VfL Wildeshausen steckt erst im Stau und verliert dann in Bad Rothenfelde

Bothe zieht beim 0:1 alle taktischen Register

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Schnell, giftig und clever im Zweikampf: Wildeshausens Kevin Kari.

Wildeshausen - Verkorkster Sonntag für die Landesliga-Fußballer des VfL Wildeshausen: Die Fahrt zum SV Bad Rothenfelde begann direkt mit einem Stau am Dreieck Ahlhorner Heide. Weil auch auf den Umleitungsstrecken reichlich Verkehr herrschte, kamen die Krandel-Kicker erst zehn Minuten nach der eingentlichen Anstoßzeit im Heristo-Sportpark an.

„Bad Rothenfelde war so fair, dass wir uns vernünftig warmmachen durften“, berichtete VfL-Torwarttrainer Eike Bothe, der die Coaches Marcel Bragula (Urlaub) und Marco Elia (Manöver) vertrat. Doch gebracht hatte es nichts: Nachdem die Partie mit einstündiger Verspätung beginnen konnte, verlor der Aufsteiger mit 0:1 (0:0). „Leider hat sich die Mannschaft für ihre ansprechende Leistung nicht belohnt“, bedauerte Bothe.

Auf dem Kunstrasen erspielten sich beide Teams in der ersten Halbzeit je zwei gute Chancen. Zunächst waren die Gäste am Zug. Nach einem Eckstoß legte Alexander Kupka per Kopf auf Lennart Flege ab. Doch der Drehschuss des Innenverteidigers wurde auf der Linie abgewehrt (14.). Dann legte Maximilian Seidel am Strafraum quer auf Jan Lehmkuhl, der jedoch zu mittig zielte (25.).

Die Platzherren antworteten durch den starken Bulani Malungu. Bei dessen Schuss aus sieben Metern bekam Kai Meyer gerade noch den Fuß dazwischen (31.). VfL-Rechtsverteidiger Meyer hatte den Vorzug vor Jannik Wallner bekommen und rechtfertigte das Vertrauen durch einen überragenden Auftritt. „Kai hat super gekämpft – ich weiß nicht, ob er überhaupt einen Zweikampf verloren hat“, meinte Bothe. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff musste er noch eine Schrecksekunde überstehen, als Malungu nach einem schnell ausgeführten Einwurf aus elf Metern die Latte traf (45.).

Es war eine Stunde gespielt, als Maximilian Seidel alleine auf Felix Zimmermann zulief und den Ball am Keeper vorbeilegte. Zimmermann berührte den VfL-Angreifer, der im Fallen und aus spitzem Winkel das Außennetz traf (60.). „Ich weiß nicht, ob es ein Elfmeter war“, meinte Eike Bothe, „es gibt sicher Schiedsrichter, die den gepfiffen hätten.“ Maximilian Stargardt (SV SW Kroge-Ehrendorf) tat es nicht. „Vielleicht gibt er ihn eher, wenn sich Maxi fallen lässt und nicht den Abschluss sucht“, mutmaßte Bothe.

Statt in Führung zu gehen, geriet die Wittekind-Crew wenig später in Rückstand: Malungu setzte sich im Duell mit Storven Bockhorn durch, und Kapitän Torsten Kuhlmann verwandelte aus 15 Metern unhaltbar für Sebastian Pundsack zum 1:0 (63.). „Leider war Malungu etwas aggressiver“, bedauerte Bothe.

Er stellte um, brachte Niklas Heinrich für Ole Lehmkuhl und beorderte Storven Bockhorn aus der Abwehr ins Mittelfeld. Lennart Feldhus kam als Brechstange für das Sturmzentrum. Außerdem rückte Kevin Kari auf dem linken Flügel eine Position vor, als Lukas Schneider für Janek Jacobs ins Spiel kam. Schneider hatte wegen einer Erkältung zunächst nur auf der Bank gesessen. Seinen Job als Linksverteidiger erledigte Youngster Kari mit Bravour. „Kevin hat das für sein Alter unglaublich gut gemacht. Er war schnell, giftig und clever im Zweikampf“, lobte Bothe den 18-Jährigen. Doch alle taktischen Kniffe änderten nichts mehr am Ergebnis.

mar

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