VfL Wildeshausen übernimmt nach 6:0-Sieg in Wiefelstede die Tabellenführung

Bragulas Matchplan geht auf

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Mannschaftsdienlich: Maximilian Seidel legte gestern zwei Tore auf, obwohl er selbst hätte abschließen können.

Wildeshausen - Von Daniel Wiechert. Es gibt Tage, da gehen alle Winkelzüge eines Trainers auf. Solch einen Tag erwischte gestern Wildeshausens Bezirksliga-Coach Marcel Bragula. Der 40-Jährige schaffte es, sein Team perfekt auf die Auswärtspartie beim SV Eintracht Wiefelstede einzustellen, so dass am Ende ein deutlicher 6:0 (2:0)-Auswärtserfolg für den neuen Tabellenführer heraussprang.

Plan eins: eine frühe Führung. „Wiefelstede ist ein unangenehmer, robuster Gegner. Gegen solche Teams wird es deutlich schwieriger, wenn es lange beim 0:0 bleibt. Deshalb haben wir direkt ein massives Angriffspressing gespielt, um in der ersten Viertelstunde in Führung zu gehen“, sagte Bragula.

Gesagt, getan. Maximilian Seidel tankte sich durch Wiefelstedes Abwehr, um anschließend uneigennützig auf Majues Gebhardt-Bauer abzulegen, so dass Wildeshausens zentraler Angreifer nur noch einschieben musste – 1:0 (12.). In der 41. Minute revanchierte sich Gebhardt-Bauer, als er für Seidel vorbereitete – 2:0.

Plan zwei: Obacht bei Wiefelstedes Standardsituationen. Vor der Partie hatte Bragula bereits vor der Kopfballstärke der Eintracht-Akteure gewarnt. Vor allem auf die aufrückenden Innenverteidiger galt es zu achten. Der VfL-Coach reagierte darauf, indem er Tim Albus statt Tobias Düser als Außenverteidiger brachte. „Tim ist recht kopfballstark“, erklärte Bragula: „Zudem gehörte in der letzten Woche das Defensivverhalten bei Standards zu den Haupttrainingsinhalten.“

So blieb seine Mannschaft gestern stabil bei hohen Bällen. Überhaupt wurde es nur einmal brenzlig, als ein Eintracht-Stürmer in der 65. Minute alleine auf Sebastian Pundsack zulief, doch der VfL-Torwart blieb Sieger in dieser Eins-zu-Eins-Situation (65.).

Plan drei: Spezialkräfte von der Bank. Nach dem 3:0 (69.) durch Storven Bockhorn, vorbereitet durch Jan Lehmkuhl, brachte Bragula Ole Lehmkuhl und Rene Tramitzke. Letzterer war gerade einmal sieben Minuten auf dem Platz, da hatte er schon zwei Mal getroffen (84./89.). Schließlich netzte auch noch Ole Lehmkuhl zum 6:0-Endstand in der Schlussminute.

„Wir haben einfach einen richtig guten Kader“, sagte Bragula und wollte nichts von einem goldenen Wechselhändchen wissen.

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