Apostel: „Fußballverrückt“ und „detailverliebt“

Zwischen Trainer- und Spielerdasein

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Sven Apostel (re.) spielte zuletzt gegen Emden wieder für Wildeshausen in der Landesliga. Sein Hauptjob ist aber eigentlich der des Co-Trainers.

Wildeshausen - In der Winterpause war beim Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen alles auf dem Prüfstand gekommen; Coach Marcel Bragula nennt es den „After Action Review“. Eine Art Teambesprechung, in der alle gruppenspezifischen Abläufe unter die Lupe genommen werden. Eine Erkenntnis war: Sven Apostel wird verstärkt in seiner Form als Co-Trainer denn als Spieler benötigt. „Als reiner ,Co‘ ist er einfach wesentlich wertvoller für uns“, sagt Bragula. Und das habe rein gar nichts mit dem Fußballer Apostel zu tun: „Ich zweifle überhaupt nicht daran, dass er uns in der Landesliga helfen kann.“

Das stellte der 40-Jährige auch Ostern unter Beweis, als er zur Halbzeit reinkam und mithalf, den 3:1-Sieg gegen Emden perfekt zu machen. Dabei war er mit seiner Leistung gar nicht so einverstanden, zu oft habe seine Mannschaft reagiert statt agiert.

Apostel ist ein Mann der Taten – deshalb fällt es ihm noch immer schwer, das Geschehen nur von außen zu betrachten. „Jeder weiß, dass ich fußballverrückt bin.“ Zuletzt half er verstärkt bei der Zweitvertretung in der Kreisliga aus.

Auch wenn er es liebt, den Ball am Fuß zu spüren – über kurz oder lang wird seine Zukunft die Trainerbank sein. Und langsam, aber sicher klappt auch die Umgewöhnung. Schließlich habe er auch von dort großen Einfluss auf das Spiel. „Ich bin detailverliebt“, betont Apostel, der im Spätsommer seine A-Lizenz erworben hatte. Tatendrang bewies er bereits einen Tag nach dem Sieg gegen Emden. Zwei Stunden vor der regulären Trainingseinheit machte er sich daran, Videosequenzen zusammenzuschneiden: „Oft stimmt es nicht überein, wie die Spieler die Situation in der Partie wahrgenommen haben, und wie sie sich tatsächlich in der Situation verhalten haben“, sagt er. Und die Wahrscheinlichkeit besteht, dass auch noch frisches Bildmaterial von Apostel selbst hinzukommt. „Für den Notfall steht er immer parat. Das haben wir ja jetzt gegen Emden gesehen“, sagt Bragula. 

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