Abwehrchef gegen SV Baris an allen VfL-Treffern beteiligt 

Schütte beim 3:3 ein würdiger Tramitzke-Vertreter

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Per Flugkopfball erzielte Sascha Görke (l.) das 1:0. Für Wildeshausens Mittelfeldspieler war es der vierte Treffer in den jüngsten drei Partien. 

Wildeshausen - Der erfolgreichste Torjäger gesperrt – na und!? Thorben Schütte entpuppte sich im Nachbarschaftsderby beim SV Baris Delmenhorst am Mittwochabend als würdiger Vertreter von Sturmtank René Tramitzke: Dem etatmäßigen Abwehrchef des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen gelangen ein Treffer und zwei Vorlagen. Trotzdem kamen die Krandel-Kicker nicht über ein 3:3 (2:1) hinaus. Den Ausgleich für Baris erzielte der erst kurz zuvor eingewechselte Ümit Igde in der Nachspielzeit.

„Das Schönste war heute Abend das Wetter“, knurrte Marcel Bragula nach dem Abpfiff. Über das Spiel wollte der VfL-Coach am liebsten gar nicht reden: „Die Jungs wissen selbst, was sie verzapft haben.“ Durch das Remis kletterte die Wittekind-Crew zwar auf den zweiten Tabellenplatz, zog jedoch nur aufgrund des besseren Torverhältnisses am punktgleichen VfB Oldenburg II vorbei.

Die Wildeshauser wirkten platt und ausgelaugt. Trotzdem kamen sie an der Lerchenstraße gut in die Partie. Nach einem weiten Einwurf von Jannik Wallner und Kopfballverlängerung von Schütte erzielte Sascha Görke per Flugkopfball das frühe 1:0 (10.). Während der Mittelfeldspieler den urlaubenden Keeper Sebastian Pundsack als Kapitän vertrat, hütete Felix Dittrich das VfL-Tor.

In bester Gareth-Bale-Manier erzielte Shewket Barakat Osef mit einem Rückzieher von der Strafraumkante das 1:1 (20.). Doch die Wildeshauser Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Mit einem satten Schuss markierte Schütte, der im 4:2:3:1-System die einzige Spitze gab, den 2:1-Pausenstand (23.). Für den 26-Jährigen war es der zehnte Saisontreffer. Nach dem Seitenwechsel legte Schütte dem Torschützen Sebastian Bröcker das 3:1 auf (55.). „Thorben war heute ein Lichtblick“, meinte Bragula.

Trotz des Zwei-Tore-Rückstands steckten die Platzherren nicht auf. „Baris hat eine gute Mentalität gezeigt und den Ausgleich erzwungen“, erläuterte Bragula. Zunächst spekulierte Shewket Barakat Osef auf einen Rückpass, gewann den Pressschlag mit Schlussmann Dittrich und hatte anschließend keine Mühe auf 2:3 zu verkürzen (66.). Es war nicht die einzige Szene, in der der Wildeshauser Ersatzkeeper die Souveränität vermissen ließ.

Während die Gäste vermehrt mit langen Bällen operierten, kombinierte Baris durchaus gefällig. Allerdings kam das Team von Trainer Önder Caki kaum zu Chancen. Deshalb war das 3:3 durch Igde nach einem Freistoß aus dem Halbfeld überraschend, wenn auch nicht unverdient.

„Die Jungs gehen auf dem Zahnfleisch! Wir müssen uns irgendwie mit letzter Kraft ins Ziel schleppen“, sagte Bragula mit Blick auf das Saisonfinale beim Absteiger SV Eintracht Oldenburg (Freitag, 19.30 Uhr). Bei einem Sieg kann der VfL die Vizemeisterschaft feiern. - mar

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