VfL Wildeshausen startet Vorbereitung bei 37 Grad / Auch Salih Yalin neu dabei

Auf ins Abenteuer Landesliga

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Mit diesen Neuzugängen wollen Wildeshausens Trainer Marcel Bragula (hinten l.) und Marco Elia (hinten r.) das Abenteuer Landesliga angehen (vorn von links): Thomas Büttelmann, Lauren Riedel, Kevin Kari, Sebastian Bröcker, Salih Yalin sowie (stehend) der neue Torwarttriner Eike Bothe (2.v.l.) Lennart Feldhus (3.v.l.) Bastian Stuckenschmidt (3.v.r.) und Niklas Heinrich (2.v.r.).

Wildeshausen - Von Cord Krüger. Bloß keine Zeit verschwenden. Als am Samstagnachmittag noch kein Fußballer der ersten und zweiten Herren den Krandel betreten hatte, stellte Marcel Bragula schon die Hütchen auf die Aschenbahn und markierte so die Ziellinie für den 3000-Meter-Lauf. Der Trainer des Landesliga-Aufsteigers scherte sich weder um die sengende Sonne noch die 37 Grad im Schatten. Trainingsauftakt mit Leistungsdiagnostik, während nebenan im Freibad Juchzen und Wasserplantschen unüberhörbar war. Ein hartes Brot für den Bezirksliga-Meister.

„Wären wir Bezirksligist geblieben, hätten die Jungs heute hitzefrei bekommen“, grinste Marco Elia, bisher Bragulas „Co“, jetzt gleichberechtigter Partner auf der Trainerbank. „So aber natürlich nicht.“ Denn den VfL erwartet eine schwere Saison in Liga sechs, „34 Spiele plus Bezirkspokal – und das bei fünf Absteigern“, rechnete Bragula vor. Also: Nur keine allzu lange Pause, denn den Euphorie-Schwung aus dem Aufstiegsjubel nach dem 1:1-Showdown am letzten Bezirksliga-Spieltag vor knapp 40 Tagen „werden wir mitnehmen“, verspricht Elia.

15.38 Uhr: Alle Kicker sind da. „Los, Männer, umziehen – und ab nach oben“, deutete Bragula in die erste Etage des VfL-Treffs. Dort stieg die Ansprache zur Einstimmung auf die Saison. Mehrfach tönte schallendes Gelächter durch die gekippten Fenster. Auch die Neuzugänge stellten sich vor – unter ihnen Salih Yalin als „frischeste“ Verpflichtung. Der Stürmer kam aus der Landesliga-A-Jugend der SG JDH Delmenhorst. „Der ist verdammt schnell und kann auch auf den Außenbahnen spielen“, nannte Bragula die Vorzüge des 19-jährigen Linksfußes.

16 Uhr: Ende der Besprechung. Die VfL-Teams gehen zurück in ihre Kabinen, holen ihre Laufschuhe. Nach der Rückkehr lässt Bragula alle in einer Reihe antreten und von eins bis vier durchzählen. „Wir bilden vier Gruppen“, erklärte er. Eine startete mit den 3000 Metern, zwei weitere bestritten die erste Partie des Kleinfeld-Turniers mit bunt gemixten Teams aus dem Landesliga- und Kreisliga-Kader, die vierte rückte ein zum „Handauflegen“ – auf ein Gerät, das den pH-Wert der Spieler ermittelte. Experte Jürgen Baumann wird den VfL-Trainern die Analysen nun übermitteln, schon am Samstag gab er den Kickern aber Tipps für die richtige Ernährung für einen ausgewogenen Säure-Basen-Haushalt mit auf den Weg. Ein weiterer Baustein, um in der neuen Liga vielleicht noch ein paar Prozentpunkte gegenüber der Konkurrenz herauszukitzeln. Weitere folgen in den nächsten Wochen. Gestern etwa stand die erste Taktikbesprechung mit den Neuzugängen an. Danach war Bragula gut gestimmt: „Man kann natürlich noch kein genaues Bild von allen bekommen, aber die Jungs passen zu uns.“

Zusätzliche Verstärkung könnte noch folgen – falls sich jemand beim VfL anbietet. Insgesamt seien die Planungen aber abgeschlossen, verriet Bragula. „In die Vorbereitung der Ersten gehen wir mit 29 Mann, am Ende bleiben 25 für die Landesliga übrig“, erläuterte er. „Vergangenes Jahr waren es noch 22, aber diesmal bohren wir den Kader ein bisschen auf, denn es sind vier Spiele mehr.“ Schwere Spiele. Wie die übrigen 30.

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