Wildeshausen schlägt Steinfeld / Riedel hält Elfmeter / Feldhus trifft zum 3:1

Seidel serviert dreifach

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Wildeshausens Kai Meyer (l.) schirmt hier Paul Kosenkow ab. Steinfelds Außenstürmer traf später zwar doch noch – aber am Ende reichte es für den VfL zu einem 3:1-Sieg.

Einen - Von Cord Krüger. Sebastian Pundsack wirkte ein wenig verunsichert. Nur ein Spiel hatten der Torwart des VfL Wildeshausen und seine Vorderleute beim Sportfest von Fortuna Einen hingelegt – und nach diesem dem 3:1 (2:1)-Sieg im Test über den SV Falke Steinfeld aus der Bezirksliga Weser-Ems 4 bekam der VfL-Kapitän gestern Abend gleich einen goldenen Pokal in die Hand gedrückt.

Dass die Leistung des Landesliga-Aufsteigers vor der Pause nicht ganz so glänzend war wie dieser Cup, nahmen die Trainer Marcel Bragula und Marco Elia gelassen zur Kenntnis. Immerhin hatten es knapp drei Viertel seiner Mannschaft am Abend zuvor während der Hochzeitsfeier des ehemaligen Erstherren-Kickers Michael Rüdebusch krachen lassen.

Trotzdem zeigten die Kreisstädter im letzten Test vor dem Bezirkspokalspiel am Sonntag beim TV Dötlingen eine unterhaltsame erste Hälfte, in der ihnen nicht alles gelang, aber zumindest die 2:1-Pausenführung. Erst verwertete Janek Jacobs eine Rechtsflanke von Maximilian Seidel mit sattem Schuss von links ins lange Eck (25.), keine 60 Sekunden später schickte Seidel Sascha Görke auf die Reise – und der tanzte Falke-Keeper Patrick Bergmann zum 2:0 aus.

Das hätte Wildeshausen Sicherheit geben können, doch Paul Kosenkow machte es schnell wieder spannend. Der flinke Ex-Regionalliga-Stürmer (bis zum Sommer noch beim BSV Rehden) nutzte einen Fehler von Lukas Schneider, tankte sich durchs Zentrum, ließ den allein gelassenen VfL-Torwart Lauren Riedel aussteigen und verkürzte zum 1:2 (29.). „So etwas passiert Lukas sonst nicht“, stellte Bragula klar, doch er nahm den etatmäßigen Außenverteidiger in Schutz: Durch den Ausfall des angeschlagenen Jan Gusfeld-Ordemann musste Schneider ins Abwehrzentrum rücken, „und das haben wir vorher nur einmal trainiert“, erläuterte Bragula.

Zehn Minuten später stand Schneider erneut im Mittelpunkt – aber schuldlos: Eine Kosenkow-Flanke prallte dem Innenverteidiger an den angelegten Oberarm, der Schiedsrichter entschied zur allgemeinen Verwunderung auf Handelfmeter – doch Riedel hielt den Strafstoß von Mike Thomas reaktionsschnell (39.).

Trotzdem musste der junge Schlussmann zur Halbzeit Pundsack Platz machen – so war es vorher abgesprochen. An der Leistung des Nachwuchskeepers hatten seine Trainer nichts auszusetzen, wohl aber mit der ihrer Vorderleute: „Wir haben zu viel Raum um den Ball zugelassen“, monierte Elia, der sich wie Bragula ein besseres Verschieben und konsequenteres Nachrücken gewünscht hätte.

Mit der zweiten Hälfte zeigte sich das Trainerteam eher einverstanden. Vor allem mit der Tatsache, „dass wir nach der Einwechslung unserer neuen Leute nicht haben abreißen lassen“, freute sich Bragula. Nach einer Stunde hatte er nämlich unter anderem seine Sommer-Neuzugänge Sebastian Bröcker, Bastian Stuckenschmidt und Niklas Heinrich gebracht. Bereits zur 46. Minute war Stürmer Lennart Feldhus ins Spiel gekommen – und der traf nach erneuter Seidel-Vorlage zum 3:1 (65.). Das reichte zum Sieg, weil Pundsack bei Alleingängen von Thomas und Kosenkow noch glänzend rettete – direkte Duelle, die Bragula und Elia nach Steinfelds Anschlusstor eigentlich nicht mehr sehen wollten. „Aber bis zum Liga-Start haben wir noch zwei Wochen, einiges im taktischen Bereich anzusprechen“, meinte Elia. „Konditionell sind wir aber schon da, wo wir sein wollen.“

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