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„Wildeshausen United“ bündelt die Kräfte

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Von: Sven Marquart

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Steven Müller-Rautenberg vom VfL Wildeshausen nimmt Anlauf zum Strafstoß.
Übernimmt Verantwortung: Steven Müller-Rautenberg bleibt dem VfL Wildeshausen erhalten. © Sven Marquart

Wildeshausen – Marcel Bragula vermutete zunächst einen Aprilscherz, als er am Freitag das Strafmaß für Ole Lehmkuhl erfuhr. Für sein Foul an Alexander Kenning im entscheidenden Qualirundenspiel gegen Sparta Werlte (3:1) wurde der Mittelfeldmann des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen nun für drei Spiele gesperrt. „Das ist definitiv eins zu viel, zumal Ole Ersttäter ist“, ärgerte sich VfL-Coach Bragula. Lehmkuhl verpasst somit das anstehende Aufstiegsrundenheimspiel gegen den SV Holthausen-Biene (Sonntag, 15 Uhr) und auch das Duell beim SC Melle 03, wo sein Zwillingsbruder Jan spielt (Sonntag, 10. April, 15 Uhr).

Bereits beim 1:4 in Schüttorf hatte Lehmkuhl erstmals ausgesetzt. Von dort hatte Robin Ramke eine Oberschenkelverletzung mitgebracht. Viel schlimmer erwischte es jedoch Angreifer Lucas Abel. „Sein rechtes Bein ist bis zum Knie eingegipst. Im Sprunggelenk sind alle Bänder gerissen. Der Knöchel ist so stark geschwollen, dass die Ärzte noch nicht sagen können, ob was gebrochen ist. Lucas muss nächste Woche zum Röntgen“, berichtet Bragula.

Gute Nachrichten gibt es derweil von Mittelfeldmann Marco Nakelski und dem gerade erst als Neuzugang vorstellten Philip Kleingärtner. Nakelski wurde am Mittwoch an der Leiste operiert. „,Mangold‘ hat ein ganz gutes Gefühl. Sein Ziel ist es, auf alle Fälle als Spieler auf den Platz zurückzukehren“, sagt Bragula. Auch das Karriereende stand im Raum. Am Donnerstag begab sich auch ,Pipo‘ Kleingärtner unters Messer. „Der Meniskus musste nur geglättet werden. Das war nicht die ganz große Nummer. Ich hoffe, dass er zu Beginn der Vorbereitung bei uns einsteigen kann“, sagt Bragula.

Aufgrund der prekären Personalsituation bündeln die Krandel-Kicker gegen den SV Holthausen-Biene, der in seinem ersten Aufstiegsrundenspiel gegen BW Papenburg ebenfalls eine 1:4-Pleite kassiert hatte, ihre Kräfte und treten als „Wildeshausen United“ an. Neben den verbliebenen Akteuren aus dem Landesliga-Aufgebot helfen Marius Meier, Yannis Brockmann (beide zweite Herren), Lukas Schneider (dritte Herren), Noah Richter und Maximilian Mucker (beide A-Junioren) aus. „Auch deshalb ist es schön, beim VfL zu arbeiten, wo es einen großen Zusammenhalt und einen Unterbau gibt“, betont Bragula.

Unterdessen haben die VfL-Verantwortlichen die Gespräche mit den Spielern des aktuellen Kaders abgeschlossen. Auch Steven Müller-Rautenberg und Jan Stubbmann haben nun für die nächste Saison zugesagt. Der Verbleib der beiden Offensivkräfte kommt für Bragula überraschend – gedanklich hatte er sich schon auf ihren Abschied eingestellt. „Umso schöner, dass sie bei uns bleiben“, freut sich der 47-Jährige.

Somit werden ihm nur Torhüter Nico Prieto-Falk (will kürzertreten), Verteidiger Mika Ostendorf (Studium in Bielefeld) und Offensivmann Timo Goldner (hört auf) in der nächsten Serie nicht mehr zur Verfügung stehen. Als externe Neuzugänge stehen Fynn Meyer (TSV Großenkneten), Philip Kleingärtner und Nico Kiesewetter (beide TSG Seckenhausen-Fahrenhorst) fest. Aus dem eigenen Nachwuchs rücken Angreifer Richter und Keeper Mucker auf. Jetzt fahndet Bragula noch nach einem Torhüter und einem Flügelspieler als Ersatz für Prieto-Falk und Goldner. „Ich glaube, dass wir da kurz vor dem Abschluss sind. Ansonsten ist unsere Kaderplanung abgeschlossen. Aber wenn die Möglichkeit besteht, einen Spieler zu bekommen, der uns sportlich weiterhilft und in das Konstrukt VfL Wittekind passt, sind wir immer gesprächsbereit.“

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