrechter Position zum 5:0 in die Maschen (55.). „Ein ganz schönes Tor“, sagte Jörg Peuker mit leichter Untertreibung.

Anschließend waren die Gastgeber kurzzeitig unsortiert. Das nutzte Mazlum Orke, um aus 22 Metern auf 1:5 zu verkürzen (70.). „Aber das war auch der einzige kleine Makel“, meinte Jörg Peuker. Wenig später legte Storven Bockhorn uneigennützig auf Maximilian Seidel quer, der zum 6:1 einschob (72.). „Das machen vielleicht vier Prozent aller Spieler – Storven war allein vorm Torwart“, freute sich Peuker über den Teamgeist des Neuzugangs.

Bereits eine gute Viertelstunde vor dem Abpfiff hatte es Daniel Pasker nicht mehr hinten gehalten. Und tatsächlich: In der Schlussminute gelang dem Innenverteidiger nach erneuter Vorarbeit von Storven Bockhorn noch „sein“ Saisontor zum 7:1-Endstand (90.).

„Wir hatten noch diverse Chancen und hätten durchaus zweistellig gewinnen können“, überschlug Jörg Peuker, der anschließend im VfL-Heim gebührend verabschiedet wurde. „Das ging bis weit nach drei Uhr. Für mich war aber um halb eins Schluss“, erzählte der Visbeker, der den Babysitter seiner acht Monate alten Tochter auslösen musste. So wie es aussieht, hat er künftig mehr Zeit für seine Familie...mar

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